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Сентябрь
2018

Pharmakonzern wächst: Roche investiert Millionen in Mannheim

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Von Barbara Klauß

Mannheim. Noch steht ein Bagger neben dem neuen Kaltwasserspeicher, liegen Stein- und Sandhaufen herum, flattern Absperrbänder vor der großen grauen Produktionshalle. Es ist viel in Bewegung auf dem Werksgelände des Pharmakonzerns Roche im Mannheimer Stadtteil Sandhofen.

Fünf große Gebäude, die in diesem Jahr fertig geworden sind, stellt der Konzern nun Journalisten vor, am Montag werden sie feierlich eröffnet. Vier Jahre lang dauerten die Bauarbeiten, mehr als 400 Millionen Euro nahm der Konzern dafür in die Hand.

Entstanden ist etwa der laut Roche größte Kaltwasserspeicher in Deutschland: ein 30 Meter hoher silbergrauer Zylinder, der 7500 Kubikmeter Wasser fasst - was etwa dem Inhalt von vier olympischen Schwimmbecken entspricht. Vier Wochen habe es gedauert, bis er befüllt gewesen sei, erzählt Martin Haag, der das Mannheimer Werk leitet.

Das etwa acht Grad kalte Wasser dient der Kühlung unter anderem der Produktionsanlagen, in denen höchsten 25 Grad Celsius herrschen dürfen, wie Haag erklärt: "Der Speicher hat uns in diesem beeindruckenden Sommer schon den ein oder anderen Tag gerettet."Der Speicher - eine Art "große Thermoskanne", wie Haag sagt - wird vor allem nachts nachgefüllt.

Gebaut hat Roche außerdem ein neues Pharma-Produktionsgebäude für 170 Millionen Euro - die größte Einzelinvestition, die es am Standort Mannheim je gab. Und das, obwohl der Konzern vor einigen Jahren eigentlich beschlossen habe, die Produktion dort nicht weiter auszubauen, wie Hagen Pfundner, Geschäftsführer der Roche Deutschland Holding, erklärt.

Doch vor allem die Leistung der Mitarbeiter habe die Konzernleitung zum Umdenken bewegt. In dem neuen Gebäude mit rund 14.500 Quadratmetern sollen künftig Produkte wie Avastin, das unter anderem gegen Lungenkrebs eingesetzt wird, und Gazyvaro gegen chronische lymphatische Leukämie schnell und unter hohem Druck in Spritzen oder Fläschchen abgefüllt werden - und zwar bis zu fünf Millionen Einheiten im Jahr. Bei der Entwicklung der Anlagen hierfür seien die Mannheimer Ingenieure einfach weltweit führend gewesen, sagt Pfundner.

Am Montag wird auch ein Laborgebäude für etwa 500 Mitarbeiter eingeweiht, die ihre Arbeitsplätze bisher in sechs anderen Gebäuden hatten; außerdem eines für den Vertrieb sowie ein neues Rechenzentrum. Insgesamt hat Roche in den vergangenen fünf Jahren rund 1,16 Milliarden Euro in den Standort Mannheim gesteckt. "Das ist schon eine große Nummer", sagt Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung der Roche Diagnostics. Sie sieht darin einen Beleg für den Stellenwert im Konzern.

Mannheim ist der größte deutsche Standort des Unternehmens mit Sitz in Rotkreuz in der Schweiz, und der drittgrößte weltweit. Derzeit sind dort etwa 8270 Mitarbeiter beschäftigt, außerdem rund 500 Zeitarbeit-Kräfte.

Eine Zahl, die über die letzten Jahre langsam aber stabil gewachsen sei, wie Redeker betont. Wenngleich zuletzt 120 Stellen im Bereich Diabetes Care abgebaut wurden. Betriebsbedingte Kündigungen gab es dabei Werksleiter Haag zufolge nicht. Den Betroffenen seien Stellen in anderen Bereichen angeboten worden. Bei einem Standort dieser Größe fielen immer irgendwo Stellen weg, andere entstünden.

Und auch baulich kommt Roche in Mannheim nicht zur Ruhe: "An einer Ecke passiert immer etwas", so Redeker.















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