Von wegen schlanke Bürokratie: Wie arme Menschen digital ausgegrenzt werden
Als armutsbetroffene Person erlebe ich oft, dass nicht armutsbetroffene Menschen ihre eigenen Privilegien auf Arme übertragen. Bei mir wird regelmäßig vorausgesetzt, dass ich einen Drucker besitze, um Schulbriefe, die ich digital erhalte, auszudrucken.
Ich muss mich dann an die Lehrkraft wenden, damit mein Kind die Briefe in Papierform mitbekommt. Zum Glück schäme ich mich nicht mehr für meine Armut. Ich bin froh, überhaupt einen älteren PC zu besitzen, denn Armutsbetroffene sind massiv in ihrer digitalen Teilhabe eingeschränkt. Oder haben sogar gar keinen Zugang dazu.
2023 hatte von den damals 14 Millionen Armen jeder Fünfte keinen Internetanschluss. Das sind 2,8 Millionen Betroffene. Davon gaben jeweils 900.000 Menschen an, dass sie aus fi
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