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Август
2025

Nachhaltige Fonds: Große Unterschiede zwischen Männern und Frauen

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Öko-Fonds mit Rüstungsaktien? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister – und das vor allem entlang der Geschlechterlinie. Nachhaltige Geldanlagen gelten als Investitionen, die Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung berücksichtigen – oft unter dem Kürzel ESG (Environmental, Social, Governance) zusammengefasst. Doch was passiert, wenn solche Fonds in Unternehmen investieren, die Waffen herstellen? Diese Frage spaltet Anlegerinnen und Anleger in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Vergleichsportals Verivox . Die Ergebnisse machen deutlich, wie unterschiedlich Nachhaltigkeit von Frauen und Männern verstanden wird – und warum klare Informationen der Fondsanbieter entscheidend sind. Akzeptanz von Rüstungsinvestitionen Mehr als jeder zweite Mann (53 Prozent) in Deutschland ist laut Umfrage der Meinung, dass nachhaltige Finanzprodukte auch in Unternehmen der Rüstungsindustrie investieren dürfen. Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei 48 Prozent. Bei Frauen fällt die Zustimmung deutlich geringer aus: Nur 35 Prozent unterstützen solche Investments, nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (33 Prozent). Für viele Frauen zählt Rüstung sogar zu den größten Tabus bei nachhaltiger Geldanlage. Jede Vierte (25 Prozent) nennt diesen Bereich als absolutes Ausschlusskriterium. Bei Männern liegt dieser Anteil mit 17 Prozent deutlich niedriger. Auch ohne Bezug zum Thema Nachhaltigkeit lehnen Frauen Rüstungsinvestitionen häufiger aus moralischen Gründen ab – 52 Prozent sagen hier klar Nein, bei Männern sind es 36 Prozent. "Die Ergebnisse zeigen deutlich: Nachhaltige Geldanlage ist kein Einheitskonzept", sagt Melanie Ulbrich, Finanzexpertin bei Verivox. Männer und Frauen setzten oft unterschiedliche Prioritäten – und genau das mache es so wichtig, Nachhaltigkeit aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Unterschiedliche Vorstellungen bei Nachhaltigkeit Nachhaltige Geldanlage bedeutet für viele Anleger mehr als den Ausschluss einzelner Branchen. Die Studie zeigt, dass Männer und Frauen dabei unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Frauen legen besonders großen Wert auf ethische Kriterien. Für 47 Prozent gehört der Verzicht auf Tierversuche zu den drei wichtigsten Aspekten nachhaltiger Investments. An zweiter Stelle folgt für 41 Prozent der Ausschluss ausbeuterischer Arbeitsbedingungen. Männer halten faire Arbeitsbedingungen ebenfalls für relevant, allerdings nur zu 33 Prozent. Männer priorisieren häufiger ökologische Faktoren als ethische. 30 Prozent sehen einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen als besonders wichtig an. 28 Prozent der Männer nennen den Ausbau erneuerbarer Energien, 20 Prozent CO2-sparsames Wirtschaften. Den Verzicht auf fossile Energieträger stufen 17 Prozent als vorrangig ein – deutlich mehr als bei Frauen (11 bzw. 13 Prozent in den beiden letzten Kategorien). "Wer beide Geschlechter erreichen möchte, muss ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Nachhaltigkeit ernst nehmen", erklärt Ulbrich. Finanzdienstleister, die dies berücksichtigten, könnten Produkte und Beratungsangebote entwickeln, die nicht nur dem Durchschnitt, sondern den tatsächlichen Werten ihrer Kundinnen und Kunden entsprächen. Auffällig: Unterschiede zwischen Interesse und Anlageverhalten Das Interesse an nachhaltigen Geldanlagen bleibt der Studie zufolge zwar hoch, geht jedoch im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Während sich aktuell 66 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen für diese Form der Investition interessieren, waren es vor einem Jahr noch 69 bzw. 64 Prozent. Noch deutlicher ist der Rückgang beim tatsächlichen Anlageverhalten. Nur 20 Prozent der Männer haben nach eigenen Angaben tatsächlich in nachhaltige Finanzprodukte investiert, im Vorjahr waren es 24 Prozent. Bei Frauen sank der Anteil von 18 auf 11 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass die Bereitschaft, Nachhaltigkeit in der Geldanlage praktisch umzusetzen, kleiner ist als das grundsätzliche Interesse. Für Anbieter nachhaltiger Finanzprodukte bedeutet das: Es genügt nicht, Interesse zu wecken – sie müssten ihre Kunden auch gezielt beim Schritt von der Absicht zur Investition begleiten.














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