Filmfestival Venedig | Ein Goldener Löwe für einen schwachen Jim-Jarmusch-Film war nicht die einzige Überraschung
Man stellt sich die Verleihung des Goldenen Löwen als krönenden Abschluss vor. Dieses Jahr aber kam sie einem Dämpfer gleich. „Oh shit“, die ersten Worte, die Jim Jarmusch aussprach, als er zum Empfang der Statue auf die Bühne gebeten wurde, brachten es auf den Punkt, wenn auch anders, als der Preisträger es wohl gemeint hat. Dass ausgerechnet sein Episodenfilm Father Mother Sister Brother mit dem Höchstpreis ausgezeichnet wurde, überraschte viele, denn Jarmuschs erster Film nach fast sechs Jahren war zuvor eher gleichgültig, wenn nicht gar mit Enttäuschung aufgenommen worden.
In drei aufeinanderfolgenden Kurzgeschichten spielt der 72-jährige Indie-Altmeister verschiedene Formen familiärer Entfremdung durch. In der ersten Ep
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