Tagesgeldzinsen steigen: Diese Banken bieten jetzt mehr Zinsen
Monatelang sind die Zinsen fürs Tagesgeld gefallen, jetzt zeigt sich eine Trendwende. Doch nicht alle Banken ziehen mit. Nach Monaten des Rückgangs können Tagesgeldsparer wieder etwas mehr aus ihrem Geld machen: Die Zinsen steigen. Auch beim Festgeld geht es inzwischen über alle Laufzeiten wieder nach oben, wie eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Verivox zeigt. Derzeit bringen bundesweit verfügbare Tagesgeldangebote im Schnitt 1,28 Prozent Zinsen. Anfang August waren es noch 1,16 Prozent. Es ist der erste Anstieg seit Februar 2024. Die Erholung folgt auf einen der heftigsten Zinseinbrüche, die Verivox seit Beginn der Datenerhebung im Januar 2012 jemals beobachtet hat. Vom Jahresbeginn bis zum letzten Zinstermin der Europäischen Zentralbank (EZB) waren die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen um mehr als ein Viertel eingebrochen. t-online-Zinscheck: Hier gibt es aktuell die besten Zinsen Geldpolster ansparen: Darum sollten Sie ein Tagesgeldkonto besitzen Sparkassen hinken hinterher "Der Absturz war in dieser Heftigkeit sicher ein Stück weit übertrieben. Darum erleben wir nun die Korrektur, nachdem die Währungshüter der EZB die Leitzinsen beim letzten Notenbanktermin im Juli unverändert ließen", sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. Sollte die Notenbank auch an diesem Donnerstag keine Zinssenkung beschließen, seien weitere Steigerungen möglich. Von dem Aufwärtstrend profitieren allerdings nicht alle Sparer gleichermaßen. Wer sein Geld bei Sparkassen oder regionalen Genossenschaftsbanken anlegt, muss sich weiterhin mit niedrigen Zinsen zufriedengeben. Bei Sparkassen liegt der Durchschnittswert aktuell bei nur 0,38 Prozent, bei Volks- und Raiffeisenbanken bei 0,42 Prozent – also rund ein Drittel der Konditionen überregionaler Banken. Festgeld: Längere Laufzeiten bringen mehr Auch beim Festgeld zeigt die Kurve wieder nach oben. Bundesweit verfügbare Anlagen mit zweijähriger Laufzeit bringen derzeit durchschnittlich 1,98 Prozent, ein leichtes Plus gegenüber Anfang August. Deutlicher fällt der Anstieg bei langfristigen Festgeldern aus: Für zehn Jahre Laufzeit gibt es aktuell im Schnitt 2,36 Prozent. "Bei den kurz- und mittelfristigen Festgeldern waren die Zinsen bis vor Kurzem noch leicht gesunken. Bei den langfristigen Anlagen haben die Banken das nahende Ende des Zinssenkungszyklus hingegen schon länger eingepreist und ihre Zinsen nicht mehr weiter abgesenkt", sagt Maier. "Infolgedessen und weil wir bei den langfristigen Sparanlagen auch gegenwärtig die stärksten Zinsanstiege verzeichnen, werden diese im Marktschnitt mittlerweile wieder spürbar höher verzinst als Festgelder mit kürzeren Laufzeiten." Für die Untersuchung hat Verivox die Konditionen von rund 800 Banken und Sparkassen ausgewertet. Berücksichtigt wurden dabei die regulären Bestandskundenkonditionen für 10.000 Euro Anlagesumme. Neukundenaktionen oder zeitlich befristete Sonderzinsen flossen nicht in die Berechnung ein.