Normalerweise berichtet sie im TV über Politik, doch nun gewährt Charlotte Potts einen sehr persönlichen Einblick in ihr eigenes Leben. Die Moderatorin hat Krebs. Seit 15 Jahren ist sie als Journalistin tätig, moderierte unter anderem das ZDF-"Morgenmagazin" und berichtet seit 2022 als Chefreporterin für ProSieben über Politik in Berlin . Doch vor wenigen Wochen teilte Charlotte Potts eine sehr persönliche Geschichte mit der Öffentlichkeit. "Diagnose: Brustkrebs . Und plötzlich steht das Leben Kopf", schrieb die 39-Jährige im August auf ihrem Instagram-Account zu mehreren Bildern aus dem Krankenhaus und machte ihre Erkrankung damit publik. Ein schwerer Weg liege vor ihr, doch sie wolle ihn teilen, "weil es mein Job ist, zu beobachten, zu erzählen, zu beschreiben, wie es ist", erklärte Charlotte Potts damals. Häufigste Art bei Frauen: So lässt sich Brustkrebs erkennen und behandeln Nun meldete sie sich mit einem Update zu ihrem Zustand zurück. "Wie geht's dir? Diese Frage bekomme ich in diesen Tagen so oft gestellt – und ich bin sehr dankbar dafür. Die Antwort ist nicht ganz einfach: Es gibt richtig gute, normale Tage. Und es gibt Tage, die ich am liebsten vergessen würde. Aber ich halte mein Glas halb voll", schreibt sie zu einer Fotoreihe. "Wöchentliches Selfie nach der Chemo" Der erste Schnappschuss, der sie lächelnd zeigt, sei das "wöchentliche Selfie nach der Chemo", erklärt die Moderatorin. In dem Post gewährt sie außerdem Einblicke in die Behandlung, der sie sich aktuell unterzieht. Die Aufnahmen können Sie sehen, wenn Sie auf den Pfeil rechts im Beitrag klicken. "Ich 'freue' mich tatsächlich auf jede Chemo-Behandlung, auch wenn es alles andere als ein Spaziergang ist, weil es mich ein Stück näher ans Ziel bringt. Direkt danach bin ich immer sehr stolz auf meinen Körper (und mich). Ich lache viel, gehe viel an die frische Luft – und versuche, mir immer ein positives Narrativ zu spinnen. Klappt nicht jeden Tag. Aber an vielen", fährt Charlotte Potts fort. "Du schaffst mich nicht, sondern ich dich" Sie sei jetzt "bei der Halbzeit der Chemos angekommen" und finde Freude in kleinen Dingen und Routinen. So berichtet die 39-Jährige von der Musik, die sie auf dem Weg zu den Behandlungen hört, von dem Essen, das sie sich danach gönnt, und Geschichten ihrer Kinder, denen sie nun viel bewusster zuhört. "Natürlich vermisse ich die Arbeit, das selbstbestimmte Planen, das 'normale Leben'. Aber im Moment geht es nur Schritt für Schritt", schreibt die Journalistin und zeigt sich optimistisch: Sie erstelle eine To-do-Liste mit ersten Malen, "die ich machen werde, wenn ich über den Berg bin." Sie habe eine fantastische Familie und wunderbare Freunde an ihrer Seite und die Hoffnung, "dass mich dieser Weg am Ende ein ganzes Stück stärker macht". Ein Satz begleite sie seit der Diagnose: "Du schaffst mich nicht, sondern ich dich!" Zudem gebe es "die vielen großartigen Frauen hier und überall, die mir so viel Mut zugesprochen haben." Diesen dankt Charlotte Potts ebenso wie allen, "für die Frage: 'Wie geht's dir?' Und für die vielen positiven Vibes!"