München: Offenbar Explosionen, Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz
In München hat es offenbar mehrere Explosionen gegeben. Polizei und Feuerwehr sind im Großeinsatz. Ein Mensch starb. Die Einsatzkräfte fanden Sprengfallen. Großeinsatz im Münchner Norden am Mittwochmorgen: Es gibt weiträumige Sperrungen. Eine Rauchwolke steht über einem Wohngebiet, schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sind unterwegs. Ursache sind laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung mehrere Explosionen. Auch Schüsse sollen gefallen sein. Wie RTL berichtete, wurden 700 Menschen aus der Nachbarschaft in Sicherheit gebracht. "Im Augenblick gibt es keinerlei Hinweise auf eine Gefahr für die Bevölkerung", sagte eine Polizeisprecherin t-online. Laut "Bild"-Zeitung scheint es Hinweise auf eine Tat im familiären Umfeld zu geben. Bombendrohung: Oktoberfest bleibt vorerst gesperrt Brutaler Streit: Toter bei Straßenschlacht war wohl Familienoberhaupt Ein Polizeisprecher, der sich am Einsatzort befindet, sagte, es habe zwischen der Lerchenauer Straße und der Moosacher Straße einen Brand an einem Einfamilienhaus gegeben. "Davor stehen zwei ausgebrannte Autos, die jetzt gelöscht sind", sagte der Sprecher weiter. In dem abgebrannten Haus wurden Sprengfallen gefunden. Laut Polizei wurde zudem ein verletzter Mensch an einem See unweit des brennenden Hauses entdeckt. "Der aufgefundene Verletzte ist zwischenzeitlich verstorben", teilte die Polizei später auf X mit. Die "Bild"-Zeitung berichtete, bei dem Toten handele es sich um einen Mann. Offenbar habe er sein Elternhaus mit Sprengsätzen präpariert, in Brand gesetzt und sich dann das Leben genommen. Entschärfer seien vor Ort. Die Beamten hätten sich dem Einsatzort anfangs nur per Hubschrauber nähern können. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte, bei dem Mann sei ein Brief gefunden worden. Es gebe eine "verifizierte Sprengstoffdrohung" gegen das Oktoberfest . "Wir können das Risiko nicht eingehen, das Oktoberfest zu eröffnen", erklärte Reiter. Die Wiesn bleibe am Mittwoch bis mindestens 17 Uhr gesperrt. "Mögliche Zusammenhänge mit anderen Orten in München werden geprüft, darunter auch die Theresienwiese", teilte die Polizei auf X mit. "Aus diesem Grund verzögert sich die Öffnung des Festgeländes." Bei der Feuerwehr war am frühen Morgen um 4.41 Uhr ein Notruf eingegangen, Anwohner im Stadtteil Lerchenau im Norden der bayerischen Landeshauptstadt meldeten "Knallgeräusche". Auf X rief die Polizei die Bevölkerung auf, den Bereich im Stadtteil Lerchenau zu umfahren. Eine Schule blieb geschlossen. Auch im S-Bahn-Verkehr gibt es Störungen. Die S1-Stationen Feldmoching und Fasanerie werden derzeit nicht bedient; die Züge fahren ohne Halt durch. Auf der Plattform indymedia.org tauchte unterdessen ein angebliches Bekennerschreiben auf. Die Polizei prüft, ob es authentisch sein könnte. "In den frühen Morgenstunden haben wir im Münchner Norden einige Luxuskarren abgefackelt und Hausbesuche abgestattet. Zudem ging für einen Fascho sein Morgenspaziergang nicht besonders gut aus", hieß es in dem Text. Der Einsender des Textes gab sich als "Antifa München" aus. Allerdings kann bei indymedia.org jeder anonym Texte einreichen.