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Октябрь
2025

Insolvenz: Pleite bei Matratzen Direct AG – MFO-Filialen müssen schließen

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Einer der größten Matratzenhändler Deutschlands gibt auf. Alle Filialen müssen schließen – 300 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Die Matratzen Direct AG stellt zum Jahresende den Betrieb ein. Das Unternehmen verkauft unter der Marke MFO Matratzen, Lattenroste und Bettwaren in derzeit 97 Filialen und über einen Onlineshop. Diese werden nun geschlossen, rund 300 Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz. Der Abverkauf hat begonnen, spätestens am 31. Dezember soll Schluss sein. Ende März hatte das Kölner Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Ziel war es, die wirtschaftliche Lage zu stabilisieren, Kosten zu senken und einen Käufer zu finden. Die Geschäftsführung blieb im Amt, wurde jedoch durch externe Sanierungsexperten unterstützt. Das Amtsgericht Köln bestellte zusätzlich einen Sachwalter zur Kontrolle des Verfahrens. Chaos an Flughäfen : Billigfluglinie überraschend insolvent Zulieferer unerreichbar : Safthersteller meldet Insolvenz an Im Zuge der Sanierung wurde die Zahl der Filialen von 124 auf 97 reduziert. Parallel dazu suchte die Geschäftsführung aktiv nach einem Investor. Mehr als 44 potenzielle Käufer wurden angesprochen, mit mehreren gab es konkrete Verhandlungen. Doch auch der letzte verbliebene Interessent entschied sich gegen eine Übernahme. Ohne Investitionen sei keine wirtschaftlich tragfähige Zukunft möglich, teilte das Unternehmen mit. Umsatzrückgang und strukturelle Probleme Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Matratzen Direct AG einen Umsatz von 34,4 Millionen Euro. Zugleich wies der Jahresabschluss einen Verlust von 1,2 Millionen Euro aus. Die Ursachen sieht das Unternehmen vor allem in externen Faktoren: Demnach habe die anhaltende Inflation viele Kunden vom Kauf abgehalten. Zusätzlich habe das umstrittene Heizungsgesetz für Verunsicherung gesorgt und Konsumausgaben gebremst. Laut Geschäftsbericht war die Gesellschaft zum Jahresende 2023 bilanziell überschuldet. Ausgewiesen wurde ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von über 29 Millionen Euro. (K)ein Outlet Die Geschichte der Matratzen Direct AG reicht fast ein Jahrhundert zurück. Gegründet wurde das Unternehmen 1929 in Köln-Ossendorf als Bettina Federkernwerk. Später firmierte es als Bettina Matratzenfabrik GmbH und produzierte im rheinischen Elsdorf. Ab 1999 stieg der Betrieb ins Filialgeschäft ein, zunächst unter dem Namen "Bettina Fabrikverkauf". 2004 übernahm Klaus Hartmann, Gründer von Matratzen Concord, das Unternehmen. Es wurde zur Matratzen Factory Outlet AG (MFO) umbenannt. Die Marke wuchs schnell auf mehrere Hundert Filialen. 2013 untersagte der Bundesgerichtshof Teile der Werbepraxis, etwa die Verwendung der Begriffe "Markenware" und "Outlet", weil sie für Verbraucher irreführend seien. Die Produkte stammten nicht ausschließlich aus eigener Herstellung, und die Größe des Filialnetzes widersprach der üblichen Definition eines Outlets. Im Mai 2014 wurde das Werk in Elsdorf geschlossen, kurz darauf folgte ein aggressiv beworbener Räumungsverkauf in allen Filialen – begleitet vom vorübergehenden Marktaustritt. Unter dem Namen Matratzen Direct und der Marke MFO kehrte das Unternehmen mit neuem Konzept zurück. 2017 folgte ein erstes Schutzschirmverfahren, bei dem zahlreiche Filialen geschlossen wurden. Trotz Restrukturierung und neuer Gesellschafterstruktur blieb die Lage angespannt. Nun beginnt die endgültige Abwicklung. Die Schwierigkeiten bei Matratzen Direct stehen beispielhaft für die Lage der gesamten Branche. Beim Start-up Emma kam es 2024 zu einer größeren Entlassungswelle. Die traditionsreiche Breckle-Gruppe musste ebenfalls Insolvenz anmelden .














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