Hamas: Brauchen "etwas Zeit" für "Beratungen" zu Trumps Friedensplan
Wie reagiert die Hamas auf den Friedensplan von Donald Trump im Gaza-Krieg? Laut einem Vertreter der Terrororganisation dauern die Beratungen noch an. Die radikalislamische Hamas benötigt nach Angaben eines Vertreters der Palästinenserorganisation noch etwas Zeit, um über den von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplan zum Gazastreifen zu entscheiden. "Die Hamas setzt ihre Beratungen über Trumps Plan fort und hat den Vermittlern mitgeteilt, dass die Beratungen noch andauern und etwas Zeit benötigen", teilte der Vertreter der Islamisten der Nachrichtenagentur AFP mit. Trump hatte am Montag einen Friedensplan für den Gazastreifen vorgestellt. Am Dienstag räumte der US-Präsident der Hamas "drei oder vier Tage" ein, um über den Plan zu entscheiden, mit dem der Krieg zwischen Israel und der Hamas beendet werden soll. Israel sowie zahlreiche weitere Staaten im Nahen Osten und darüber hinaus stimmten dem Plan zu. Trumps Vorschläge für Gaza: Ein Friedensplan mit eingebauter Sprengkraft Unicef-Sprecher im Gazastreifen: "Wird stündlich schlimmer" Ein Vertreter des politischen Büros der Hamas, Mohammed Nassal, erklärte, der Vorschlag enthalte "bedenkliche Punkte". Die Palästinenserorganisation werde ihre Position "bald" bekanntgeben. In der Stadt Gaza kam es unterdessen nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes zu heftigem Beschuss mit Artillerie und aus der Luft. Bei den israelischen Angriffen seien im gesamten Gazastreifen insgesamt elf Menschen getötet worden, darunter acht in der Stadt Gaza. Die UN betonte, im Gazastreifen gebe es keinen sicheren Ort. "Die Vorstellung einer Sicherheitszone im Süden ist absurd", sagte ein Sprecher des UN-Kinderhilfswerks Unicef, James Elder, vor Journalisten in Genf. Diese Gebiete seien "ebenfalls Orte des Todes". Tausende Tote Der Gaza-Krieg war durch den Großangriff der radikalislamischen Hamas und ihrer Verbündeten auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1.200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer befinden sich 47 Geiseln in der Gewalt der Hamas, von denen nach Angaben der israelischen Armee mindestens 25 bereits tot sind. Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums des Palästinensergebiets, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, mehr als 66.200 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten.