Bundesliga: Dortmund gewinnt hitziges Duell gegen Mönchengladbach
Gegen Borussia Mönchengladbach muss der BVB mächtig kämpfen. Am Ende reicht ein frühes Tor für den Sieg. Borussia Dortmund hat im Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga ein intensives Borussen-Duell gegen Borussia Mönchengladbach denkbar knapp gewonnen. Am Ende hieß es vor heimischem Publikum 2:0 für den BVB. Julian Brandt erzielte in der zehnten Minute den Führungstreffer mit einem sehenswerten Volley, hatte dabei aber Glück, dass das Tor nicht zurückgepfiffen wurde. BVB-Stürmer Serhou Guirassy hatte in der Szene seinen Gegenspieler im Strafraum zu Boden gerissen. Im Anschluss entwickelte sich ein intensives und hitziges Spiel, in dem sich beide Mannschaften Chancen erarbeiteten und das ein oder andere Mal aneinandergerieten. Erst in der siebten Minute der Nachspielzeit machte Maximilian Beier alles klar. Der BVB springt durch die drei Punkte mit nun 32 Zählern vorerst auf Platz zwei, kann aber von Leipzig im Verlauf des Wochenendes wieder überholt werden. So lief das Spiel: BVB-Trainer Niko Kovač stellte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 in Freiburg am vergangenen Sonntag gleich auf fünf Positionen um – auch wegen Personalproblemen. Unter anderem Brandt und Niklas Süle rückten neu in die Startelf. Das lohnte sich schnell. In Co-Produktion sorgten die beiden für die frühe Dortmunder Führung. Süle flankte von rechts an den zweiten Pfosten, wo Brandt mit einer sehenswerten Direktabnahme mit der ersten Chance zum 1:0 traf. Aufregung erregte ein Gerangel zwischen Serhou Guirassy und Gladbachs Philipp Sander unmittelbar vor dem Tor. Nicht nur die Gladbacher monierten eine unfaire Aktion des BVB-Stürmers. "Das ist klar Foul", sagte Ex-Nationalspieler Shkodran Mustafi bei Sky. Schiedsrichter Sven Jablonski sah das anders. Dortmund glänzte in der Folge nicht, hielt das Geschehen aber trotz teilweise erstaunlicher Passivität lange vom eigenen Tor fern. Das lag auch daran, dass die Gäste aussichtsreiche Umschaltsituationen nicht nutzten. Die Gladbacher zeigten zwar Einsatz, spielten jedoch viel zu ungenau, um das Kovač-Team in Bedrängnis zu bringen. Hätte Gladbachs Keeper Moritz Nicolas bei einer Riesenchance von Karim Adeyemi nicht glänzend reagiert, hätte es nach einer halben Stunde 2:0 gestanden. Bei der ersten Torchance der Gladbacher kurz vor der Pause war Dortmunds Torwart Gregor Kobel gegen Rocco Reitz zur Stelle. Kurz nach dem Seitenwechsel jubelten die BVB-Fans über die vermeintliche Vorentscheidung. Ein Kopfballtor Guirassys zählte wegen einer vorherigen Abseitsposition des 29-Jährigen nicht. Die Partie wurde nun hektischer. Schiedsrichter Jablonski zeigte Gelbe Karten und wurde von den Spielern mehrfach in Diskussionen verwickelt. Adeyemi regte sich nach seiner Auswechslung mächtig auf und musste von BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl beruhigt werden. Auf dem Platz mühten sich die Gladbacher, trafen aber weiterhin in der gegnerischen Hälfte zu häufig die falschen Entscheidungen. Der BVB verpasste es, mit einem weiteren Treffer die Nerven der eigenen Fans zu beruhigen. Der kurz zuvor eingewechselte Wael Mohya verpasste den Ausgleich quasi aus dem Nichts knapp. Der 16-Jährige scheiterte an Kobel. So konnte Dortmund das Spiel in der Nachspielzeit entschieden.