Er zählt zu den bekanntesten und gleichzeitig kontroversesten Persönlichkeiten Deutschlands: Markus Söder. Auch unter t-online-Lesern scheiden sich die Geister an dem Politiker. Im Dezember wählte die CSU Markus Söder zum fünften Mal zum Parteichef. Rund 84 Prozent entschieden sich auf dem Parteitag für ihn – ein gutes Ergebnis, wenn auch sein bisher schlechtestes. Stephan Götz-Richter schreibt in einem Gastbeitrag bei t-online über den bayerischen Ministerpräsidenten: "So betörend seine Nonchalance und sein Hang zum unkonventionellen Handeln auch geraume Zeit gewesen sein mögen, der Effekt hat sich abgenutzt. Der bayerische Dorian Gray ist in die Jahre gekommen." Dem Kommentar des Journalisten folgten zahlreiche Zuschriften, in denen reichlich Zustimmung für die deutliche Kritik an dem CSU-Chef zu lesen ist. Jedoch finden sich unter t-online-Lesern auch viele Fürsprecher. "Wir bräuchten mehr Politiker wie ihn" Thomas Walter ist Fan des 58-Jährigen: "Söder ist cool und nahe am Volk. Wir bräuchten mehr Politiker wie ihn, um die braune Flut einzudämmen." Heinrich Schmelz steht ihm deutlich kritischer gegenüber: "Herr Söder ist ein Narzisst, ein drittklassiger Politiker und nicht mehr als ein Bierzeltkönig." Regine Sucker fällt ein positiveres Urteil über Markus Söder: "Er ist immer noch hundertmal besser als der Rest der Politikerelite, mit Ausnahme von Alexander Dobrindt . Warum? Weil er etwas hat, das viele andere nicht haben: Charisma. Deshalb arbeiten sich auch so viele an ihm ab." "Nur noch wenige nehmen ihn ernst" "Herr Söder hat sich mit seinem Verhalten selbst abgenutzt, nur noch wenige nehmen ihn ernst", findet Beate Theuerkauf . "Sein Ansehen hat er mit seiner Foodblogger-Tätigkeit fast vollständig verspielt. Politisch bewirkt er nichts Nennenswertes mehr. Dass er kein Interesse an der Politik mehr hat, zeigt er deutlich. Denn wann immer ihn eine Kamera im Parlament einfängt, sofern er überhaupt da ist, ist er an seinem Smartphone spielend zu sehen. Er wird in der Politik nicht mehr gebraucht." Hans-Peter Kluge findet lobendere Worte: "Söder ist einer der letzten Politiker, die senkrecht stehen – dazu noch ein Konservativer, der dazu steht und nicht Chamäleon-artig merkelt. Söder weiß, worum es den Menschen in unserem Land wirklich geht. Er drückt deutlich aus, was sie denken und wollen." "Täte Markus nichts, fehlte dem Land auch nichts" "Söder und ich sind zwei bayerische Bürger und beide der gleichen Meinung, dass Bayern ein tolles Land ist", schreibt Daniela Peter . "Der einzige Unterschied zwischen uns ist, dass er meint, wegen ihm – und ich meine, trotz ihm. Außer von Volksauftritten und falschen Ankündigungen bekomme ich nichts von ihm mit. Mir drängt sich der Eindruck auf, der Mann verschwendet unsere Steuergelder für unsinnige Reisen. Täte Markus einfach nichts, fehlte dem Land auch nichts." Wolfgang Schneider mailt: "Ich denke, viele Landesparteizentralen wären heilfroh, hätten sie einen wie Söder. Mal abgesehen von NRW und vielleicht noch Schleswig-Holstein fehlt es doch nahezu überall an der Persönlichkeit, die eine große Mehrheit anspricht. Sie ist auch in Bayern kleiner geworden, aber nach wie vor beachtlich. Leider wird er vermutlich den gleichen Fehler machen wie fast alle: Er wird seinen Nachfolger nicht rechtzeitig aufbauen. Das lässt dann sein Ego doch nicht zu."