Brasilien: Ex-Präsident muss erneut unters Messer
Der wegen Putschversuchs verurteilte brasilianische Ex-Präsident Bolsonaro ist erneut im Krankenhaus. Es müssen Nerven blockiert werden. Brasiliens früherer Präsident Jair Bolsonaro ist am Samstag wegen anhaltenden Schluckaufs behandelt worden. Bei dem 70-Jährigen sei ein Eingriff am Zwerchfellnerv vorgenommen worden, teilte seine Frau Michelle Bolsonaro in den sozialen Medien mit. Den behandelnden Ärzten zufolge wurde zunächst der rechte Zwerchfellnerv blockiert. Ein weiterer Eingriff am linken Nerv sei in 48 Stunden geplant. Bolsonaro war bereits am Mittwoch zu einer Hernien-Operation in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Ex-Präsident verbüßt derzeit eine Haftstrafe. Er war im September vom Obersten Gerichtshof Brasiliens wegen der Planung eines Putsches zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Richter des Gerichts, Alexandre de Moraes, hatte ihm auf Antrag seiner Verteidiger genehmigt, die Haft wegen der Operation zu unterbrechen. Während seines Krankenhausaufenthalts sprach sich Bolsonaro für eine Präsidentschaftskandidatur seines Sohnes Flavio im Jahr 2026 aus. Bolsonaros Gesundheitszustand gilt seit einem Messerangriff im September 2018 während einer Wahlkampfveranstaltung als angeschlagen. Seit dem Attentat musste er sich mehreren Operationen im Bauchraum unterziehen.