Darts-Sieger Hurrel: "Ich wäre 2017 fast gestorben"
James Hurrell hat bei der Darts-WM für eine Überraschung gesorgt. Am Rande des Events verriet der Brite, dass er einst schwer erkrankt gewesen ist. Er hat bei der Darts-WM den Mitfavoriten Stephen Bunting in der dritten Runde rausgeworfen. Aber fast wäre James Hurrell gar nicht so weit in dem Sport gekommen. Denn 2017 stand sein Leben auf Messers Schneide, wie er englischen Medien berichtete. Er hatte Verdauungsprobleme, aber keinen Arzt aufsuchen wollen, erinnert er sich. "Ich bin nicht zum Arzt gegangen. Das ist eine Männersache. Früher bin ich zu Turnieren gefahren und kam mit Schmerzen in den Rippen zurück", berichtete er der britischen "Sun". Eines Tages musste er sich nachts übergeben und fand Blut im Erbrochenen. Schließlich ließ er sich untersuchen. Darts-WM: "Pikachu" scheidet aus Darts-WM im Ally Pally: Alle aktuellen Meldungen Hurrell hatte einen drohenden Darmverschluss und musste operiert werden. "Ich wäre fast gestorben", sagte er. Er verpasste damals die Lakeside-WM. Er sagte, er sei über zwei Jahre lang nicht in der Lage gewesen, Darts zu spielen, und habe stark an Gewicht verloren. Im Krankenhaus habe er sich gemeinsam mit seinem Vater Ziele für die Zeit nach der Operation gesetzt. Appell an Männer im Publikum Inzwischen ist Hurrell wieder in der Weltspitze angekommen. "Hillbilly", wie er genannt wird, wurde sogar Kapitän des britischen Dartsorganisation. Bei der WM besiegte er überraschend am Samstag den Weltranglistenvierten Stephen Bunting. Er betonte, wie wichtig ärztliche Vorsorge sei – gerade für Männer, die häufig aus Scham oder Nachlässigkeit nicht zum Arzt gehen. Der Veranstalter greift dieses Thema ebenfalls auf und ruft Zuschauer dazu auf, ihr Risiko für Prostatakrebs überprüfen zu lassen. Hurrell sagte: "Mein Appell an alle mit gesundheitlichen Problemen: Habt keine Angst, zum Arzt zu gehen."