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Декабрь
2025

MSCI World: Warum er ein gutes Investment bleibt

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Über Jahre galt der MSCI World als solides Basisinvestment, vor allem für Börsenneulinge. Bis dieses Jahr. Da kam er in Verruf. Zu Unrecht. Selten habe ich in meiner beruflichen Laufbahn Zuschauer, Leser, Hörer so aufgewühlt und verunsichert erlebt wie in diesem Frühjahr. Es hagelte regelrecht Anfragen: Soll ich meine börsengehandelten Indexfonds (ETFs) , die den Weltaktienindex MSCI World nachempfinden, verkaufen? Ist der schlecht fürs Depot? – Aufklärung tat Not. Was war passiert? Im Februar und April brachen die Aktienmärkte ein. Die Zollankündigungen der USA auf internationale Warenimporte lösten eine Welle aus, die es lange nicht gegeben hat. Mit den Zöllen stieg die Angst vor einem Handelskrieg und vor einer weltweiten Konjunktur-Schwäche . Als dann die Sorge über die Verschuldung der USA als der größten Volkswirtschaft größer wurde, war es das mit US-Aktien. Die Kurse fielen zum Teil kräftig. Das Vertrauen in die US-Aktienmärkte war angezählt. Große Investoren wandten sich anderen Märkten zu – etwa Europa. Lesen Sie auch: Was sind ETFs und wie legen Sie sie an? MSCI World: Auf einmal ganz schlecht? Und einige Berater, Influencer, die sich Finanzthemen vorgenommen haben, und einige sonstige Experten rieten: raus aus US-Aktien. Und sogar: Der MSCI World sei ja noch nie eine gute Idee gewesen. Komisch. Jahrelang hatte man das von ihnen nicht gehört. Ich habe mich geärgert wie selten. Denn besser kann man Börsenanfängerinnen und Einsteiger nicht verunsichern und vergraulen. Wer diesen Ratschlägen gefolgt ist und verkauft hat, hat nicht nur Selbstvertrauen verloren, sondern auch noch Rendite liegen lassen. Nun ist der MSCI World wirklich nicht der Heilige Gral. Denn die Kritiker haben recht: Er ist zu US-lastig, zu technologielastig. Das liegt an den Regeln für den MSCI World. Seine Aktien werden nach Börsenwert gewichtet. Je besser sie sich entwickeln, desto mehr Gewicht haben sie. Der Index ist quasi Opfer seines Erfolges. Denn gekauft wird von Index-Betreibern , was gut läuft. Und da US-Aktien historisch sehr gut gelaufen sind, enthält der MSCI World inzwischen zu 75 Prozent ebendiese. Sie allein haben in den Jahren nach der Finanzkrise bis zur Corona-Pandemie überproportional zugelegt und den Index weit getragen. Wer hier investiert hat, hat solide Renditen eingefahren. Warum überhaupt Aktien? Diese Chancen sollten Sie kennen (Ratgeberserie, Teil 1) Frag t-online: Welche Geldanlage schützt am besten vor Inflation? Und doch kann er sich sehen lassen 18,7 Prozent Plus waren es laut dem Index-Anbieter MSCI im vergangenen Jahr, 23,8 Prozent im Jahr 2023. 2022 war der Index eingebrochen – um 18,1 Prozent. Das war auch der Pandemie und dem Stopp des Welthandels geschuldet. 2021 verzeichnete der Index noch ein Plus von 21,8; 2020 waren es 15,9 Prozent. Wer in den vergangenen fünf Jahren von 2021 bis 2025 durchgehend investiert hatte, hat allein in dieser Zeit mit dem MSCI World gut 60 Prozent Plus gemacht. Wer in den fünf Jahren von 2016 bis 2020 dabei war, hat gut 30 Prozent gewonnen. Auf die zehn Jahre seit 2016 bis jetzt kurz vor Jahresende ergaben sich 12,5 Prozent Rendite pro Jahr im Schnitt. Es gab auch Verluste, natürlich ... Doch machen wir uns nichts vor: Wer etwa 2018 oder 2022 eingestiegen ist, musste tapfer sein, bis er oder sie wieder im Plus war. Da hieß es: durchhalten. Die Börse ist eben keine Einbahnstraße. Börse braucht Zeit. Wer schon länger dabei ist, hat diese Erfahrung schon mehr als einmal gemacht. Von der Performance abziehen muss man außerdem – und das gilt für jedes Investment, wenn man sich ehrlich macht – die Inflation . Die lag in Deutschland in den zehn Jahren seit 2016 im Schnitt bei 2,6 Prozent. Und die Kosten müssen berücksichtigt werden. Das gilt für alle Börseninvestments. Dennoch: Im Schnitt machte der Index seit seiner Auflage 1969, also auf die lange Frist, gut 8 Prozent Plus pro Jahr. Lesen Sie auch: Der Börsenerfolg 2026 hängt an vielen Wenns (Kolumne) Tagesgeld, Depot und Co.: Warum Sie jetzt Ihre Finanzen überprüfen sollten (Kolumne) MSCI World plus X Dass der MSCI World allerdings kein Weltindex ist, hat man spätestens realisiert, wenn man sich – bevor man investiert – mit ihm beschäftigt. 23 Länder bilden mitnichten die Welt ab. Und dass Diversifikation an der Börse das A und O ist, ist auch klar. Also ist es womöglich schlau, das unbestreitbare Klumpenrisiko von US-Aktien, insbesondere von US-Tech-Werten im MSCI World, zu senken. Und das geht, indem man weiter diversifiziert. Da gibt es so viele Möglichkeiten. Vier bis fünf ETFs im Depot reichen. Das können dann alternativ Schwellenländer-ETFs sein. Das können europäische Indizes sein, ETFs mittlerer (Mid Caps) oder kleinerer Unternehmen (Small Caps) sein. Um nur einige zu nennen. Das sollte möglichst nicht noch ein Investment in den S&P 500 Index sein, denn das ist ein US-Index und er wird seit Jahren vor allem von Tech-Werten getrieben. Das würde das Klumpenrisiko vergrößern. All das weiß man, wenn man ein wenig von Finanzen versteht. Nun gibt es zu Recht Einwände, es gäbe langfristig bessere Investments als den MSCI World. Absolut. In den vergangenen zehn Jahren sind reine Tech-ETFs im Schnitt viel besser gelaufen. Allein ein einfacher ETF auf den US-Technologieindex Nasdaq war dem MSCI World voraus. Oder Goldminen-ETFs, bestehend aus 10 oder 20 Aktien. Doch wo ist da die breite Streuung? Es gibt auch "Besser-Performer" Klar kann man mit der entsprechenden Strategie und den Fähigkeiten, Aktien zu analysieren, in Techaktien, Goldminen-Unternehmen oder andere Branchen investieren. Und womöglich deutlich mehr Rendite einfahren als mit dem MSCI World – sofern man eine höhere Schwankung nicht scheut und die unternehmerischen Risiken überblickt. Nach meiner Erfahrung, die mehr als 20 Jahre währt, sind gerade Börsenneulinge damit schnell kolossal überfordert. Da ist ein solider erster Schritt für langfristiges Investieren ohne viel Spezialwissen wichtig, um die Hürde Börse zu nehmen und eine Basis zu schaffen: Langfristig spricht wenig gegen den MSCI World. Aber: Er gehört nicht allein ins Depot, sondern braucht sozusagen Unterstützung, um das Risiko weiter zu streuen. Jeder kann Geldanlage Dies ist mein unbedingtes Plädoyer für mehr Finanzwissen. Wir sind alle in der Lage, die Grundideen des Investierens zu lernen. Und dann eigenständig und selbstbewusst zu investieren – ohne (teure) Berater. Wenn wir Fehler machen, lernen wir daraus. Und wir investieren weiter, langfristig und nur mit dem Risiko, das wir aushalten können. Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr kluge Finanzentscheidungen und den Mut, sie eigenständig umzusetzen.














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