Viele Krankenkassen werden 2026 teurer. Der Zusatzbeitrag steigt. t-online hat ausgerechnet, wie viel Geld Sie mit einem Wechsel sparen können. Bei 2,9 Prozent liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag, an dem sich die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im Jahr 2026 orientieren sollen. 2025 lag dieser Extrabeitrag, den sich Versicherte und Arbeitgeber teilen, noch bei 2,5 Prozent. Wie hoch der Zusatzbeitrag am Ende tatsächlich ausfällt, entscheidet allerdings jede Kasse für sich. Und viele gesetzliche Krankenversicherungen verlangen auch 2026 noch einmal mehr. Als Gründe für die Erhöhung nennen sie wie schon im vergangenen Jahr unter anderem steigende Ausgaben und ausgebliebene strukturelle Reformen. Auch das Sparpaket, das es vor Kurzem noch durch den Bundesrat geschafft hat, kritisieren die Krankenkassen scharf. Ob und um wie viel auch Ihre Kasse 2026 den Zusatzbeitrag erhöht, können Sie in diesem Artikel nachlesen . Ist das der Fall, müssen Sie dies nicht einfach hinnehmen, sondern können zu einer günstigeren Krankenkasse wechseln . Das geht, indem Sie bis Ende Januar die Mitgliedschaft bei einer neuen Kasse beantragen. Diese kümmert sich um die Kündigung bei der alten Kasse und nimmt Sie ab April 2026 auf. Krankenkassen: Wechsel spart Hunderte Euro Doch wie hoch ist eigentlich das Sparpotenzial bei einem Wechsel von einer sehr teuren zu einer günstigeren Kasse? Etwa von der BKK24, die mit 4,39 Prozent voraussichtlich den höchsten Zusatzbeitrag im Jahr 2026 haben wird (Stand 22. Dezember 2025), zu einer Kasse, die 2025 "nur" den Orientierungswert des Gesundheitsministeriums von 2,9 Prozent verlangt? Oder zur mitgliederstärksten Kasse, der Techniker, die den Zusatzbeitrag auf 2,69 Prozent festgesetzt hat? Oder zur günstigsten bundesweit geöffneten Kasse, der BKK firmus, mit einem Zusatzbeitrag von 2,18 Prozent? Tabelle zeigt Ersparnis pro Jahr Wie viel Sie sparen können, hängt von Ihrem Einkommen ab: Denn der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse bemisst sich prozentual am Gehalt. Den Höchstbeitrag zur GKV zahlen Sie 2026, wenn Sie 69.750 Euro oder mehr im Jahr verdienen. Je höher Ihr Beitrag, desto mehr lässt sich in absoluten Beträgen sparen. Die Tabelle zeigt Ihnen für unterschiedliche Einkommen, wie hoch der GKV-Beitrag 2026 bei verschiedenen gesetzlichen Kassen ausfällt und wie viel Sie pro Jahr sparen könnten, wenn Sie von der teuersten Kasse in eine günstigere wechseln. Die Ersparnis pro Jahr bezieht sich auf den Anteil, den Sie als Arbeitnehmer beziehungsweise Rentner zahlen, und ist auf volle Euro-Beträge gerundet. Einkommen Krankenkasse Zusatzbeitrag Beitrag/Jahr Ersparnis/Jahr 69.750 € BKK24 4,39 % 6.623 € TK 2,69 % 6.030 € 593 € hkk 2,59 % 5.995 € 628 € BKK firmus 2,18 % 5.852 € 771 € 53.000 € BKK24 4,39 % 5.032 € TK 2,69 % 4.582 € 450 € hkk 2,59 % 3.555 € 477 € BKK firmus 2,18 % 4.447 € 586 € 30.000 € BKK24 4,39 % 2.849 € TK 2,69 % 2.594 € 255 € hkk 2,59 % 2.579 € 270 € BKK firmus 2,18 % 2.517 € 332 € Bis zu 771 Euro Ersparnis drin Verdienen Sie an der Beitragsbemessungsgrenze von 69.750 Euro oder mehr , würde Ihnen ein Wechsel von der teuersten zur günstigsten Kasse mehr als 771 Euro pro Jahr Ersparnis bringen. Wer zur mitgliederstärksten Kasse TK wechselt, spart noch 593 Euro. Wer bei der TK versichert ist und einen Wechsel zur günstigsten Kasse, der BKK firmus, erwägt, kann 178 Euro pro Jahr sparen (771 minus 593 Euro). Wer 53.000 Euro Jahreseinkommen hat, kann beim Wechsel von der teuersten zur günstigsten Kasse 586 Euro pro Jahr sparen. Wer Mitglied bei der TK würde, könnte 450 Euro pro Jahr sparen. Ein Wechsel von der TK zur günstigsten Kasse würde eine Ersparnis von 136 Euro im Jahr bringen (586 minus 450 Euro). Bei 30.000 Euro Jahreseinkommen beträgt die maximale Ersparnis pro Jahr 332 Euro – dann, wenn Sie von der teuersten zur günstigsten Kasse wechseln. Ein Wechsel zur TK würde 255 Euro sparen, ein Wechsel von der TK zur günstigsten Kasse 77 Euro (332 minus 255 Euro). Steuern und Abgaben: Was wird von der Rente abgezogen? Frag t-online: Bin ich als Rentner automatisch krankenversichert? Es kommt nicht nur auf den Preis an Verbraucherschützer raten jedoch dazu, die Krankenkasse nicht nur nach dem Preis zu beurteilen. Zwar sind 95 Prozent der Leistungen identisch. Doch die restlichen fünf Prozent, die sogenannten Zusatzleistungen, können sich unterscheiden: So gibt es Kassen, die bei Familienleistungen stark sind, andere dagegen bei Impfungen, Homöopathie oder bei der Zahnreinigung. Wer erwägt, die Kasse zu wechseln, sollte daher darauf schauen, ob die neue Kasse die für Sie individuell wichtigen Zusatzleistungen abdeckt.