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FDP-Dreikönigstreffen: Kubicki und Strack-Zimmermann als Comedy-Duo

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Die FDP ist in einer existenziellen Krise. Sie droht dieses Jahr aus weiteren Landtagen zu fliegen. Zwei Parteigranden sorgen jetzt immerhin für gute Stimmung. Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann haben mit einer Comedy-Einlage das traditionelle Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart aufgemischt. Die beiden bekannten Parteigesichter tauchten überraschend in einer Loge über der Bühne der Stuttgarter Oper auf und kommentierten das Geschehen wie die nörgelnden Figuren Statler und Waldorf aus der "Muppet-Show". Strack-Zimmermann und Kubicki nahmen sich dabei gegenseitig aufs Korn. "Ich bin nicht Miss Piggy, aber du bist vielleicht Kermit", rief Strack-Zimmermann ihrem Parteifreund zu. Kubicki konterte mit Blick auf den aktuellen FDP-Chef Christian Dürr: "Lieber dürr als dürftig." Strack-Zimmermann antwortete trocken: "Deine Witze waren schon immer alt und abgestanden." Ein Teil des Publikums reagierte mit Gelächter und Applaus. Erste Wahl 2026 : Sie müssen nun das Schlimmste verhindern Ex-FDP-Chef Lindner : "Das ändert alles" Van Aken entführen? Neben dem Schlagabtausch untereinander nutzte Kubicki den Auftritt auch für politische Spitzen. Er attackierte die Linkspartei scharf und behauptete, eine linksterroristische Gruppierung könne eine Großstadt lahmlegen, während deren parlamentarischer Arm im Bundestag sitze. Parteichef Jan van Aken finde es lustig, Reiche zu erschießen und Milliardäre zu enteignen, sagte Kubicki. Mit Blick auf eine Äußerung des früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew über mögliche Entführungen westlicher Politiker fügte er hinzu: "Wenn dieser Spinner von Medwedew aus Deutschland jemanden entführen will, dann bitte nicht Merz, der ist nur unfähig – dann lieber van Aken, der ist gemeingefährlich." Der frühere Kremlchef Dmitri Medwedew hatte in einem Gespräch mit der russischen Staatsagentur Tass vor kurzem gesagt, dass er sich analog zu dem gewaltsamen Vorgehen der USA in Venezuela ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen könne – auch gegen Merz. Dürr mit radikaler Forderung Die Szene setzte einen lockeren Akzent zu Beginn eines Parteitags, der für die FDP von existenzieller Bedeutung ist. Die Liberalen sind bei der Bundestagswahl im Februar 2025 mit 4,3 Prozent an der Fünfprozenthürde gescheitert und sitzen seither nicht mehr im Bundestag. In Umfragen kommt die Partei bundesweit weiterhin nur auf drei bis vier Prozent. Parteichef Christian Dürr versuchte in seiner Rede, den Mitgliedern Mut zu machen und die FDP als Kraft des Aufbruchs zu präsentieren. Die Freien Demokraten seien nicht Teil eines "Status-quo-Lagers", sagte Dürr. Deutschland brauche mehr Risikobereitschaft, weniger Bürokratie und einen konsequent marktwirtschaftlichen Kurs. Dürr stellte mehrere Forderungen vor, mit denen die Partei wieder Profil gewinnen soll. Eine kündigte er als "radikal" an: So schlug er vor, zum Ende einer Legislaturperiode alle seit dem Jahr 2000 beschlossenen Gesetze auslaufen zu lassen. Eine neue Bundesregierung solle anschließend nur jene Regelungen wieder in Kraft setzen, die sich bewährt hätten. "Wer nichts riskiert, der riskiert am Ende unter Umständen alles", sagte Dürr. Zudem forderte der FDP-Chef eine Verdopplung der Ausgaben für Grundschulen. Deutschland gebe dafür bislang nur 0,75 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Das müsse auf 1,5 Prozent steigen, um Kindern bessere Startchancen zu ermöglichen. In der Migrationspolitik sprach sich Dürr dafür aus, Menschen mit einem Arbeitsvertrag in Deutschland die sofortige Einreise zu erlauben – allerdings ohne Anspruch auf Sozialleistungen. Das Dreikönigstreffen markiert für die FDP den Auftakt eines schwierigen Wahljahres. Bereits im März stehen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an, im September folgen weitere Wahlen in Berlin , Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Vor allem Baden-Württemberg gilt parteiintern als entscheidend.














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