Добавить новость
smi24.net
World News
Январь
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31

Iran-Sanktionen: Trump droht Handelspartnern mit drastischen Zöllen

0
Donald Trump erhöht den Druck auf den Iran. Mit Zöllen will er nun die Handelspartner des Mullahregimes bestrafen – darunter auch Deutschland. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, ab sofort Zölle von 25 Prozent auf Importe aus allen Ländern zu erheben, die Handel mit dem Iran treiben. Die Maßnahme erklärte er in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social als "endgültig". Hintergrund sind die landesweiten Proteste im Iran, die von den Sicherheitskräften gewaltsam niedergeschlagen werden. Trump hatte der iranischen Führung mit Konsequenzen gedroht und erklärt, er wolle das Vorgehen gegen Demonstranten nicht hinnehmen. Doch mit seinem knappen Online-Beitrag hat Trump mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. t-online gibt einen Überblick. Iran : Warum die Revolutionsgarde nicht auf der EU-Terrorliste steht Rätselhafte Aussage : Weiß Merz mehr? Newsblog : Alle Nachrichten zu den Protesten im Iran Kommen die Zölle wirklich? Ob die angekündigten Zölle tatsächlich und dauerhaft in Kraft treten, ist offen. Das Weiße Haus veröffentlichte zunächst keinen formellen Erlass dazu. In der Vergangenheit hatte Trump wiederholt Zölle angekündigt, die später abgeschwächt, verschoben oder ganz zurückgenommen wurden. Entsprechend groß ist die Unsicherheit, ob die Maßnahme politisch umgesetzt wird. Unklar ist zudem, ob die angekündigten 25 Prozent zusätzlich zu bereits bestehenden US-Zöllen erhoben würden oder diese ersetzen sollen. Welche Rolle spielt das Oberste Gericht der USA? Während Donald Trump neue Zölle ankündigt, stehen die bereits eingeführten Handelsbarrieren derzeit auf dem Prüfstand. Das Oberste Gericht der USA prüft, ob Trump weitreichende Importzölle auf Grundlage eines Notstandsgesetzes überhaupt verhängen durfte. In einer Anhörung im vergangenen Jahr zeigten sich mehrere Richter des Supreme Court skeptisch. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet. Trump reagierte auf den Prozess mit scharfen Worten. Sollte das Gericht seine Zölle kippen, "sind wir am Arsch", schrieb der Präsident auf Truth Social. Die US-Regierung müsste dann wohl eingenommene Zölle in Milliardenhöhe an Unternehmen und Verbraucher zurückzahlen. Was bedeutet die Drohung für den Iran? Für Teheran erhöhen die Zolldrohungen den wirtschaftlichen Druck weiter. Der Iran steht bereits unter harten US- und EU-Sanktionen, der direkte Handel mit den USA ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Land steckt auch deshalb seit Jahren in einer Wirtschaftskrise . Ein Absturz der iranischen Währung Rial löste die aktuellen Proteste aus. Trumps Ansatz zielt nun auf sogenannte Sekundärzölle: Drittstaaten sollen davon abgeschreckt werden, überhaupt noch Geschäfte mit der Islamischen Republik zu machen. Ob das die iranische Führung jedoch zu einem Kurswechsel bewegt, ist fraglich. Welche Handelspartner wären betroffen? Der Iran unterhält trotz Sanktionen weiter Handelsbeziehungen zu zahlreichen Ländern. Größter Handelspartner ist China : 2022 exportierte der Iran Waren im Wert von rund 22 Milliarden Dollar in die Volksrepublik, umgekehrt lieferte China Güter im Wert von etwa 15 Milliarden Dollar in die Islamische Republik. Nach Daten von Analysten gingen zuletzt mehr als 80 Prozent des verschifften iranischen Öls nach China. Dementsprechend scharf kritisierte die Volksrepublik Trumps Ankündigung. Das Außenministerium in Peking erklärte, es gebe "keine Gewinner in einem Zollkrieg". Washington und Peking hatten den Handelskonflikt im vergangenen Jahr mit einem Deal beigelegt, der Zölle von 20 Prozent festgelegt hat. Weitere wichtige Partner des Mullahregimes sind die Türkei mit iranischen Exporten von rund 5,8 Milliarden Dollar sowie die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak . Auch europäische Staaten sind betroffen, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Deutschland gilt weiterhin als wichtigster Handelspartner des Iran innerhalb der EU, obwohl das Handelsvolumen in den vergangenen Jahren stark geschrumpft ist. Wie wäre Deutschland betroffen? Für die deutsche Wirtschaft wären die direkten Auswirkungen begrenzt, aber nicht folgenlos. Die Exporte in den Iran sind bereits deutlich zurückgegangen. Von Januar bis November 2025 sanken sie um rund 25 Prozent auf knapp 871 Millionen Euro, weniger als 0,1 Prozent der gesamten deutschen Ausfuhren. Das war vor rund 25 Jahren noch ganz anders, wie Michael Tockuss von der Deutsch-Iranischen Handelskammer dem "Manager Magazin" in einem Interview erklärte. Damals zählte der Iran zu den wichtigsten deutschen Exportmärkten. Die Ausfuhren hätten sich Anfang der 2000er Jahre auf mehr als vier Milliarden Euro belaufen, der Anteil deutscher Maschinen in der iranischen Industrie lag bei geschätzten 70 Prozent. Heute sei man "auf einem absoluten Bodensatz angekommen", sagte der Verbandsvorstand in dem Interview von 2024. Große Konzerne und bekannte Namen der deutschen Industrie hätten sich schon vor Jahren weitgehend aus dem Iran-Geschäft zurückgezogen. Geblieben seien vor allem Mittelständler, die einen einmal erschlossenen Markt nicht wieder aufgeben wollten. Die deutsch-iranische Handelskammer hätte 2024 noch 123 Unternehmen vertreten, die unter anderem Medikamente, medizinische Ausrüstung, landwirtschaftliche Produkte und in Einzelfällen noch Maschinen oder Ersatzteile liefern würden. Namentlich wollte Tockuss jedoch keines der Unternehmen nennen, aus Sorge vor negativen Reaktionen. In dem Interview hob Tockuss ein besonderes Nischengeschäft hervor, das weiterhin Bestand hat: Zuchttiere. "Die Iraner kaufen gern Holstein-Kühe", sagte er. Die Tiere seien so wertvoll, dass sie in speziell umgebauten Flugzeugen – "fliegenden Ställen" – in den Iran gebracht würden. Solche Exporte seien jedoch durch Sanktionen erheblich erschwert. Neben der rechtlichen Zulässigkeit von Exporten seien auch das hohe Reputationsrisiko, der Druck aus den USA sowie Probleme bei Finanzierung und Zahlungsabwicklung verantwortlich für den Exodus deutscher Unternehmen aus dem Iran. Sollten Trumps neue Zölle tatsächlich umgesetzt werden, würde der Druck auf die letzten verbliebenen Geschäftstreibenden aus Deutschland wohl noch größer werden.














Музыкальные новости






















СМИ24.net — правдивые новости, непрерывно 24/7 на русском языке с ежеминутным обновлением *