Schweizer Reisepass gehört erstmals zur Weltelite: Roter Pass mit weißem Kreuz auf Rang drei
Der Schweizer Reisepass hat im Jahr 2026 einen historischen Meilenstein erreicht. Er rangiert erstmals auf dem dritten Platz der weltweit mächtigsten Pässe und gehört damit offiziell zur internationalen Spitzengruppe.
Mit dem roten Pass mit dem weißen Kreuz können Schweizer in 186 Länder visumfrei oder mit einem Visum bei Ankunft reisen. Das ist die höchste Bewertung in der Geschichte des Pass-Rankings.
Interessanterweise hat die Schweiz diese Position nicht durch zusätzliche Reisefreiheit gewonnen. Im Vorjahr war die visumfreie Einreise in noch 190 Länder möglich.
Der Aufstieg im Ranking erklärt sich vor allem dadurch, dass andere Staaten an internationalen Reisemöglichkeiten verloren haben.
Neu ist für Schweizer, dass beispielsweise für Mauretanien, Burkina Faso, Pakistan, den Irak, Myanmar und Somalia ein Visum erforderlich ist. Gleichzeitig wurden vereinzelte Erleichterungen eingeführt: Für Vietnam entfällt die Visumpflicht, und in Sierra Leone genügt nun ein Visum bei Ankunft.
Während Schweizer Bürger in nahezu 186 Staaten ungehindert reisen können, sind Länder wie Afghanistan, Syrien oder der Irak stark eingeschränkt, da ihre Pässe nur Zugang zu wenigen Dutzend Staaten ermöglichen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hingegen haben in den vergangenen 20 Jahren einen bemerkenswerten Aufstieg hingelegt und sich durch gezielte Visapolitik von Platz 62 auf Platz fünf vorgearbeitet.
Deutscher Pass bleibt stark: Rang vier trotz kleiner Verluste
Auch Deutschland gehört zu den weltweit einflussreichsten Herkunftsländern. Mit dem deutschen Pass können Inhaberinnen und Inhaber nach wie vor in rund 189 Länder visumfrei oder mit erleichtertem Zugang einreisen.
Deutschland behauptet sich damit auf Rang vier, knapp hinter der Schweiz, und bleibt eine der führenden Nationen im Hinblick auf Reisefreiheit.
Zwar hat auch der deutsche Pass in den vergangenen Jahren einige visumfreie Ziele verloren, doch im Vergleich zu anderen Ländern ist die Mobilität der Deutschen weiterhin sehr hoch.
Österreich gehört erneut zur Spitze der Reisepässe
Österreich zeigt ein ähnliches Bild. Der österreichische Pass zählt erneut zur globalen Elite und ermöglicht visumfreies Reisen in 185 Länder.
Damit liegt er knapp hinter den absoluten Top-Staaten und teilt sich die Spitzengruppe mit europäischen Ländern wie Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden und Norwegen.
Auf Platz drei liegen fünf Länder mit Zugang zu 186 Staaten: Dänemark, Luxemburg, Spanien, Schweden und die Schweiz.
Europa dominiert damit erneut das obere Feld der stärksten Reisepässe: Rund 30 Staaten des Kontinents finden sich in den Top Ten.
An der Spitze des weltweiten Rankings steht Singapur, dessen Pass visumfreien Zugang zu 192 Ländern bietet und damit erneut die Nummer eins hält.
Auf Platz zwei folgen Japan und Südkorea mit jeweils 188 Reisezielen. Die USA liegen auf Rang zehn mit 179 Ländern und erreichen damit ihren niedrigsten Stand in der Geschichte des Index.
Der Passvergleich verdeutlicht, wie eng Reisefreiheit und geopolitische Macht miteinander verbunden sind. Dr. Christian H. Kaelin, Vorsitzender von Henley & Partners, betont:
"In den letzten 20 Jahren hat die globale Mobilität erheblich zugenommen, aber die Vorteile sind ungleich verteilt"
Für die Schweiz markiert der dritte Rang einen symbolischen Höhepunkt. Der rote Pass bleibt ein Schlüssel zu globaler Mobilität, während Deutschland und Österreich ebenfalls unter den weltweit führenden Reisepässen bleiben.
Trotz leichter Verluste bei einzelnen Destinationen zeigen die Top-Platzierungen, dass europäische Pässe nach wie vor zur Spitze der internationalen Reisefreiheit gehören.
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