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HEM 2026 in Korbach: Toller Sport und neue Titelträger in den Einzeln

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Die 79. Hessischen Tischtennis-Meisterschaften wurden am Wochenende in der 23.000-Einwohner-Stadt Korbach, die sich seit 2013 sogar offiziell als Hansestadt bezeichnen darf, und somit im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg, ausgetragen. Das hochrangige Event in der Korbacher Sporthalle 'Auf dem Hauer' muss man als schönes Turnier mit hochklassigem Sport bezeichnen, gut organisiert vom TTV 1994 Korbach mit seinem 30-köpfigen Helferteam sowie der bewährten HTTV-Mannschaft um die Vizepräsidentin Leistungssport Ingrid Hoos und Silke Rölke, beide überaus erfahren im Turnier-Management.

Ein vorzügliches Topturnier in einer großzügigen Halle, in der sich die Spieler, Trainer, Betreuer und Schiedsrichter nicht gegenseitig auf den Füßen standen. Somit waren die Atmosphäre locker und die Abläufe entspannt – die Beteiligten konnten sich ganz auf das Sportliche konzentrieren, zumindest wenn sie sich an die etwas schwierigen Lichtverhältnisse gewöhnt hatten. Insgesamt 24 Damen und 32 Herren duellierten sich auf teilweise sehr hohem Niveau, auch wenn – wie eigentlich jedes Jahr bei den „Hessischen“ – einige „Stars“ fehlten.

Südhessische Damen „on top“

Das Damenturnier wurde diesmal - im Gegensatz zum Vorjahresturnier in Bruchköbel - nicht zu einem Langstadt-Festival. Eine Dominanz der Vereine aus Südhessen war aber unübersehbar. Die dreifache Siegerin von Bruchköbel, Janina Hilgenberg, konnte zwei ihrer Titel verteidigen – im Mixed erneut an der Seite von Noah Weber (SV Niestetal) und im Doppel erstmals zusammen mit ihrer Langstädter Zweitliga-Kollegin Sienna Stelting, die aber für ihren Heimatverein TTC Salmünster die Einzelspielberechtigung besitzt.

Doch im Damen-Einzel gab es eine Wachablösung: Die an drei gesetzte Amelie Rocheteau (TGS Hausen), die in der Punktrunde in der Herren-Oberliga (Erwachsenen-Oberliga) aufschlägt, konnte sich erstmals den Titel sichern. Im Finale setzte sich die 27-Jährige etwas überraschend mit 4:1 gegen Zweitliga-Ass Anastasia Bondareva vom TTC Langen durch. In einem atemberaubenden, dramatischen Halbfinale, in dem Rocheteau eine Behandlungspause aufgrund heftiger Kreislaufprobleme einlegen musste, hatte sie sich gegen eine starke Hannah Krießbach (TTC RW Biebrich) behaupten können, die ihrerseits im Viertelfinale sensationell Janina Hilgenberg mit 4:0 ausgeschaltet hatte.

Amelie Rocheteau war natürlich überaus glücklich nach dem Titelgewinn: „Ich war locker im Finale, auch weil ich mich als klare Außenseiterin gefühlt habe, zumal ich ja vorher Probleme mit dem Kreislauf hatte. Mein Spiel lief dann aber richtig gut, ich konnte gerade nach meinen Aufschlägen oft mit der Vorhand punkten.“ Was der Titel für sie persönlich bedeutet, vermochte sie eine Minute nach ihrem verwandelten Matchball aber noch nicht abschließend einzuschätzen: „Ich glaube, ich muss mich erstmal irgendwo hinsetzen, [augenzwinkernd] ein Bierchen trinken und dann mal in Ruhe drüber nachdenken. Im Moment fühle mich zwar unwahrscheinlich glücklich, aber auch leer und ziemlich K.o.“.

Ihre Finalgegnerin Anastasia Bondareva gab zu Protokoll: „Schade, der hessische Titel fehlt mir noch und ich hatte gehofft, ihn diesmal zu gewinnen. Ich habe aber heute nicht gut gespielt, besonders meine Vorhand kam nicht wie gewohnt, sodass Amelie, die wesentlich weniger Fehler gemacht hat, absolut verdient das Finale gewonnen hat.“

Janina Hilgenberg schließlich freute sich in erster Linie über die beiden geglückten Titelverteidigungen: „Man kann nicht immer drei Titel gewinnen, dass ich es im Doppel und Mixed erneut geschafft habe, freut mich sehr. Mein frühes Ausscheiden im Einzel war natürlich schon etwas ärgerlich, wobei ich da gespürt habe, dass ich zuletzt sehr wenig trainiert hatte. Hannah Krießbach hat aber auch sehr gut gespielt.“

Timo Freund lässt seine Gegner alt aussehen

Mit Jens Schabacker und Titelverteidiger Makoto Nogami, der 2025 in Bruchköbel zudem auch noch im Herren-Doppel Gold geholt hatte, hatten zwei Favoriten recht kurzfristig abgesagt. Schade, aber auch die Gelegenheit für andere Aktive, die es schon lange verdient hatten, sich in den Vordergrund zu spielen.

Allen voran Timo Freund vom VfR Fehlheim. Der Linkshänder mit den gewaltigen Angriffsschlägen, kaum ein Spieler hat solche fulminanten Schüsse im Repertoire, spielte ein tolles Turnier und krönte seine Leistungen vollkommen verdient mit dem Platz ganz oben auf dem Treppchen. Zum ersten Mal in seiner Karriere, bis dahin hatte der Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften/TT-Finals 2025 in Erfurt zwar fast immer gute Turniere um die hessische „Krone“ gespielt, doch war regelmäßig im Halb- oder Viertelfinale ausgeschieden. So belegte er zuletzt auch in Bruchköbel „nur“ den dritten Platz. Eigentlich tolle, konstante Ergebnisse, jedoch hatte man immer gespürt, dass da noch mehr drin sein müsste.

In Korbach dominierte der nach den Ausfällen von Schabacker und Nogami topgesetzte Freund die Konkurrenz und fand gerade in den engen Matches die richtige Mischung aus gefühlvollem Spiel und knallhartem Angriff. Seine Duelle mit dem jungen Niestetaler Yaris Drobe (4:1), dem Langenselbolder Defensiv-Ass Andreas Gehm (4:1) und vor allem im Halbfinale mit Gehms Teamkollegen Adam Janicki (4:3) waren umkämpft, doch wenn es richtig eng wurde, hatte Freund immer die besseren Lösungen im Köcher. Auch im Finale gegen den ebenfalls im gesamten Turnier sehr überzeugend aufspielenden Michael Fuchs, gegen den er im Regionalliga-Punktspiel unlängst sogar verloren hatte, behielt der Fehlheimer kühlen Kopf und siegte fraglos verdient in fünf Sätzen (11:3, 13:11, 11:5, 4:11, 11:8). Der Sieger reckte nach dem verwandelten Matchball die Arme in die Höhe und bestätigte eine Minute später dem nachbohrenden Journalisten: „O ja, das ist ein guter Tag für mich, ich bin gerade sehr, sehr glücklich! Das erste Mal einen solchen Titel zu gewinnen, was ich schon so viele Male vergeblich versucht hatte, ist ein großartiges, eigentlich ein unbeschreibliches Gefühl!“.

Im Doppel gab es dagegen „nur“ Silber für Freund. An der Seite von Christian Schneider (TV Braunfels) musste er nämlich – trotz zwischenzeitlicher 2:1-Satzführung – eine Finalniederlage in fünf spannenden Durchgängen gegen das prächtig harmonierende Duo Patrick Nicklas (TuS Hornau) / Noah Weber (SV Niestetal) quittieren. „Ich denke, wir haben eine sehr gute Leistung über das gesamte Turnier gezeigt und uns den Titel verdient“, so Nicklas unmittelbar nach dem Sieg. „Das Finale war aber richtig schwer, wir mussten taktisch ungeheuer clever, sehr platziert und oft auch kurz spielen, um zu vermeiden, dass Timo [Freund] in seinen Rhythmus kommt und seine gefährlichen Schüsse in Serie durchbringt.“

Noah Weber war zwar im Einzel-Halbfinale an Michael Fuchs gescheitert, durfte sich aber als einziger männlicher Spieler über zweimal Gold freuen, nämlich, wie weiter oben erwähnt, im Mixed gemeinsam mit Janina Hilgenberg und eben im Doppel mit Patrick Nicklas.

Wenige Plätze für Erfurt

Qualifiziert für die Deutschen Meisterschaften (TT-Finals) im Juni in Erfurt haben sich in den Einzelkonkurrenzen jeweils die beiden Finalisten. Der hessische Verband wird weitere Plätze, sogenannte Verfügungsplätze, vergeben. Doch bevor diese eventuell an die Drittplatzierten von Korbach gehen können, ist damit zu rechnen, dass zunächst einmal die hochklassigen hessischen Spielerinnen und Spieler bedacht werden, die die Meisterschaften aus offiziell anerkannten Gründen nicht bestreiten konnten.

Korbacher Orgateam freute sich über gelungenes Topevent

Das Organisationsteam des TTV Korbach um den Stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Stefan Ost – tragischer Beigeschmack: Der langjährige Vorsitzende Ingo Roß ist erst Anfang Januar im Alter von nur 56 Jahren verstorben – zeigte sich überaus zufrieden mit der Veranstaltung. Man dankte den vielen freiwilligen Helfern - von Nachwuchsspielern bis zu 80-jährigen Senioren packte jeder mit an -, die einen reibungslosen Turnierablauf ermöglicht und für ein gutes Verpflegungsangebot gesorgt haben. Der HTTV lobte die gute Organisation am Turnierende ausdrücklich. Das Problem mit den teils kritischen Lichtverhältnissen hatte der Verein nicht zu verantworten. Ost sagte nach Turnierende: "Nach der erfolgreichen Ausrichtung der Hessischen Meisterschaften 2024 in den A- bis E-Klassen haben wir uns sehr gefreut, dass wir erneut ein hochklassiges Turnier nach Korbach holen konnten, diesmal sogar die „großen“ Hessischen Meisterschaften. Wir waren mit 30 Leuten im Einsatz, eine gute Quote für einen eher kleinen Verein wie uns, hatten viel Arbeit, aber auch jede Menge Spass dabei und stehen dem HTTV in der Zukunft für ähnliche Veranstaltungen gerne wieder zur Verfügung.“ Osts Vision: "Und ein großes Ziel wäre es, vielleicht auch mal Deutsche Meisterschaften in unserer Stadt auszutragen. Nicht nur unsere geographische Lage wäre dafür sehr günstig. Solch ein Event würde wahrscheinlich einen großen Tischtennis-Boom in der ganzen Region, in der es sehr viele Vereine und tischtennisbegeisterte Menschen gibt, auslösen.“















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