Bremen: Haus von Verfassungsschutz-Leiter mit Farbkugeln attackiert
Nach dem Auffliegen eines mutmaßlichen V-Manns in der linken Szene wird das Haus des Bremer Verfassungsschutz-Chefs mit Farbkugel angegriffen. In Bremen hat ein Farbanschlag auf das Wohnhaus des Leiters des Landesamts für Verfassungsschutz, Thorge Koehler, zu einen größeren Polizeieinsatz geführt. Unbekannte Täter hatten in der Nacht zu Samstag mehrere mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Außenwand des Hauses in der Neustadt geworfen und damit Sachschaden verursacht. Auch das Auto einer Nachbarsfamilie sei beschädigt worden. Laut Ermittler wurden Scheiben eingeschlagen und Reifen zerstochen. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Verfassungsschutz im Fokus: angeblicher V-Mann enttarnt Die Polizei hat den Staatsschutz mit den Ermittlungen beauftragt und bittet Zeugen, die in der fraglichen Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0421/362-3888 zu melden. Bremens Innensenatorin Eva Högl (SPD) übte scharfe Kritik am Vorgehen der Täter: "Den Angriff auf das Wohnhaus des Leiters des Verfassungsschutzes Bremen in der Nacht zu Samstag verurteile ich aufs Schärfste. Er stellt eine absolute Grenzüberschreitung dar." Ihrer Ansicht nach mache dieser Vorfall einmal mehr deutlich, "dass gewalttätige Extremisten völlig zu Recht in Bremen intensiv beobachtet werden und im Fokus der Sicherheitsbehörden stehen." Die genauen Hintergründe der Tat sind derzeit noch unklar. Nach Polizeiangaben wird geprüft, ob der Anschlag möglicherweise im Zusammenhang mit der jüngsten Debatte über einen enttarnten V-Mann in der linken Szene steht. Der junge Mann soll fast zehn Jahre lang als verdeckter Ermittler agiert haben – bis er vor wenigen Tagen aufgeflogen war. Mehr dazu lesen Sie hier.