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Schulen: Landesschülerrat fordert Politikunterricht ab Grundschule

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Was ist Demokratie? Wie funktionieren Wahlen? Nach Ansicht von Schülerinnen und Schülern kommen solche Fragen im Unterricht zu spät dran. In einem Brief wenden sie sich deshalb an die Landesregierung.

Politik soll nach dem Willen von Schülerinnen und Schülern in Niedersachsen deutlich früher im Unterricht eine Rolle spielen – auch schon in der Grundschule. Das fordert der Landesschülerrat in einem offenen Brief an Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) und Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne), der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Nach Angaben des Landesschülerrats beginnt Politikunterricht an niedersächsischen Schulen bislang meist erst ab Klasse sieben. Zu diesem Zeitpunkt seien Kinder jedoch bereits intensiv mit politischen Inhalten konfrontiert, vor allem über soziale Medien.

"Klassenräte allein reichen nicht"

Zwar gebe es mit Klassenräten bereits Formen der Mitbestimmung an Schulen, diese reichen aus Sicht der Schülerinnen und Schüler jedoch nicht aus. "Klassenräte allein reichen nicht", heißt es in dem Schreiben. Politische Bildung brauche "einen festen Platz im Unterricht – in allen Schulformen und von Beginn an".

Konkret fordert der Landesschülerrat politischen Unterricht in der Grundschule sowie ein Pflichtfach Politik oder Politik-Wirtschaft ab Klasse fünf und in allen Bildungsgängen der berufsbildenden Schulen. Nach Angaben des Landesschülerrats erhält der Vorstoß Unterstützung von mehreren Stadt- und Kreisschülerräten sowie von Lehrer- und Elternvertretungen.

Das sagt die Kultusministerin

Kultusministerin Hamburg wies die Forderung zurück. "Wir haben schon jetzt einen erheblichen Fachkräftemangel in Niedersachsen." Insofern sei es unrealistisch, zu suggerieren, man könne den Politikunterricht einfach ausweiten, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Zudem verwies sie auf die Belastung der Schülerinnen und Schüler, die schon heute volle Stundenpläne und lange Tage hätten. "Das heißt, diese Debatte würde immer zulasten anderer Fächer gehen, die aber auch ihre Berechtigung haben."

Zwar halte sie Politikunterricht für sehr wichtig, betonte die Ministerin. Es sei jedoch verkürzt zu glauben, "dass alleine Politikunterricht Demokratiebildung ist". Politische Themen würden auch in anderen Fächern wie Erdkunde, Geschichte oder Deutsch behandelt.















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