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Netflix vs. Paramount: Der politische Hintergrund der Warner-Übernahme

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Der Streaminganbieter Netflix will das Streaming- und Studiogeschäft von Warner schlucken. Doch der Plan hat Folgen für den Netflix-Aktienkurs und womöglich die Medienlandschaft in den USA. Die Gründe. "Casablanca", "Harry Potter" – es sind solche Rechte-Schätze, die bei der US-Filmgesellschaft Warner schlummern. Dazu kommt ein großer Streamingdienst. Kein Wunder, dass Konkurrent Netflix zuletzt Interesse an einem Kauf gezeigt und 83 Milliarden US-Dollar geboten hat – eine ordentliche Summe. Doch Netflix hatte im Dezember die Rechnung ohne den dritten Mitspieler gemacht: Paramount. Seitdem läuft ein Bieterwettstreit, der die US-Medienwelt verändern kann. Ein Happy End ist nicht in Sicht. 2025 war – zumindest an der Börse – nicht das Jahr von Netflix. Schon seit dem Sommer führte der Weg nach unten, Anfang Dezember ging es dann noch steiler abwärts, als Netflix seine Pläne bekannt gab, das Streaming und die Studios von Warner Bros. übernehmen zu wollen. Insgesamt stagnierte die Aktie 2025. Die künftige Kursentwicklung hängt auch an dem Deal mit Warner, sagen Analysten. Und der ist längst nicht sicher: Es ist kein Geringerer als das Unternehmen Paramount Skydance, das ebenfalls den Wert und die Möglichkeiten von Warner Discovery erkannt hat. Und ein Gegenangebot unterbreitet hat: 108 Milliarden US-Dollar. Anders als Netflix will Paramount aber nicht nur den Studio- und Streaming-Bereich von Warner, sondern den gesamten Konzern. Dazu gehört auch die TV-Sparte mit dem bekannten und reichweitenstarken TV-Sender CNN . Paramount gibt nicht auf Bislang hat sich Warner für das Angebot von Netflix ausgesprochen, obwohl Paramount die viel höhere Summe geboten hat. Doch wer denkt, Paramount würde aufgeben, hat falsch gedacht. Paramount reichte Klage ein, um mehr Informationen zu bekommen, warum Netflix als Sieger vom Drehort gehen sollte. Denn am Geld scheitert es bei Paramount nicht, wie Warner zaghaft bemängelt hatte. Am Geld scheitert es nicht Der Chef von Paramount, David Ellison, stammt nicht aus irgendeiner wohlhabenden Familie. Sein Vater Larry Ellison ist einer der reichsten Amerikaner und Gründer und Hauptaktionär des Software-Anbieters Oracle . Er will mit 40 Milliarden US-Dollar für seinen Sohn bürgen. Doch Warner ist immer noch nicht interessiert. Inzwischen wurde das Ganze politisch. US-Präsident Donald Trump mischte sich ein. Er wurde in der Vergangenheit häufig von Warners TV-Nachrichtensender CNN kritisiert. Ginge CNN an seinen Freund und Wahlkampfspender Ellison beziehungsweise dessen Sohn, wäre das wohl nicht mehr der Fall. Deshalb hat sich Trump für den Verkauf von CNN ausgesprochen. Und so kommt Paramount aus seiner Sicht zur richtigen Zeit. Medien auf Linie? Kommt Paramount zum Zug, kann das die US-Medienlandschaft weiter verändern. Der TV-Sender Fox News gilt bereits als Trump-freundlich, ebenso CBS News von Paramount. Fehlt CNN als dritter großer Meinungsmacher. Skepsis ist also angebracht. Aber die bringen auch viele Netflix-Aktionäre mit: Nach Bekanntgabe der neuesten Quartalszahlen – die gut waren, weil mit erheblichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen – gab die Netflix-Aktie trotzdem erneut nach, wohl auch wegen der möglichen Übernahme von Warner. Ob sich diese für Netflix im erhofften Maße auszahlt, gilt unter Analysten nicht als ausgemacht. Außerdem will Netflix zur Finanzierung des Kaufs Aktienrückkäufe aussetzen. Aktionäre sauer Aktienrückkäufe sind ein beliebtes Instrument, um den Aktienkurs anzuschieben: Wenn man eigene Aktien vom Markt kauft und somit das Angebot künstlich verknappt, sind Kurssteigerungen leichter möglich. Verständlich, dass Aktionäre da die Netflix-Pläne hinterfragen. Dennoch: Netflix hat das Übernahmeangebot an Warner nachgebessert. Die geplante Summe von knapp 83 Milliarden US-Dollar soll nun komplett bar fließen – und nicht wie bisher geplant mit einem Teil eigener Aktien bezahlt werden. Paramount hat noch andere Pläne Doch auch bei Paramount tut sich etwas: Ein Konsortium unter anderem mit Paramount übernimmt das US-Geschäft der chinesischen Videoplattform TikTok, damit das chinesische Unternehmen Bytedance als bisheriger TikTok-Besitzer in den USA keinen Einfluss mehr hat und Nutzerdaten sicher sind. Nun ja. Analysten, Kunden und Medienexperten sorgen sich, dass die Ellison-Familie neben den eigenen Streamingdiensten, Studios, dem Sender CBS News und dem vielleicht künftigen Besitz des Senders CNN ihren Einfluss auch auf TikTok ausweitet. Und dass damit auch die US-Regierung auf all ihren Kanälen spielt. Besser könnte es für Donald Trump nicht laufen. Und so hat das Ringen zwischen Netflix und Paramount um Warner viele Facetten. Und vielleicht noch weitere Kapitel. Großes Kino sozusagen. Nur das Ende ist offen.














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