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Plastik-Recyclingquote steigt auf 71 Prozent

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Ob Joghurtbecher, Trinkflaschen oder Wurstaufschnitt-Schalen: Deutschlands Haushalte produzieren massenhaft Plastikmüll. Nicht so schlimm, denn der wird ja recycelt - oder? Deutschlands Plastikmüll wird besser recycelt als früher. Die zuständige Überwachungsbehörde - die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) - und das Umweltbundesamt teilten in Osnabrück und Dessau mit, dass die Recyclingquote bei Kunststoffen im Jahr 2024 bei rund 71 Prozent gelegen hat und damit rund zwei Prozentpunkte höher als 2023. Die EU-Mindestvorgabe von 63 Prozent wurde damit deutlich übertroffen. Im Vergleich zu 2018 war es sogar ein Plus von 29 Prozentpunkten, damals hatte die Recyclingquote nur 42 Prozent betragen. Ein Grund für die steigende Quote ist bessere Technik. In den Sortier- und Verwertungsanlagen kann der Müll besser getrennt und aufbereitet werden als früher. Außerdem sind einige Verpackungen inzwischen so produziert, dass sie leichter wiederverwertbar sind. Mit der Recyclingquote gemeint ist das Verhältnis zwischen der Menge an Plastik, für das Hersteller im Rahmen des dualen Systems eine Art Müllgebühr bezahlen, und der Menge, die mechanisch verwertet wird; dies wird auch werkstoffliches Recycling genannt. Der größte Teil des Rests an Plastikmüll wird in Kraftwerken verbrannt, um Wärme zu erzeugen. Bundesamt sieht positive Entwicklung Mit Blick auf die Kunststoff-Recyclingquote von rund 71 Prozent sagte ZSVR-Gunda Rachut: "Das ist eine unglaublich positive Zahl." Auch Bettina Rechenberg vom Umweltbundesamt war erfreut. "Erstmals wurden mehr als 70 Prozent der Kunststoffverpackungen dem werkstofflichen Recycling zugeführt." Es sei ein Irrglauben, dass fast alles, was im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne landet, verbrannt werde. Das Umweltbundesamt hat die Fachaufsicht über die Überwachungsbehörde ZSVR. Umweltschützer sehen die Entwicklung kritischer. Viola Wohlgemuth von der Deutschen Umwelthilfe weist darauf hin, dass Deutschland zu den Negativ-Spitzenreitern beim Müllaufkommen in Europa zähle. "Recycling ist gut, aber Abfallvermeidung und Mehrweg sind besser", sagte die Expertin für Kreislaufwirtschaft. Das Abfallvermeidungsziel der EU werde weiterhin deutlich gerissen. Außerdem sei es bedenklich, dass die Recyclingquoten für Getränkekartons und Glas deutlich verfehlt worden seien. Hier müsse dringend nachgebessert werden. Nach Angaben der Überwachungsbehörde ZSVR lag die Recyclingquote bei Glas im Jahr 2024 bei 82,9 Prozent. Die EU-Vorgabe von 90 Prozent wurde damit nicht erreicht. Bei Getränkekartons wurden nur 69,5 Prozent erreicht, auch hier hätten es mindestens 90 Prozent sein müssen.














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