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Abschied von Hagen Willems 

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Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Hagen Willems, der am 29. Dezember 2025 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Will man Hagen Willems beschreiben, so nutzt man am besten den englischen Begriff Horseman, der viel mehr aussagt als das deutsche Wort „Pferdemann“ – ein herausragender Pferdekenner, erfolgreicher Züchter und Reiter, ein Gentleman. Leidenschaft, Liebe und Enthusiasmus für die Trakehner kennzeichneten sein Wesen und Wirken.

Geboren wurde er am 23. Dezember 1942 auf dem elterlichen Hof in Kleinmühlbanz, unweit der Weichsel und der damaligen ostpreußischen Grenze. Früh erlebte er Flucht und Neubeginn, bis die Familie schließlich über Mockritz an den Niederrhein kam, auf den Pachthof Kuicksgrint bei Rheinberg. Dort begegnete er Bettina – zunächst seine Reitschülerin, bald seine Gefährtin. 1966 heirateten sie und verbanden ihr Leben ebenso selbstverständlich wie ihre Liebe zu den Pferden. Sie waren ein Team – im Leben wie in ihrer Zucht – und diese Verbundenheit trug sie mehr als fünf Jahrzehnte.

1970 zog das Paar auf den Loohof in Emmerich‑Hüthum, der ihr gemeinsames Zentrum wurde. Neben der Landwirtschaft betrieben sie dort eine kleine, aber außergewöhnlich erfolgreiche Trakehnerzucht. Der Beginn dieser Zucht lässt sich präzise datieren: 1972 kam Luna IV, eine von Familie Heitfeld gekaufte Imperator‑Enkelin aus der Amsel‑AA‑Familie, tragend von Hartung, auf den Hof.

Mit Luna IV begann eine Zucht, die den Loohof bis heute prägt. Zu ihren bekanntesten Nachkommen gehören die St.Pr. und Pr.St. Love Lady (v. Caprimond), Siegerin des Norddeutschen Stutenchampionats, sowie der Prämienhengst Louidor (v. Arogno), der 1985 gekört wurde.

Der Stutenstamm wuchs im Laufe der Jahre durch weitere bedeutende Stuten: Besonders hervorzuheben ist die Schimmelstute Brittannia von Hartung, deren hervorragende springbetonte Gene sich in Pferden wie den S‑Springpferden Better and Better, Better be Good, Bombastique, Brissago und weiteren erfolgreichen Nachkommen widerspiegeln. Ein besonderes Herzenspferd für Tina und Hagen war die Michelangelo‑Tochter Brindisi, die als Hengstmutter der gekörten Hengste Bordos und Botschafter nicht nur züchterisch, sondern auch emotional eine zentrale Rolle spielte.

Parallel dazu engagierte sich Hagen im Verband. Seit 1988 war er Vorsitzender des Zuchtbezirks Rheinland und wurde insgesamt drei Amtsperioden lang wiedergewählt. Seine Zeit als Vorsitzender war eine Phase der Stärke, des Aufbruchs und des großen Miteinanders. Unter seiner Leitung wuchs der Zuchtbezirk, und es herrschte echte Verbundenheit.

Für dieses jahrzehntelange Wirken – gemeinsam mit Tina – wurde beiden am 16. März 2001 die Freiherr‑von‑Schrötter‑Medaille verliehen, eine der wichtigsten Auszeichnungen für Verdienste um das Trakehner Pferd.

Trotz schwerer Krankheit blieb Hagen bis zuletzt er selbst: freundlich, humorvoll, zuversichtlich. Sein Lachen verstummte nie, sein Mut blieb ungebrochen. Viele Züchter, Reiter, Freunde und Wegbegleiter tragen heute Erinnerungen an einen Mann, der Haltung hatte, Wissen, Menschlichkeit und stets das Herz am rechten Fleck.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Tina, seiner Familie und allen Angehörigen.
In Dankbarkeit und stiller Verbundenheit verabschieden wir uns von einem besonderen Menschen.

In liebevoller Erinnerung
Zuchtbezirk Trakehner Rheinland















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