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Handball-EM: Titeltraum geplatzt – Deutschland scheitert an Dänemark

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Deutschland wollte seinen dritten EM-Titel holen und startete dafür gut in die Partie. Im Verlauf des Spiels kam es allerdings zu einigen Rückschlägen. Die deutschen Handballer haben das Endspiel der Europameisterschaft verloren. Gegen Gastgeber Dänemark musste das Team von Bundestrainer Alfred Gíslason eine schmerzhafte 27:34 (16:18)-Niederlage hinnehmen und holte am Ende "nur" die Silbermedaille. Für die DHB-Auswahl wäre es der dritte EM-Titel nach 2004 und 2016 gewesen. Die Skandinavier hingegen beendeten ihren Fluch und krönten sich erstmals seit 2012 zum Europameister. Vor 15.000 Zuschauern reichten eine starke Leistung von Torwart Andreas Wolff sowie jeweils fünf Tore von Deutschlands erfolgreichsten Werfern Johannes Golla, Juri Knorr und Marko Grgić nicht, um sich den Traum von der Goldmedaille zu erfüllen. Seit 2016 wartet die DHB-Riege auf einen Pflichtspiel-Sieg gegen die Starauswahl um Welthandballer Mathias Gidsel. Schon das Finale der Olympischen Spiele 2024 hatte Deutschland gegen die skandinavischen Überflieger verloren. Dänemark, das seinen ersten EM-Titel seit 14 Jahren gewann, ist jetzt amtierender Olympiasieger, Welt- und Europameister. So lief das Spiel Obwohl die deutsche Mannschaft seit zehn Jahren kein Pflichtspiel mehr gegen die übermächtigen Dänen gewonnen hatte, ging sie die Aufgabe mit großer Zuversicht an. "Wenn man in einem Finale steht, will man es auch gewinnen", sagte Bundestrainer Gíslason vor dem Anpfiff. Allerdings musste die DHB-Auswahl kurzfristig auf Justus Fischer verzichten. Der Kreisläufer, der beim 31:28-Sieg im Halbfinale gegen Kroatien eine überragende Leistung gezeigt hatte, konnte das Spiel wegen eines Infekts nur im Hotel verfolgen. Anders als bei der 26:31-Niederlage in der Hauptrunde begann Andreas Wolff, der wie Kapitän Johannes Golla ins All-Star-Team des Turniers gewählt wurde, im deutschen Tor. Auch die etatmäßigen Außen Lukas Mertens und Lukas Zerbe, die sechs Tage zuvor nicht einmal im Kader gestanden hatten, waren dabei. "Wir müssen eine überragende Abwehr hinstellen und brauchen eine starke Torhüterleistung", forderte Gíslason. Von Beginn an entwickelte sich eine hitzige und umkämpfte Partie, in der die deutsche Mannschaft nach einer Viertelstunde beim 7:10 mit drei Toren hintenlag. Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel für Tom Kiesler bereits beendet. Der Abwehrspezialist, der sich nach einer Magen-Darm-Erkrankung rechtzeitig zum Finale fit gemeldet hatte, sah nach einem Foul an Gidsel schon früh die Rote Karte. Doch das DHB-Team ließ sich davon nicht beeindrucken – und schon gar nicht entmutigen. Vor allem Knorr und Köster machten im Angriff viel Betrieb und brachten die nötige Torgefahr aus dem Rückraum. Nach 21 Minuten war das Spiel beim 12:12 wieder ausgeglichen. "Wir haben sie genau da, wo wir sie haben wollen", lobte Gíslason seine Schützlinge in einer Auszeit. Zwar schlichen sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit einige Offensiv-Fehler ein, zur Pause war trotzdem noch alles drin. Nach dem Wechsel ging die wilde Hatz weiter. Die DHB-Auswahl kam schnell zum Ausgleich, der ihr aber sofort wieder aus den Händen glitt, weil sie rund sechs Minuten ohne Tor blieb. Zum Glück wurde Wolff nun immer stärker und verhinderte mit einigen Glanzparaden zunächst einen höheren Rückstand. Weil seinen Teamkollegen in dieser Phase im Angriff kaum noch etwas gelingen wollte, war Dänemark Mitte der zweiten Halbzeit beim 26:22 dennoch erstmals auf vier Tore enteilt. Die Vorentscheidung, zumal auch Kreisläufer Jannik Kohlbacher in der Schlussphase die Rote Karte sah. Das deutsche Team steckte bis zum Ende zwar nie auf, die Wende gelang aber nicht mehr.














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