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Statistik: Preise für Wasser und Abwasser in Hessen schwanken erheblich

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Warum muss in manchen Kommunen in Hessen deutlich mehr für Wasser und Abwasser gezahlt werden als anderswo? Das Landesamt beziffert die Preisspannen und nennt Gründe für die Unterschiede.

Die Preise für einen Kubikmeter Trinkwasser fallen in Hessen regional höchst unterschiedlich aus: Sie reichten 2025 von 0,96 Euro im mittelhessischen Breitscheid bis 6,69 Euro in Grävenwiesbach im Hochtaunuskreis. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte, haben Hessinnen und Hessen im zurückliegenden Jahr durchschnittlich 2,59 Euro für einen Kubikmeter Trinkwasser gezahlt. 

Nur in 46 der insgesamt 421 hessischen Städten und Gemeinden wurde demnach ausschließlich das tatsächlich verbrauchte Wasser berechnet. In den übrigen 375 Städten und Gemeinden sei zusätzlich ein Pauschalbetrag zwischen 3,85 Euro in Dornburg und 288,51 Euro in Weilmünster (beide Kreis Limburg-Weilburg) zu zahlen.

Große Schwankungen auch beim Abwasser

Bei den Abwassergebühren waren die Preisunterschiede je Kubikmeter ähnlich wie beim Trinkwasser, wie das Landesamt ergänzte. Sie reichten 2025 von 1,30 Euro in Idstein im Taunus bis 6,99 Euro in Modautal im Odenwald. Die Abrechnungsmodelle gestalteten sich unterschiedlich - mal wird über Pauschalbeträge, mal über Niederschlags- oder Oberflächenwasserentgelte oder Schmutzwasserentgelt abgerechnet.

In Nordhessen ist es teurer

Betrachtet man Trink- und Abwasserentgelte gemeinsam, waren die durchschnittlichen Kosten je Kubikmeter in den beiden nordhessischen Kreisen Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg mit jeweils 7,09 Euro am höchsten, wie das Landesamt erklärte. In Frankfurt am Main habe mit 3,80 Euro am wenigsten bezahlt werden müssen.

Für einen langjährigen Vergleich schauten die Statistiker auf den Zeitraum 2005 bis 2025. In dieser Zeitspanne hätten sich die Entgelte je Kubikmeter Trinkwasser jährlich im Mittel um 1,5 Prozent erhöht, für Abwasser um 0,6 Prozent. Demnach stiegen in 394 Städten und Gemeinden die Kosten insgesamt, während sie in 26 Städten und Gemeinden abnahmen.

Geländeprofil und Wasservorkommen wirken sich auf Preise aus 

Bei der Festsetzung von Wasser- und Abwasserentgelten spielen die örtlichen Begebenheiten eine große Rolle. "Insbesondere die Größe und Siedlungsstruktur des Gemeindegebiets, die Menge und Qualität der Wasservorkommen, das Geländeprofil und die Bodenbeschaffenheit beeinflussen die Kosten für die Pflege und die Instandhaltung der Anlagen und Leitungssysteme", erläuterte das Landesamt.















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