DHB-Team: Bundestrainer Alfred Gíslason reagiert auf Kritik
Alfred Gíslason war bei der EM mit Deutschland erfolgreich, wurde Zweiter. Erst danach reagierte er auf die Kritik einiger Experten, nun legt er nach. Handball-Bundestrainer Alfred Gíslason hat erneut über die Kritik der Ex-Handball-Profis Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und Michael "Mimi" Kraus gesprochen. Im "ZDF-Sportstudio" war der 66-Jährige zu Gast, als er auf die verbale Auseinandersetzung mit dem Trio angesprochen wurde. "Ich musste das loswerden. Ich kenne die Jungs auch ganz gut. Aber ich finde, die Medienlandschaft hat sich so verändert in der letzten Zeit", sagte der Isländer. Im Anschluss daran kritisierte er die Medienlandschaft generell. Neben den traditionellen Zeitungen und den öffentlich-rechtlichen Sendern auf der einen Seite, gebe es auch "die anderen", wie sie Gíslason nennt. Handball-EM: Gold-Hunger noch größer: DHB-Team als Mitfavorit zur Heim-WM Nach EM-Silber: Gislason über Handball-Kritiker: "Wollen ans Bein pinkeln" Er betont, dass es auf dieser Seite nicht ausschließlich den Podcast gebe, "den ich da angeschossen habe". Viel mehr sei es die Seite der Medien, bei denen "Schlagzeilen und Kritik" zum "Business-Plan" gehören würden. "Je größere Schlagzeilen du lieferst, desto besser. Das ist nicht immer gerecht. Für mich ist es nicht so wichtig. Aber das stört schon die Mannschaft", stellte Gíslason klar. Trio hatte heftige Kritik geäußert Während der Europameisterschaft hatten Kretzschmar, Hens und Kraus regelmäßig im "Harzblut"-Podcast die Leistung der DHB-Auswahl und von Gíslason bewertet. Nach der Niederlage gegen Serbien im zweiten Vorrundenspiel fiel das Urteil von Kraus gegenüber Gíslason äußerst hart aus: "Alfred, scheiße gecoacht. Vercoacht." Bei der Abreise aus Herning nach dem verlorenen Finale hatte Gíslason gegenüber "Bild" auf die Kritik des Trios hart reagiert und ihnen die "Ahnung" abgesprochen. "Keiner von denen war jemals Trainer. Ich kenne deren taktisches Verständnis. Und keiner von denen hat damals in der Abwehr gestanden", hatte Gíslason hinzugefügt.