Getöteter Serkan C.: Bahn-Chefin Palla lädt Länder zum Sicherheitsgipfel
Nach der tödlichen Attacke auf Zugbegleiter Serkan C. berät die Bahn mit Ländern über Gegenmaßnahmen. Die Gewerkschaft dringt auf mehr Sicherheit. Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hat die Deutsche Bahn für Freitag zu einem Sicherheitsgipfel eingeladen. Wie die Deutsche Bahn der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, wurden die Bundesregierung , die Bundespolizei, Vertreter der Bahnbranche, die Länder und Aufgabenträger für den Regionalverkehr sowie die Gewerkschaften angeschrieben. Der Gipfel soll im Gebäude der Bahn am Potsdamer Platz in Berlin stattfinden. Bahnchefin Evelyn Palla hatte den Sicherheitsgipfel vergangene Woche als Reaktion auf die tödliche Gewalttat in Rheinland-Pfalz angekündigt. Ein 36 Jahre alter Bahnmitarbeiter aus Ludwigshafen war bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress von einem Mann ohne gültiges Ticket mit Schlägen attackiert worden. Er verlor das Bewusstsein und starb später in einer Klinik. Der mutmaßliche Täter, ein 26 Jahre alter griechischer Fahrgast, sitzt in Untersuchungshaft. Neue Bahnchefin: Das ist Evelyn Palla Gewalt gegen Bahnpersonal: So viele Übergriffe gibt es täglich Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, hatte nach dem Angriff von den Ländern vor allem Geld für eine Doppelbesetzung in Regionalzügen gefordert. Ziel sei es, dass Beschäftigte nicht mehr allein im Zug unterwegs sein müssten. Schweitzer und Rehlinger zeigen sich erschüttert Zugbegleiter auf der Strecke der RE1 von Mannheim über Kaiserslautern , Saarbrücken und Trier nach Koblenz tragen zum Teil bereits testweise eine Videokamera. Nach der tödlichen Attacke gegen Zugbegleiter Serkan C. hatten sich auch die Ministerpräsidenten aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz gemeldet. "Erschüttert", zeigte sich die saarländische Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD). Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) sagte bei einer Trauerfeier für Serkan C. in Ludwigshafen : "Es ist nicht diese Tat, mit der es angefangen hat. Es fängt an mit der Beleidigung." Serkan C., 36, hinterlässt als alleinerziehender Vater zwei Kinder. Schweitzer erklärte: "Ich stehe vor Ihnen als Landesvater, aber ich bin auch Vater von Kindern. Und niemand kann sich wirklich vorstellen, was uns jetzt in der Familie begegnet an Trauer, an Verständnislosigkeit, auch an Wut."