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Korruption auf dem Vormarsch – auch Deutschland unter Druck

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Deutschland liegt im internationalen Vergleich vorn – doch die Punktzahl sinkt. Seit 2016 hat sich die Bewertung der Bundesrepublik verschlechtert, warnt Transparency. Korruption nimmt laut der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International weltweit zu. Deutschland ist in einem jährlichen Korruptionsranking von Transparency auf Platz zehn nach oben geklettert. Damit sei es im Vergleich zum Vorjahr zwar um fünf Ränge aufgestiegen, dies erkläre sich in erster Linie aber aus dem Abstieg anderer Länder wie Australien , Irland oder Uruguay. Weltweit nimmt Korruption nach Einschätzung von Transparency mit dem Erstarken von Rechtsnationalen und Populisten zu, wie die Organisation in Berlin mitteilte. Die Nichtregierungsorganisation nannte die Verbesserung Deutschlands "auf den ersten Blick begrüßenswert". Es sei "jedoch kein Grund, sich zurückzulehnen". Denn der Aufstieg erkläre sich in erster Line aus dem Abstieg anderer Länder wie Australien, Irland und Uruguay. Großer Warnstreiktag: Gewerkschaft plant drastischen Schritt CDU-Kandidat in Baden-Württemberg: "Die Hütte brennt" Der Zehnjahresvergleich zeige auch, dass die Bundesrepublik in der Korruptionsbekämpfung zurückfalle: Hier ging es in der Transparency-Punktewertung von 81 Punkten 2016 auf 77 im Jahr 2025 runter. Transparency: Weltweite Korruption wächst "Für Deutschland muss sogar ein weiterer Abwärtstrend befürchtet werden", erklärte die Vorsitzende von Transparency International Deutschland, Alexandra Herzog. "Unter dem Schlagwort vom 'Bürokratieabbau' werden hier teilweise zentrale Kontrollmechanismen gegen Korruption abgebaut." Das zeigt sich vor allem beim Vergaberecht, das durch ein beschlossenes Gesetz zur Beschaffungsbeschleunigung der Bundeswehr und das geplante Vergabebeschleunigungsgesetz stark beschnitten werde. Herzog betonte: "Dabei wäre in Anbetracht der in den vergangenen Jahren beschlossenen Sondervermögen ein Mehr an Transparenz (und Rechenschaft) notwendig, um Korruption, Günstlings- und Misswirtschaft wirksam zu beschränken, Wettbewerb zu ermöglichen und Schutzmechanismen zu stärken." Der sogenannte Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) basiert auf Einschätzungen zur Korruption im öffentlichen Sektor, die von Experten aus internationalen Institutionen und Forschungsgruppen abgegeben werden. Die Skala reicht von 0 Punkten - als sehr korrupt wahrgenommen - bis zu 100 Punkten für völlige Korruptionsfreiheit. Er umfasst 182 Staaten und Gebiete. Dänemark ist zum achten mal Spitzenreiter Auf den obersten Rängen des Rankings sind Staaten aus Nord- und Mitteleuropa besonders stark vertreten. Dänemark erreicht zum achten Mal hintereinander den Spitzenplatz. Es folgen Finnland , Singapur, Neuseeland , Norwegen, Schweden, die Schweiz, Luxemburg , Niederlande - und dann auf Platz 10 Deutschland. Die letzten Plätze belegen auf diesem Index Südsudan und Somalia. Weltweit habe es vor zehn Jahren noch zwölf Länder mit einer besonders hohen Punktzahl (über 80 Punkten) gegeben, heute seien es nur noch fünf. Der globale Durchschnitt habe dieses Jahr den tiefsten Wert seit über zehn Jahren erreicht (42 Punkte). Deutliche Rückschritte seien auch in Demokratien zu verzeichnen. "In Ländern, in denen Rechtsextreme und populistische Parteien an die Macht gekommen sind, werden Schutzmechanismen gegen Korruption meist massiv abgebaut", sagte Alexandra Herzog, Vorsitzende von Transparency International Deutschland.














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