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Fall Epstein: UN-Diplomatin Baerbock rechnet mit Machtelite ab

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Annalena Baerbock wurde für ihre feministische Außenpolitik hart angegangen. Im t-online-Interview spricht sie über den Fall Epstein und die Verachtung von Frauen – nicht allein in den Tech-Eliten. Die frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) sieht im Skandal um Sexstraftäter Jeffrey Epstein auch einen Beleg für die Verachtung von Frauen in weiten Teilen der Gesellschaft. "Wir sehen Enthüllungen über ein weltweites System, von vor allem männlichen Machtakteuren, wie Frauen und Mädchen als Waren betrachtet werden", sagte Baerbock im Interview mit t-online und spielte damit auf den Fall Epstein an. "Widerwärtig, erschreckend. Einfach alles daran", ergänzte sie. Baerbock sprach mit Blick auf die jüngste Veröffentlichung weiterer Epstein-Akten von "Machteliten, die sich gegenseitig bezüglich kriminellen Kindesmissbrauchs schützen und die zugleich zentrale Akteure sind in der ganzen unregulierten digitalen Welt der Plattformen und Künstlichen Intelligenz". Das beeinflusse auch die globale Sicherheit, "weil dahinter natürlich auch unglaubliche Erpressungspotenziale stecken". Neben unabdingbarer Aufklärung und dem Opferschutz sollten sich jetzt all diejenigen, die den Einsatz für Frauenrechte bisher als Gedöns abgetan haben, mal dringend hinterfragen." Gespräch: "Widerwärtig, erschreckend" – Baerbock im t-online-Interview Fall Epstein: US-Abgeordneter legt sechs weitere Namen offen Baerbock, die gemeinsam mit Robert Habeck als Vorsitzende die Grünen geführt hatte, amtierte von 2021 bis 2025 als Bundesaußenministerin. Seit vergangenem Jahr ist sie Präsidentin der 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York . Zu Baerbocks Schwerpunkten als Ministerin gehörte die sogenannte feministische Außenpolitik, die Stärkung von Frauenrechten weltweit. Konservative Politiker hatten sie dafür scharf kritisiert. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Außenamt hatte ihr Nachfolger Johann Wadephul mit der Politik gebrochen und erklärt: "Jeder muss doch seine eigenen Akzente setzen können." "Ei, der Markus halt" Baerbock kritisierte im t-online-Interview die öffentliche Darstellung von Frauen. "Wäre Lindsey Vonn ein Mann, gäbe es auch unterschiedliche Kommentare. Aber grundsätzlich hätten alle gesagt: 'Was für ein harter Hund.' Und niemals: Er sei zu ehrgeizig oder alles reine Selbstinszenierung", so die UN-Diplomatin. US-Skistar Lindsay Vonn war während der Olympischen Spiele trotz eines lädierten Kreuzbands angetreten. Bei einem Sturz im Abfahrtsrennen hatte sie sich einen komplexen Bruch des Schienbeins zugezogen und wurde heftig kritisiert. Für Baerbock ein Beleg einer zunehmenden Verachtung von Frauen – nicht nur in der toxischen Tech-Branche rund um Elon Musk . "Es gibt Studien, dass der Grad der akzeptierten Verhaltensweisen von Frauen immer schmaler wird, je höher sie kommen; während es bei einem auf Instagram essenden Ministerpräsidenten heißt: 'Ei, der Markus halt.' Einige meinen dann, dass eine Ex-Außenministerin auf gar keinen Fall Taxi fahren und dabei auch noch High Heels tragen darf", rügte die UN-Diplomatin. Baerbock kritisierte direkt auch das Gebaren des Tech-Unternehmers Musk. "Zugleich zeigen mehr als 90 Prozent aller Deepfakes Frauen in sexualisierten Handlungen. Und wir sehen Enthüllungen über ein weltweites System, von vor allem männlichen Machtakteuren, wie Frauen und Mädchen als Waren betrachtet werden", so die einstige Außenministerin. Musk hatte auf seiner Plattform ein Tool zur Bildbearbeitung mit KI angeboten. Erst nach heftiger Kritik lenkte er ein.














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