Corinna zu Sayn-Wittgenstein: Deutsche Prinzessin in Epstein-Akten
In E-Mails aus dem Jahr 2013 fragte Jeffrey Epstein nach Corinna zu Sayn-Wittgenstein. Sie selbst habe zu dem Milliardär jedoch nie Kontakt gehabt. "Bleib fern", schrieb ihm Nicole Junkermann, als Jeffrey Epstein sie im Jahr 2013 nach Corinna zu Sayn-Wittgenstein fragte. In mehreren E-Mails erkundigte sich der inzwischen verstorbene Sexualstraftäter bei Bekannten nach der "wahren Geschichte" der deutschen Prinzessin. Der Name der 62-Jährige taucht in den sogenannten "Epstein Files", die E-Mails aus dem Umfeld von Jeffrey Epstein dokumentieren, gleich mehrmals auf. Corinna zu Sayn-Wittgenstein jedoch sagte der "Bild"-Zeitung nun, dass sie nie Kontakt zu ihm gehabt habe. "Ich habe Epstein nie getroffen, mit ihm kommuniziert oder in irgendeiner Weise Kontakt zu ihm aufgenommen. Ich kann mich nicht klarer ausdrücken. Null Kontakt. Epstein war vielleicht daran interessiert, mich zu treffen, aber es ist ihm nicht gelungen. Ich habe mich nie an jemanden aus Epsteins Umfeld gewandt, um irgendetwas zu unternehmen." Epstein und die Deutsche: Manchmal schrieben sie sich minütlich Epstein hingegen hatte gleich zwei seiner Bekannten nach der deutschen Prinzessin gefragt. Am 23. Juni 2013 schrieb er eine E-Mail an den französischen Ex-Diplomaten Olivier Colom mit der Frage: "Corinna [zu] Sayn-Wittgenstein. Was ist ihre wahre Geschichte?" Dieselbe Frage stellte er auch seiner Vertrauten Nicole Junkermann. Ihre Antwort fiel jedoch kürzer auch. "Bleib fern", antwortete sie ihm. Als Epstein trotzdem weitere Details wollte, bat Junkermann ihn sie anzurufen. Olivier Colom war in seinen Mails ausführlicher, warnte ihn ebenfalls. "Vorsicht. Sie steht derzeit in Spanien im Fokus der Medien, wo man sie als die Geliebte des Königs bezeichnet. Sie war diejenige, mit der er in Afrika auf die Jagd ging – was einen riesigen Skandal auslöste", so Colom. Zudem informierte er Epstein über Ermittlungen spanischer Richter zu wirtschaftlichen Kontakten der Deutschen nach Russland und in den Nahen Osten. Epstein reagierte beunruhigt und fragte in einer weiteren Mail nach, ob Corinna zu Sayn-Wittgenstein versuche, sie zu Geschäften in Russland zu bewegen. Er betonte dabei, die Prinzessin nie persönlich getroffen zu haben, und äußerte Misstrauen gegenüber der ganzen Angelegenheit. "Es ist ihm nicht gelungen" Auf die E-Mails angesprochen, sagt die 62-Jährige der "Bild": "Epstein war vielleicht daran interessiert, mich zu treffen, aber es ist ihm nicht gelungen. Ich habe mich nie an jemanden aus Epsteins Umfeld gewandt, um irgendetwas zu unternehmen." Die ganze Angelegenheit bezeichnete sie als Klatsch zweier Männer "über eine Frau, die sie nicht kennen und nie getroffen haben, basierend auf dem, was sie in den Medien gelesen haben". Corinna zu Sayn-Wittgenstein heiratete im Jahr 2000 Johann Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Vier Jahre nach der Hochzeit lernte sie Juan Carlos I. kennen. Sie wurde seine Geliebte und nach wenigen Monaten gestand der damalige Monarch der Deutschen seine Liebe. Ihre Beziehung soll laut spanischer Presse fünf Jahre gegangen sein. Zu dem Zeitpunkt war Juan Carlos bereits seit über 40 Jahren mit Königin Sophia verheiratet.