Mit FFP2-Masken und strengen Regeln versucht das deutsche Biathlon-Team, Krankheiten zu vermeiden. Dennoch hat es zwei Athletinnen erwischt. Eine Vermutung hat sich aber nicht bestätigt. Aus Antholz berichtet Benjamin Zurmühl Um 10 Uhr morgens traf Vanessa Voigt die Entscheidung, an den Start zu gehen. Zwei Tage stand die Teilnahme der deutschen Biathletin am Olympia-Sprint der Damen auf der Kippe. Denn unter den Magenproblemen, derentwegen Teamkollegin Janina Hettich-Walz ihren Start im Sprint abgesagt hatte , litt auch Voigt. "Ich merke es noch manchmal rumpeln im Bauch. Ich habe auch etwas Hunger", sagte die deutsche Biathletin, die am Ende Zwölfte wurde. Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling gab nach dem Sprint Entwarnung. Die Vermutung des Mannschaftsarztes sei, dass es sich um keine Magen-Darm-Erkrankung handle. "Wir gehen davon aus, dass es kein Virus war, sondern dass wir einfach etwas Falsches gegessen haben", sagte er. "Es waren zweimal die gleichen Symptome zu mehr oder weniger gleicher Zeit", so Bitterling: "Bei uns waren es Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz , bei den Tschechen waren es, glaube ich, eine Athletin und ein Betreuer." Die deutsche Delegation teilt sich in Antholz ein Haus mit den Tschechen. Auch wenn die Essensräume getrennt voneinander sind, arbeiten die Köche beider Nationen zusammen. "Von daher liegt es nahe, dass sowohl die Tschechen als auch die Deutschen etwas zu sich genommen haben, das nicht optimal auf den Magen wirkt hat", drückte es Bitterling diplomatisch aus. Jessica Jislová fehlte am Samstag im Sprint aus dem tschechischen Team. Die Vermutung liegt nahe, dass sie die Betroffene bei den deutschen Hausnachbarn ist. Franziska Preuß geht auf Nummer sicher Für die kommenden Tage aber zeigte sich Bitterling optimistisch. Da keine andere Person aus dem Team betroffen war und es Vanessa Voigt inzwischen wieder besser geht, blickte der Sportdirektor gelassen auf den Personalstand für die kommenden Tage. "Wir haben reinigen und desinfizieren lassen. Bis jetzt sind auch keine weiteren Fälle aufgetreten", so der 44-Jährige. Dennoch gilt im deutschen Team weiter das Gebot der Vorsicht. Eklat bei Olympia : "Fehler, der nicht passieren darf" Wo steht Deutschland? Der Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele 2026 Franziska Preuß zum Beispiel isolierte sich, verließ den gemeinsamen Raum mit Anna Weidel. "Ich bin jetzt auch in ein Einzelzimmer gegangen, um mich einfach nochmal zu schützen", erklärte sie. Bisher sei sie aber stabil. Und Teamkollegin Julia Tannheimer war glücklich, sich kein Bad mit Hettich-Walz und Voigt geteilt zu haben. "Deswegen bin ich da drumherum gekommen", sagte die Olympia-Debütantin.