Olympia-Slalom 2026: Atle Lie McGrath flippt nach Fehler völlig aus
Ausraster statt Medaille: Atle Lie McGrath scheidet im Slalom bei den Olympischen Winterspielen in Führung liegend aus. Dann lässt er seinen Emotionen freien Lauf. Auf dem Weg zu Olympiagold kann ein kleiner Fehler den Sieg kosten. Das musste auch Atle Lie McGrath feststellen. Nach Lauf eins lag der Norweger, der am Tag der Eröffnungsfeier seinen Großvater ("mein größtes Vorbild") verloren hatte, vorn. Im finalen Durchgang fädelte er früh ein und schied aus. Jegliche Hoffnungen auf den Olympiasieg waren dahin. McGrath machte seinem Ärger direkt Luft und warf seine Stöcke im hohen Bogen weg. Im Anschluss fuhr er ein Stück weiter, hielt sich die Hände an den Kopf. Kurz danach stoppte McGrath endgültig und schnallte seine Skier ab. Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter – und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen. "Atle Lie stocksauer. Was für Geschichten auch in diesem Rennen. Er möchte da mit niemandem reden, schmeißt die sicher geglaubte Goldmedaille weg. Titel, Tränen, Triumphe – alles liegt so nah beisammen. Der möchte jetzt mit niemandem mehr reden. Der möchte da jetzt einfach rein in den Wald und sagt: 'Lasst mich alle in Ruhe'", schilderte Eurosport-Kommentator Wolfgang Nadvornik die Szene im Live-TV. Deutscher wütend: Emotionale Geste für Kumpel verboten Eishockey bei Olympia : Hier stimmt etwas gewaltig nicht – ein Kommentar Slalom-Frust bei McGrath – Gold für den Schweizer Meillard McGrath ist aktuell einer der weltweit besten Slalomfahrer. Der Norweger fuhr in der laufenden Saison schon fünfmal auf ein Weltcup-Podest und führt damit auch die Gesamtwertung im Torlauf an. Bei den Winterspielen in Norditalien hatte er im ersten Lauf auch von seiner frühen Startnummer eins profitiert. Etliche andere Topfahrer waren bei Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen früh ausgeschieden. Nach seinem Patzer im Finale musste McGrath die Goldmedaille allerdings dem Schweizer Weltmeister Loic Meillard überlassen.