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Wie bei Solar und E-Autos: China greift jetzt auch bei Wärmepumpen an

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Genauso wie bei Solar und Elektroautos will China auch die Wärmepumpenbranche dominieren. Dazu gibt es ein Strategiepapier der chinesischen Regierung. Die heimische Branche warnt jetzt die Politik. Die chinesische Zentralregierung hat es sich zum Ziel gemacht, die weltweite Clean-Tech-Branche zu dominieren. Angefangen hat das mit der Photovoltaik (PV), was für China einer der ersten Durchbrüche war. Mittlerweile stammen 90 Prozent der in Deutschland installierten Solaranlagen aus China. Gleichzeitig schüttelten diese Anlagen das Image von "Billigprodukten" ab. China zeigte bei der PV eindrücklich, dass es nicht nur billiger, sondern auch oft noch besser produzieren konnte. Die europäische Solarindustrie fiel dieser aggressiven Industriepolitik zum Opfer und ist heute nahezu verschwunden. Ähnlich geht China jetzt auch bei Elektroautos vor, zum Leidwesen von VW, Mercedes, BMW und Co . Und jetzt ist auch die Wärmepumpenbranche dran. China setzt bei Wärmepumpen auf Masse Dass das nicht nur eine Theorie, sondern knallharte industriepolitische Strategie ist, wird offensichtlich, wenn man den "Aktionsplan zur Förderung einer hochwertigen Entwicklung in der Wärmepumpenindustrie" der chinesischen Regierung anschaut. Dieses Dokument, das der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) nun in deutscher Fassung veröffentlicht hat, schildert auf sechs Seiten, wie China sich auch bei Wärmepumpen an die Weltspitze setzen will. So will Peking bis 2030 ihre Wärmepumpenindustrie deutlich verbessern und Standards erhöhen, um damit einen internationalen Wettbewerbsvorteil zu gewinnen. Die Wärmepumpenindustrie solle etwa die "Miniaturisierung" voreintreiben, Geräte also auch in kleineren, kompakteren Formaten anbieten, die dann auch schnell und einfach eingebaut werden können. Die Anlagen sollen auch klimafreundlicher und effizienter arbeiten. Die Regierung nimmt sich vor, in Forschung und Entwicklung zu investieren, um bis 2030 mindestens 20 Prozent effizientere Geräte als heute anbieten zu können. Der Fokus liegt also ganz klar auf der Skalierung, sowohl für den inländischen als auch für den ausländischen Markt. China will grünes Wachstum dominieren In China selbst sollen Wärmepumpen nach und nach Kohlekessel und Kohleverbrennungsanlagen ersetzen – nicht nur in Wohngebäuden, sondern explizit auch in Schulen, Krankenhäusern, Hotels und Büros. Lösungen sollen auch für die Industrie entwickelt werden. Auch im Verkehr – beispielsweise zur Beheizung von Autos und Bussen – und in der Landwirtschaft sollen Wärmepumpen eingesetzt werden. Die Botschaft ist klar: Die Wärmepumpe soll zum Standard werden. Chinesische Wärmepumpenhersteller werden in dem Papier von Peking auch ermutigt, ihren CO2-Fußabdruck möglichst klein zu halten und entlang der Wertschöpfungskette auf grüne, kohlenstoffarme Prozesse zu setzen. Internationale Kooperationen sollen ausgebaut werden, China soll "seine Vorteile nutzen", um global Fuß zu fassen. Wer glaubt, dass China das aus Klimaschutzgründen tut, der irrt. China hat sich zwar auch das Ziel gesetzt, bis spätestens 2060 klimaneutral zu sein. Doch die rasante Elektrifizierung, die man in China beobachten kann , ist Teil einer geopolitischen Strategie, die auf Energiedominanz ausgerichtet ist. China importiert noch immer den Großteil seiner Energie (Öl, Kohle und Gas) aus dem Ausland. Diese Abhängigkeit von ausländischen Partnern will Peking verringern und setzt dabei voll auf die Erneuerbaren. Wind und Solar werden massiv ausgebaut, die Stromnetze werden digitalisiert und Großspeicher integriert. In China selbst fahren immer mehr Menschen statt mit dem Verbrenner mit einem E-Auto. Und jetzt sollen sie auch für die Wärmeversorgung auf Wärmepumpen setzen. Damit die Dominanz auf dem Weltmarkt auch gelingt, sollen chinesische Hersteller "quasi unbegrenzten Zugang zu finanziellen Mitteln" bekommen können. So formuliert es ein Branchenexperte im Gespräch mit t-online. Es gebe Geld von Regionalregierungen und Finanzierungsplattformen, aber auch Banken würden den Herstellern zinslose Kredite gewähren, um den Hochlauf zu stemmen. Das ist das gleiche Vorgehen, das bereits die PV-Industrie und die Autobranche kennen. Deutscher Verband warnt die Regierung All das gibt dem Wärmepumpenverband BWP genug Anlass, jetzt eine Warnung auszusprechen. "Dass chinesische Hersteller in der Lage sind, sich europäische Märkte zu erschließen, sieht man auch daran, dass mittlerweile fast jeder von ihnen auch Propan-Wärmepumpen im Angebot hat. Sie wurden innerhalb weniger Jahre eigens für den europäischen Markt entwickelt", bestätigt Björn Schreinermacher, Leiter Politik des BWP, auf Anfrage von t-online. In Europa werden seit einiger Zeit solche Wärmepumpen bevorzugt , die sogenannte natürliche Kältemittel verwenden . Grundlage ist eine EU-Richtlinie, die ab 2028 vorsieht, dass nur noch solche Anlagen in der EU eingebaut werden dürfen. Ein weitverbreitetes natürliches Kältemittel ist Propan. "Wir nehmen den Zusammenhang deshalb sehr ernst und erwarten das auch von der Bundesregierung", stellt Schreinermacher klar und stellt auch Forderungen an die Politik. Denn während es hierzulande immer noch starke Hersteller wie Viessmann, Bosch, Stiebel Eltron und Vaillant gibt, werden sie jetzt schon von asiatischen Konkurrenten unter Druck gesetzt. Es geht die Angst um, dass nach dem Verlust der Solarbranche und den Angriffen auf europäische Autobauer als Nächstes die Heizungsindustrie betroffen ist. Unsicherheit durch das "Heizungsgesetz" macht die Lage schwierig Insbesondere mit Blick auf die anstehende Reform des sogenannten "Heizungsgesetzes" wächst diese Sorge. Solange die Bundesregierung nichts Handfestes präsentiert, könne die Branche nicht planen. "Sollte es zugleich zu einer Reform oder sogar Kürzung der Heizungsförderung kommen, könnte dies einen Wettlauf um die günstigsten Angebote auslösen. Die aktuelle Förderung führt zu hohen Qualitätserwartungen und zu einer Nachfrage nach europäischen Herstellern. Das könnte sich ändern, wenn der Preisdruck noch zunimmt," stellt Schreinermacher klar. Wie sich der deutsche oder europäische Markt in den nächsten Jahren entwickeln wird, entscheidet sich also unter anderem an diesem Gesetz. Das anstehende Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) soll in der kommenden Woche präsentiert werden. Angekündigt sind zunächst nur Eckpunkte, die dann in das Gesetzgebungsverfahren gehen sollen. Um der aggressiven chinesischen Industriepolitik Herr zu werden, erwägt die EU auch die Einführung einer "Made in Europe"-Vorgabe, die als Kriterium für öffentliche Aufträge und Subventionen dienen könnte. Die Details werden noch in Brüssel debattiert, im Gespräch sind strenge Herkunftsregeln etwa für Elektroautos oder Stahlprodukte. Auch auf Bundesebene wird darüber gesprochen, ob etwa die Heizungsförderung nur für europäische Wärmepumpen gelten soll. Bis sich Europa und Deutschland aber darüber einig werden, ist eines sicher: China wird weiter an seinem Plan zur Dominanz der Clean-Tech-Welt arbeiten. Für die europäische Heizungsindustrie ist es noch nicht zu spät.














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