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Rückkehr nach sechs Jahren: Viel Applaus für Merkel - Merz bleibt reserviert

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Angela Merkel nahm zuletzt 2019 physisch an einem CDU-Parteitag teil. Bei ihrer Rückkehr wird sie von den Delegierten mit offenen Armen empfangen. Beim Kanzler hält sich die Begeisterung in Grenzen.

50 Sekunden lässt CDU-Chef Friedrich Merz dem stürmischen Applaus für Angela Merkel in der Stuttgarter Messehalle freien Lauf. Dann reicht es ihm. Er grätscht rein. Es gibt noch zwei weitere Parteivorsitzende, die er als Ehrengäste des 38. Bundesparteitags vorstellen will. Zweimal setzt er an, Annegret Kramp-Karrenbauer willkommen zu heißen. Erst dann flaut der Beifall ab.

Zuvor hatte Merz seinen prominentesten Ehrengast in der ersten Reihe als eine von "vielen treuen Wegbegleitern" aus der Union vorgestellt. "An erster Stelle begrüße ich die ehemalige Vorsitzende der CDU Deutschlands, unsere langjährige Bundeskanzlerin, Angela Merkel. Liebe Angela, herzlich willkommen." Das "herzlich willkommen" geht schon im Applaus unter.

Minimum an Begrüßungsworten

Es ist das Minimum an Begrüßungsworten, das Merz der Frau widmet, die ihn 2002 in einem parteiinternen Machtkampf aus dem Fraktionsvorsitz gedrängt und ihn schließlich zu einer jahrelangen Politik-Auszeit gebracht hat. Das Verhältnis der beiden gilt seitdem als zerrüttet.

Merkel hat Merz als Oppositionsführer und dann als Kanzler wiederholt öffentlich kritisiert. Dass seine CDU/CSU-Fraktion noch im Wahlkampf einen Migrationsbeschluss im Bundestag mit den Stimmen der AfD durchgesetzt hat, bezeichnete sie als falsch. Und auch die Zurückweisung von Migranten an den deutschen Grenzen sieht sie kritisch.

Bei der Kanzlerwahl verließ Merkel vorzeitig den Bundestag

Zur Wahl von Merz zum Bundeskanzler war Merkel im Mai zwar in den Bundestag gekommen. Nachdem der erste Wahlgang gescheitert war, verließ sie das Parlament aber. Die Vereidigung von Kanzler und Kabinett fand dann ohne sie statt. Ihre Teilnahme an der Feier des 70. Geburtstags des Kanzlers sagte sie im November vergangenen Jahres wegen einer Israel-Reise ab.

Erst vor wenigen Tagen kündigte Merkel überraschend an, dass sie zum Parteitag nach Stuttgart kommt. Zuletzt hatte die 71-Jährige 2019 in Leipzig physisch an einem CDU-Bundesparteitag teilgenommen. Der letzte Parteitag in ihrer Amtszeit als Kanzlerin fand im Januar 2021 wegen Corona digital statt, bevor sie im Dezember desselben Jahres von Olaf Scholz (SPD) abgelöst wurde.

"Die Ausnahme bestätigt die Regel"

Die Einladungen zu den Bundesparteitagen 2022, 2024 und 2025 hatte Merkel nicht angenommen. 2024 ließ sie ihre Absage auf Medienanfragen mit dem Satz begründen: "Dies entspricht dem von ihr wiederholt – sowohl gegen Ende ihrer Amtszeit als auch seither – öffentlich erläuterten nachamtlichen Verständnis, nach ihrem Ausscheiden aus der aktiven Politik grundsätzlich nicht an tagesaktuellen Ereignissen teilzunehmen." Auf die Frage, ob sich ihr "nachamtliches Verständnis" nun geändert habe, erklärte Merkels Büro: "Nein, die Ausnahme bestätigt die Regel."

Beim Gottesdienst mit Merz in der ersten Reihe 

Schon beim traditionellen Gottesdienst am Morgen begegnet sie Merz und sitzt mit vier Plätzen Abstand zusammen mit Merz in der ersten Reihe. Beim Rausgehen spricht Merkel den Kanzler an, die beiden wechseln ein paar Worte, die beiden lächeln. Eine halbe Stunde später begrüßt Merz die Ex-Kanzlerin noch einmal vor den Kameras. 

Sie nimmt in der ersten Reihe zwischen den anderen beiden noch lebenden Ex-Vorsitzenden der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer und Armin Laschet, Platz. Es ist üblich, dass alle ehemaligen Parteivorsitzenden als Ehrengäste eingeladen werden. 

Merz würdigt Merkel als Personifizierung der Einheit

 

In seiner großen Parteitagsrede erwähnte Merz die Ex-Kanzlerin wieder nur mit einem Satz und quasi als Anhängsel des Kanzlers der Einheit, Helmut Kohl. "Die Architekten der Wiedervereinigung, allen voran natürlich Helmut Kohl, kamen aus unserer Partei, aus der CDU. Angela Merkel. Du warst 16 Jahre lang Kanzlerin und hast diese Einheit geradezu personifiziert." Das war's. 

Trotzdem klatscht auch Merkel bei den mehr als zehnminütigen stehenden Ovationen für Merz mit.















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