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Franziska Preuß hört auf: Zum Ende hatte sie noch eine Botschaft

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Ihr letztes Rennen beendete Franziska Preuß ohne eine Medaille. Aber das war für sie in Ordnung. Spaß hatte sie trotzdem – und ein paar interessante Gedanken. Aus Antholz berichtet Benjamin Zurmühl So schöne Strafrunden hatte Franziska Preuß wohl noch nie. Viermal musste sie beim Massenstart bei den Olympischen Spielen nach dem ersten Stehendschießen eine Extrarunde laufen. Nach jeder einzelnen wurde sie von den Tausenden Zuschauer auf der Tribüne gefeiert. Das Ergebnis war ihnen egal. Ihnen war wichtig, dass Franziska Preuß an diesem Samstagnachmittag in Antholz einen würdigen Abschied hat. Und den hatte sie. Auf Rang 28 kam Preuß am Ende ins Ziel. Die erste Umarmung erhielt sie von Lisa Theresa Hauser aus Österreich. Danach kamen alle anderen hinzu. Ihre Teamkolleginnen hielten Zettel mit ihrem Namen hoch, Julia Tannheimer setzte ihr eine Krone auf. Gemeinsam mit der Italienerin Dorothea Wierer, die ebenfalls nach den Spielen ihre Karriere beendet, lief sie noch einmal eine kleine Extrarunde vor der Tribüne. Dann begann der, wie Preuß es später sagte, anstrengendere Teil des Tages: der Interview-Marathon. "Mir geht es gut, ich bin froh, dass ich das Kapitel geschafft habe", erklärte die 31-Jährige in der Mixed Zone, als sie auf ihr letztes Rennen angesprochen wurde. "Ich konnte es kaum erwarten, dass es rum ist. Ich merke es einfach schon länger, dass diese vollkommene Überzeugung, dass das mein Leben ist, nicht mehr da ist." Das Feuer, das sie in der vergangenen Saison zum Sieg im Gesamtweltcup und zu WM-Medaillen getragen hatte, war nicht mehr da. "Biathlon verdient mehr. Da musst du diese 100 Prozent, diese Passion fühlen und wenn das nicht mehr so ist, dann musst du das akzeptieren und konsequent entscheiden", erklärte sie. "Es fühlt sich so genau richtig an. Ich freue mich auf das, was jetzt kommt." Vor den Olympischen Spielen hatte sie bereits angekündigt, dass es ihre letzte Saison im Biathlon ist. Nach der Damen-Staffel am Mittwoch verkündete sie dann ihr Karriereende nach dem Massenstart. Den wollte sie noch einmal genießen – und tat es auch. Mit einem Lächeln ging sie auf die Schlussrunde, winkte noch einmal den Fans zu. Viel nachgedacht habe sie da aber nicht mehr. "Ab dem Vierer (vier Schießfehler, Anm. d. Red.) habe ich gewusst: Jetzt bringe ich es einfach nur hinter mich." "Ich habe weder etwas Kriminelles gemacht" Dabei hatte sie es in den vergangenen Tagen nicht immer leicht mit den Fans. Zumindest mit denen im Internet. "Ich habe die letzten Tage schon gemerkt, was da wieder abgelaufen ist. Dieser Psycho-Terror. Allein, wenn Leute zu mir sagen: 'Schau gar nicht in Social Media , was da alles wieder geschrieben wird.' Da denke ich mir: Krass, man ist immer noch ein Mensch. Ich habe weder etwas Kriminelles gemacht noch wen umgebracht. Es ist einfach nur Sport", sagte sie. Sechs Minuten nach Gold : Der Schlusssprint, mit dem keiner gerechnet hatte Wo steht Deutschland? Der Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele Schreckmoment bei Olympia : Bob-Rennen nach Unfall fast 20 Minuten unterbrochen Der Hass im Internet, er war in den vergangenen Tagen ein großes Thema im deutschen Biathlon-Team. Sportdirektor Felix Bitterling hatte bereits nach dem Massenstart der Herren deutliche Kritik geäußert. "Das ist total inakzeptabel, unter der Gürtellinie. Wir reden hier über Sport und man kann uns auch sportlich gerne kritisieren für das, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau", sagte er im ZDF . Franziska Preuß sah das ähnlich. "Dass man das alles so erleben muss, das ist mir keine Medaille wert. Dass ich mir die coole Zeit von außen vermiesen lasse von Leuten, die keine Ahnung haben, wie schwer das ist." Was sie damit meinte, sind auch die vielen Entbehrungen als Leistungssportlerin. Dinge, auf die sie nun, mit dem Ende ihrer Karriere, nicht mehr verzichten muss. Die permanente Angst vor Krankheiten mitten in der Saison, sie gehört nun der Vergangenheit an. "Man kann sich jetzt mit der Familie treffen, ohne Angst zu haben, sich etwas einzufangen", sagte Preuß lächelnd. "Meine ganze Familie freut sich jetzt, dass wir Weihnachten endlich wieder drinnen feiern können." Sie bereut das alles aber nicht: "Man hat diese Entbehrungen immer gerne gemacht, es war Teil des Jobs und man hat es gerne gemacht, wenn man dafür im Winter gut ist." Mit dem Ende der Olympischen Spiele stehen jetzt andere Dinge an. Welche genau das sind, das erzählte sie noch nicht. Dafür verriet sie, was ihr neben dem deutschen Biathlon-Team besonders fehlen wird: "Der Moment, wenn man über die Ziellinie fährt. Das ist immer schön, egal, ob es ein scheiß Rennen war oder ein gutes Rennen war. Da kurz noch einmal seine Ruhe zu haben, das werde ich vermissen."














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