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"37°: Young Sex – Wie liebt die Gen Z?": Der "Vibe" muss stimmen – sonst passt es nicht

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Das ZDF wird immer jünger. Mit der Serie "Wie liebt die Generation Z?" ist es jetzt bei den Jahrgängen 1995 bis 2012 gelandet. "Let's talk about sex!" ist die Devise der dreiteiligen 37°-Reihe, die wenige Tabugrenzen kennt.

Das ist ungewöhnliches Fernsehen: Die rührige "37°"-Redaktion des ZDF bittet sechs Personen zu einer Art Blind Date in die Hamburger "Barbarabar" und lässt ein Häuflein Auskunftswilliger der sogenannten "Generation Z" teils kichernd über Sex reden. Die vier Frauen und zwei Männer (zwei davon sind verheiratet) gehören einer Generation an, von der behauptet wird, sie betreibe das innig Zwischenmenschliche selektiver als ihre Vorgänger und sie warte damit länger im Leben. Doch wer da glaubt, dass die Generation der 16- bis 30-Jährigen ordentlich prüde sei, wird bald eines Besseren belehrt, vorausgesetzt, dass er Sprache und Floskeln versteht.

So gut es eben geht, breiten sie in einer halben Stunde (im ersten von drei Filmen) ihr Liebesleben aus. Yaz, die Surferin, setzt auf "situationship" – Gelegenheitssex ist da wohl gemeint. "Ganz frei" und "ganz doll" lebt sie im Moment im Wechsel zwischen den Geschlechtern. "Dann nehm' ich mir das halt, worauf ich Lust hab'", sagt sie im Wissen, dass das körperliche Abenteuer sowieso nur ein Vorübergehendes sei.

"Niemals poly"

Doch es gibt auch andere, die könnten "niemals poly" sein. Sie sind brav verheiratet und haben gerade ein Haus gebaut. Nicht zu reden vom Nerd, der beides mischt: Das Monogame und das Polyamore – und dabei das Fesseln gleich mit einbezieht. Man müsse reden können über Sex, so glaubt die einbezogene Therapeutin, nur so könne man fertig werden mit der vielfach aufgestauten Angst. Die "Jungfrau", die es ein für alle Mal versäumt hat, sich zu verlieben, weil sie ganz bei sich selbst bleiben will, ist da ein ganz anderes Problem. Wo fing das Trauma an? Das bleibt ihr Geheimnis.

Stellt sich die Frage, ob die Generation Z, soweit es ihre Liebesgewohnheiten betrifft, nicht eine Erfindung der Sexualforscher ist. Zwar lassen sich immer ein paar Prozent nachweisen, die in die eine oder andere Richtung gehen. Aber damit, ein Grüppchen in einer Bar einzufangen und es möglichst spontan zu befragen (nebst ein paar Bildern, die Freizügigkeit belegen sollen), ist das nicht zu machen. Wie sagt eine der angstlosen Teilnehmerinnen so schön? – "Es muss passen vom Vibe her!" Altdeutsch: Es muss knistern. Das gilt für alle Generationen, mag sich die Sprache auch noch so sehr verändert haben.

Teil zwei "Lowkey in love?" wird im ZDF am Montag, 1. März 2026, 3.55 Uhr, ausgestrahlt. Teil drei "Too free to be happy?" Dienstag, 2. März, um 4.25 Uhr. Was demnach bedeutet – das ZDF setzt auf seine Mediathek.

37°: Young Sex – Wie liebt die Gen Z? – Di. 24.02. – ZDF: 22.15 Uhr















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