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WM 2026: Ex-Fifa-Boss Blatter kritisiert "totale Diktatur" im Verband

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Joseph S. Blatter teilt heftig gegen seinen Nachfolger Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump aus. Der frühere Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hat in einem Interview mit Radio Canada scharfe Kritik an seinem Nachfolger Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump geübt. Der 89-jährige Schweizer bezeichnete die aktuelle Führung des Weltverbands als "totale Diktatur" und forderte die Fifa-Mitglieder auf, gegen Trumps Einmischung in die WM-Planung zu protestieren. Trumps Einflussnahme auf die Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer sei "das Schlimmste, was der Fifa passiert ist", erklärte Blatter im Gespräch mit dem kanadischen Sender. Der Ex-Boss vermisst Widerstand innerhalb des Verbands: "Warum stehen wir nicht auf?", fragte er und appellierte an die Fifa-Mitglieder, "aufzustehen und zu sagen, dass das nicht in Ordnung ist. Wir haben noch Zeit, etwas zu unternehmen". "Niemand ist aufgestanden" Trump hatte zuletzt unter anderem mit einer Verlegung von WM-Spielen aus demokratisch regierten Städten gedroht. Infolge von Trumps aggressiver Außenpolitik und der Eskalation bei Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE mit Todesopfern gab es in Europa kurzzeitig eine Debatte über einen möglichen WM-Boykott. Blatter kritisierte dazu die aus seiner Sicht "diffamierende Politik gegenüber allem Fremden" in den USA. "Habe ich doch nie gesagt" : WM-Boykott? Ex-Fifa-Boss Blatter rudert zurück Besonders kritisch sieht der Schweizer die Verleihung eines eigens geschaffenen "Fifa-Friedenspreises" an Trump. "Es ist nicht die Aufgabe des Fußball-Weltverbandes, einen solchen Preis zu vergeben", betonte er und monierte: "Niemand ist aufgestanden, um zu sagen, man solle diesem Zirkus ein Ende setzen." Infantino pflegt eine enge und teils kritisierte Beziehung zu Trump. Die Zustände in der Fifa seien inzwischen "schlimmer als früher", obwohl während Blatters eigener Amtszeit (1998 bis 2016) ein beispielloses Korruptionsnetzwerk entstanden war. Funktionären unter Infantino würden heute "Handschellen" angelegt, überall werde "den Leuten Geld oder Aufstiegsmöglichkeiten angeboten, um sie zum Schweigen zu bringen", behauptete Blatter gegenüber Radio Canada. Die WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt.














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