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Gute Quoten, gute Stimmung

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Beim Event in der Wetzlarer Buderus Arena freuen sich die GIESSEN 46ers vor 3.518 Zuschauern über einen 90:81-Sieg über die Nürnberg Falcons.

70 Sekunden waren noch zu gehen, als sich die Zuschauer in der Wetzlarer Buderus Arena, falls sie nicht schon standen, von ihren Sitzen erhoben. Mit „Hier regiert der MTV …“-Sprechchören huldigte die Stehtribüne ihren Profis, die den seit Menschengedenken ersten Heimauftritt auf fremdem Terrain zu einem Erfolgserlebnis gemacht hatten. 

Weil die GIESSEN 46ers beim 90:81 (44:48)-Erfolg gegen die Nürnberg Falcons erst zum zweiten Mal in dieser Saison in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA drei Siege in Serie gefeiert hatten. Weil der Doppelspieltag in der Buderus Arena als Event aufging und sportlich, organisatorisch sowie kulinarisch begeisterte. Weil jeder der Anwesenden seine vielleicht vorhandene Skepsis, in die einst so ungeliebte Nachbarstadt Wetzlar umgezogen zu sein, über Bord werfen durfte. Und weil auch Kooperationspartner RSV Lahn-Dill im Anschluss vor für seine Verhältnisse ungewöhnlich gut gefüllten Rängen in der Buderus Arena gegen die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden (42:57) auflaufen konnte. 

Kein Wunder also, dass sich nach dem ohne den erkrankten Center Jonathan Maier sowie dem am Knie verletzten Pointguard Devon Goodman zustande gekommenen Arbeitssieg des Altmeisters Freude und Ausgelassenheit Bahn brachen: Die Protagonisten drehten eine Ehrenrunde, standen für Selfies und Autogramme zur Verfügung und herzten jeden, der bei drei nicht auf dem Baum war. Und 46ers-Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic hatte seine Leichtigkeit, seine Lockerheit, seine Offenheit der letzten Jahre, die ihm angesichts zahlreicher Rückschläge in dieser Runde ein wenig abhandengekommen war, mit einem Schlag wiedergefunden. 

Und dies nicht nur, weil ihm ein Fan im Treppenhaus mit den Worten „… und wir steigen doch noch auf …“ fast auf den Arm gesprungen wäre: „Ich bin sehr, sehr erleichtert. Wir bleiben drin im Rennen um die Playoff-Ränge. Unsere Fans waren auch in Wetzlar präsent. Das war ein unheimlich gutes, ja ein geiles Gefühl“, applaudierten dem Deutsch-Serben die Zuhörer im Foyer bei der öffentlichen Pressekonferenz anhaltend. 

In die positive Stimmung passten auch die Aussagen der Gießener Akteure. Kapitän Robin Benzing bekannte zwar, dass „dies heute nicht unbedingt ein schönes Spiel“ gewesen sei, der 37-Jährige wollte aber nicht unter den Teppich kehren, dass „wir rechtzeitig zu jener Energie zurückgefunden haben, die notwendig ist, um in der ProA erfolgreich zu sein.“ Till Gloger hatte „gute Quoten“ gesehen, eine „gute Stimmung“ wahrgenommen und sprach davon, dass seine Mannschaft „Selbstvertrauen getankt“ habe. Und Roland Nyama wusste, „dass wir auch nicht in Panik verfallen sind, als es zwischenzeitlich nicht so gut lief.“ 

Recht hatte der Deutsch-Kameruner, denn die vermeintlichen Hausherren kamen zunächst überhaupt nicht gut in die Partie, lagen schnell 4:13 (4.), liefen auch beim 23:31 (11.) noch der Musik hinterher, kassierten kurz nach der Pause das 44:49 (21.) und lagen auch beim 53:62 (25.) noch so deutlich zurück, dass „Frenki“ Ignjatovic Böses schwante. „Meistens, wenn irgendein Jubiläum, irgendeine besondere Partie anstand, ist das Ganze unter meiner Regie in die Hose gegangen. Daran habe ich mich im dritten Viertel erinnert.“ 

Nicht so seine Jungs, die all ihren Mumm zusammennahmen, beim 67:67 (30.) und einem famosen Solo von Kyle Castlin endlich den Ausgleich hergestellt und mit drei schnellen Dreiern durch Neuzugang Adnan Arslanagic (70:67, 31.), Aiden Warnholtz (75:70, 32.) und dem bärenstarken Luis König Figge (78:70, 33.) Nürnberg hernach auch schnell den Stecker gezogen hatten. Als dann auch noch Simon Krajcovic aufdrehte (80:70, 34.), Viktor Kovacevic es per Dunk krachen ließ (82:75, 36.) und sich hernach mit beiden Fäusten wie ein Gorilla auf den Brustkorb trommelte und Luis König Figge seinen grandiosen Abend per And One zum 89:78 (39.) abrundete, waren die widerspenstigen Gäste von der Noris endgültig besiegt. 

Dass sie ohne ihren beiden verletzten Big Man Julius Wolf und Brandton Chatfield nach Wetzlar angereist waren, wollte ein sichtlich unzufriedener „Falkner“ Ralph Junge nicht als Ausrede gelten lassen. „Unsere kurze Bank ist kein Argument gewesen. Sonst heißt es immer, die Jungs bekommen zu wenige Minuten. Aber wenn sie dann länger ranmüssen, funktioniert es auch nicht“, grantelte der Trainer-Manager nach der vierten Februar-Niederlage in Folge. 

Sein Gegenüber „Frenki“ Ignjatovic indes hatte die Lacher auf seiner Seite, als er sich über die bärenstarke Dreierquote von fast 50 Prozent wunderte („Lag es an der neuen Halle oder an den neuen Körben?“). Der Deutsch-Serbe freute sich über die „Intensität, über die wir zumindest ab Ende des dritten Viertels endlich ins Spiel zurückgefunden haben.“ Und er war voll des Lobes über Neuzugang Adnan Arslanagic, dessen Spielberechtigung erst 24 Stunden vor dem Nürnberg-Match eintrudelte und der deshalb auch erst eine Trainingseinheit mit seinem neuen Team absolvieren durfte: „Seine sieben Assists in nur 16 Minuten waren aller Ehren wert. An ihm werden wir noch viel Freunde haben.“ 

Doch nicht nur das starke Debüt des bosnischen Regisseurs gab aus Gießener Sicht Anlass, positiv in die Zukunft zu blicken. Da waren beispielsweise auch die Starter Daniel Norl und Simon Krajcovic sowie der Kanadier Aiden Warnholtz (drei von vier Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie), die stets zur Stelle waren, als den 46ers die Partie zu entgleiten drohte. Rückkehrer Viktor Kovacevic verpasste in seiner sechsten Partie nur knapp ein Double-Double. Robin Benzing präsentierte sich als unerschütterlicher Anführer mit wichtigen Punkten in heiklen Momenten. Kyle Castlin bestätigte seinen bisherigen Punkteschnitt mit exakt eben jenen 17 Zählern. Luis König Figge stellte sein Season-High von Mitte Dezember gegen den BBC Bayreuth mit 15 Punkten ein. Und auch Roland Nyama meldete sich gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber mit zwei versenkten Freiwürfen zurück im Geschäft. 

Da auch nur acht (gegenüber 16) Ballverluste aller Wert waren, zehn versenkte Dreier in dieser Runde ein Novum bedeuteten und neun Steals zeigten, wie aufmerksam Gießen zu verteidigen weiß, war der 13. Saisonsieg am 24. Spieltag des deutschen Basketball-Unterhauses verdient eingetütet. 

„Wir dürfen jetzt nur nicht in Bequemlichkeit verfallen“, warnte Roland Nyama angesichts von vier freien Tagen vor Beginn der Länderspielpause und dem dann folgenden Doppelspieltag gegen die Paderborn Baskets (Freitag, 6. März, 20 Uhr) sowie bei BBL-Absteiger BG Göttingen (Sonntag, 8. März, 15 Uhr) vor einem Schlendrian. Schließlich haben die 46ers auch trotz dreier Siege in den letzten zwei Wochen bei noch zehn ausstehenden Partien so gut wie noch nichts erreicht …

Gießen: Norl (4), Warnholtz (9), Arslanagic (5), Castlin (17), Benzing (11), König Figge (15), Müsse (n.e.), Gloger (6), Nyama (2), Kovacevic (14), Krajcovic (7).

Nürnberg: Whitt (8), Eckert (n.e.), Köpple (2), Feneberg (3), Taylor (8), Gkiouzelis (11), Baskin (17), Stoiber (10), Friederici (13), Lagerpusch (9).

UND SONST NOCH …

  • Unsere Starter: Daniel Norl, Kyle Castlin, Till Gloger, Viktor Kovacevic, Simon Krajcovic.
  • Unser ausdauerndster Profi: Viktor Kovacevic (31:03 Minuten).
  • Unser stärkster Rebounder: Kyle Castlin (8).
  • Unser erfolgreichster Passgeber: Adnan Arslanagic (7).
  • Unsere höchste Führung: 89:78 (40. Minute).
  • Unsere erfolgreichste Serie: 11:0 zum 34:31 (13. Minute).
  • Unsere emotionalen Beobachter: 3518 Zuschauer in Wetzlarer Buderus Arena.
  • Unser nächster Auftritt: Freitag, 6. März (20 Uhr), gegen die Paderborn Baskets.

Der Beitrag Gute Quoten, gute Stimmung erschien zuerst auf GIESSEN 46ers.















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