Die Partie beginnt umkämpft. Ein Kunststück eines Weltmeisters gibt dem Spiel dann eine Richtung. Die Entscheidung fällt in der Schlussphase. Die Krise von Borussia Mönchengladbach verschärft sich: Beim SC Freiburg verloren die "Fohlen" am Sonntag verdient mit 1:2 (0:1) und sind seit nunmehr sieben Spielen ohne Sieg. Matthias Ginter (38.) und Igor Matanović (74.) trafen gegen weitgehend harmlose Gäste, Haris Tabaković (85.) erzielte doch noch den späten Anschlusstreffer. Gladbach hat weiter nur drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Der SCF klettert durch den Erfolg auf Platz sieben der Bundesligatabelle. So lief das Spiel Nach der 0:3-Pleite in Frankfurt hatte Gladbachs Trainer Eugen Polanski mit dem Verhalten seiner Mannschaft in Angriff und Abwehr gehadert, eine generelle Qualitätsdebatte lehnte der Coach aber ab. In Freiburg forderte Polanski "Ruhe" im Angriff und "in der eigenen Box Konsequenz". Zumindest Letzteres setzte seine Mannschaft zunächst um, Abschlüsse wie der unplatzierte Flachschuss von Yuito Suzuki (28.) oder Jan-Niklas Beste (33.) aus spitzem Winkel sorgten für wenig Zittern. Beim artistischen Treffer durch Ginter, der den Ball nach einem langen Einwurf im Rückwärtsfallen versenkte, stand Joe Scally dann aber nicht eng genug am Ex-Kollegen dran. Ginter, fünf Jahre im Trikot der Borussia unterwegs, verkniff sich anschließend großen Jubel und hob stattdessen entschuldigend die Hände. Die Gladbacher erzeugten ganz wenig Gefahr, es mangelte an mutigen Angriffen. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff schoss Tabaković aus wenigen Metern drüber. Es blieb lange die einzig gefährliche Chance der Gäste, Freiburg kontrollierte das Geschehen auch nach der Pause. Gladbachs Keeper Moritz Nicolas verhinderte das 0:2, gegen den völlig freien Beste brachte er aus einem Meter noch seinen Fuß an den Ball (63.). Polanski wechselte dreifach, Gladbach lief viel an, schaffte aber wenig. Einziger Hoffnungsschimmer blieb, dass Europa-League-Teilnehmer Freiburg die Vorentscheidung zunächst ausließ. Bis Nicolas eine Hereingabe von Maximilian Eggestein nur zur Seite abklatschen lassen konnte und Matanović genau richtig stand.