Energiewende: Energiekonzern Eon wächst und wächst
48 Milliarden Euro will Eon bis 2030 investieren, vor allem in Energieinfrastruktur. Der Konzern rechnet dabei mit weiterem Gewinn.
Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat seine Bedeutung für den klimaneutralen Umbau der Energieversorgung unterstrichen. "Rund 70 Prozent der Windkraftleistung an Land und fast 50 Prozent der Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland speisen mittlerweile in die Netze von Eon ein", teilte das Unternehmen in Essen mit. Vor kurzem sei im deutschen Eon-Netz die zweimillionste Anlage für erneuerbare Energien angeschlossen worden. Die Gesamtkapazität liege damit bei rund 110 Gigawatt. Zum Vergleich: Große Steinkohlekraftwerke haben eine Kapazität von einem Gigawatt.
Eon ist Deutschlands größter Strom-Verteilnetzbetreiber. Dem Unternehmen gehört rund ein Drittel dieses Netzes, das alle Spannungsebenen unterhalb des Übertragungsnetzes umfasst. Eon ist auch Deutschlands größter Versorger mit rund zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Gaskunden.
Eon verdient unterm Strich drei Milliarden Euro
Im vergangenen Jahr hat Eon nach eigenen Angaben seine Ziele erreicht. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) lag 2025 bei 9,8 Milliarden Euro, neun Prozent über dem Vorjahr, wie der Dax-Konzern in Essen mitteilte. Profitiert habe man insbesondere vom Wachstum im Netzgeschäft als Folge massiver Investitionen. Diese hatte der Konzern 2025 von 7,5 auf 8,5 Milliarden Euro gesteigert. Unterm Strich blieben 3,0 Milliarden Euro, sechs Prozent mehr als 2024. Die Dividende soll von 55 auf 57 Cent je Aktie ansteigen.
"Wir investieren massiv in unsere Netze und die Modernisierung der Energieinfrastruktur, weil genau dort die Energiewende entschieden wird", erklärte Finanzvorständin Nadia Jakobi. "Unsere guten finanziellen Ergebnisse sind die Voraussetzung für diese Investitionen."
Eon will in fünf Jahren 48 Milliarden Euro investieren
Eon kündigte an, sein Investitionsprogramm für die nächsten Jahre auszuweiten. Für den Zeitraum 2026 bis 2030 plane das Unternehmen Investitionen im Umfang von rund 48 Milliarden Euro. Bislang hatte Eon für die Jahre 2024 bis 2028 mit 43 Milliarden Euro gerechnet. Als Folge erwartet Eon mittelfristig mit einem deutlichen Gewinnplus. So soll das bereinigte Konzern-Ebitda im Jahr 2030 auf rund 13 Milliarden Euro steigen und der bereinigte Konzernüberschuss auf rund 3,8 Milliarden Euro.
