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Bill Gates und seine "zwei Russinnen" – Mediale Aufregung um alte Kamellen

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Die letzten Wochen spülten nach den Veröffentlichungen von weiterem Archivmaterial durch das US-Jusizministerium strategisch portioniert die Namen soweit unbekannterer Nutznießer und krimineller Handlager des Sexualverbrechers Jeffrey Epstein in die Medienwelt. Öffentlichkeitswirksam wurden gegen soweit bekannte Weggefährten vor allem in Großbritannien erste juristische Schritte eingeleitet. In den USA meldet sich nun Bill Gates mit Hilfe des Wall Street Journals (WSJ) erneut zu Wort, um zu verkünden, dass dieser sich bei den "Mitarbeitern der Stiftung wegen Verbindungen zu Epstein entschuldigt" (Bezahlschranke). Die umgehende Bild-Sensation der eingestandenen Affäre "mit zwei Russinnen" ist dabei schon seit Jahren bekannt.

Epstein und weiterhin kein Ende, in Bezug auf kleinere und größere Erosionen im ehemaligen engeren Freundeskreis des zu Tode gekommenen Sexualverbrechers. Speziell in den USA haben die aktuellen Veröffentlichungen mehr als offensichtlich noch keinerlei juristische Ereignisse in Form von Verhaftungen oder expliziten Ermittlungen hervorgerufen. Die New York Times-Redaktion präsentierte vor wenigen Tagen den Lesern unter dem Titel: "Die Epstein-Akten hätten niemals veröffentlicht werden dürfen" (Bezahlschranke) folgende Erklärung: 

"Jeden Tag gibt es neue Berichte über Finanziers, Akademiker, Politiker und Mitglieder des Königshauses (unter anderem), die sich mit Jeffrey Epstein, einem verurteilten Sexualstraftäter, dessen Verbrechen unschuldigen Menschen schreckliches Leid zugefügt haben, gut gestellt haben. Da es an Rechenschaftspflicht für Menschen in Machtpositionen mangelt, fällt es schwer, einen Nachteil in der riesigen Menge an Dokumenten zu sehen, die sich auf Herrn Epstein und seine verschiedenen Geschäftspartner beziehen.

Wir sollten jedoch die Veröffentlichung von Millionen von Seiten aus den Epstein-Akten sowohl als Zeichen des Versagens der Institutionen als auch als Grund zur Sorge betrachten. Wenn unser Justizsystem ordnungsgemäß funktionieren würde, hätte die Öffentlichkeit niemals einen solchen Zugang."

Das Wall Street Journal zitiert nun in der Causa Epstein zwei Tage später den "Philantropen" Bill Gates, der demnach aktuell versucht, sich über eine "Ehrlichkeitsoffensive" aus der medialen Schusslinie zu bringen. So heißt es einleitend:

"In einer Mitarbeiterversammlung am Dienstag räumte der Mitbegründer von Microsoft ein, dass er zwei Affären mit russischen Frauen hatte, die Epstein später entdeckte, dass diese jedoch nichts mit Epsteins Opfern zu tun hatten. 'Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen', sagte Gates laut einer Aufzeichnung, die vom Wall Street Journal geprüft wurde."

Der kontrovers wahrgenommene Milliardär habe sich zudem bei den Mitarbeitern der Gates Foundation "für seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein entschuldigt", um sich damit zu erklären, "Fehler begangen zu haben, die einen Schatten auf die philanthropische Organisation geworfen haben." Gates betonte nachdrücklich, "dass er nicht an Epsteins Verbrechen beteiligt gewesen sei."

Die "Gates-Beichte" via WSJ-Artikel fand umgehend ihren Weg über die Agenturen in die deutschen Redaktionsstuben. Ausgangspunkt für bis dato folgende Schlagzeilen:

  • Bild: Epstein-Ermittlungen: Bill Gates gibt Affären mit zwei Russinnen zu
  • Focus: Bill Gates gesteht Affären mit Russinnen, Epstein erfuhr davon

Gates erklärte demnach laut WSJ-Artikel vor seinen Mitarbeitern , dass "die Bilder in den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten, die ihn mit Frauen zeigen, deren Gesichter unkenntlich gemacht wurden, Fotos seien, die Epstein ihn gebeten habe, nach ihren Treffen mit Epsteins Assistenten aufzunehmen."

Weitere Zitate lauten:

"'Um es klar zu sagen: Ich habe nie Zeit mit den Opfern, den Frauen in seinem Umfeld, verbracht.' [...[ 'Es war ein großer Fehler, Zeit mit Epstein zu verbringen und Führungskräfte der Gates Foundation zu Treffen mit dem Sexualstraftäter mitzunehmen', sagte Gates. 'Ich entschuldige mich bei anderen Menschen, die aufgrund meines Fehlers in diese Angelegenheit hineingezogen wurden.'"

Dies wahrscheinlich bezogen auf seine Ex-Frau, die sich aufgrund der Epstein-Enthüllungen von ihrem Mann scheiden ließ (RT DE berichtete). Der aktuelle WSJ-Artikel zitiert aus einem Epstein-Beitrag aus dem Mai 2023. In diesem konnten WSJ-Leser bereits erfahren:

"Jeffrey Epstein entdeckte, dass Bill Gates eine Affäre mit einer russischen Bridge-Spielerin hatte, und nutzte dieses Wissen später offenbar, um einen der reichsten Männer der Welt zu erpressen, wie aus Kreisen bekannt wurde, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
Der Mitbegründer von Microsoft lernte die Frau um 2010 kennen, als sie in ihren 20ern war. Epstein traf sie 2013 und bezahlte ihr später den Besuch einer Software-Programmierschule." 

Gates erklärte sich nun in dem Mitarbeitergespräch wie folgt:

"Gates sprach offen über sein Privatleben. 'Ich hatte Affären, eine mit einer russischen Bridge-Spielerin, die ich bei Bridge-Veranstaltungen kennengelernt hatte, und eine mit einer russischen Kernphysikerin, die ich durch geschäftliche Aktivitäten kennengelernt hatte', erzählte er den Mitarbeitern." 

Der medizinisch ungelernte "Pandemie-Fachmann" gab abschließend in der Versammlung laut WSJ zu Protokoll, dass angeblich 2014 das letzte Jahr gewesen sei, "in dem er sich mit Epstein getroffen habe, obwohl Epstein einige 'Nebenaspekte' angesprochen habe."

"Danach hat er mir weiterhin E-Mails geschickt", erklärte Gates und fügte hinzu, dass er "nicht darauf geantwortet" habe.

Mehr zum Thema - Bericht: Geheime Lagerräume von Epstein wurden noch immer nicht durchsucht















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