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Pakistan-Afghanistan-Krieg: Das könnte Merz' Pläne verhageln

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Zwischen Pakistan und dem von den Taliban kontrollierten Afghanistan ist ein Krieg ausgebrochen. Er könnte weitreichende Auswirkungen haben – auch auf die deutsche Politik. Die Zeichen standen bereits seit Monaten auf Krieg, nun ist der Konflikt zwischen Pakistan und dem von den Taliban kontrollierten Afghanistan vollends eskaliert. Am Freitagmorgen erklärte der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif den "offenen Krieg" gegen den Nachbarstaat. "Unsere Geduld mit euch ist am Ende", heißt es in der Botschaft, die Asif auf dem Kurznachrichtendienst X veröffentlichte. Lange hatte sich Pakistan im Kampf gegen den pakistanischen Ableger der islamistischen Terrororganisation Taliban, die sogenannte Tehrik-i-Taliban Pakistan (TTP) zurückgehalten und auf gezielte Nadelstichangriffe im Grenzgebiet gesetzt. Schwere Gefechte: Pakistan erklärt den Taliban "offenen Krieg" Per Charterflug: Deutschland schiebt 20 Straftäter nach Afghanistan ab Wer sind die TTP? Wie konnte der Konflikt zwischen den beiden Staaten eskalieren? Welche Folgen hat der Konflikt für Deutschland und Europa? t-online beantwortet die wichtigsten Fragen. Wer sind die Tehrik-i-Taliban Pakistan? Die TTP sind der bewaffnete pakistanische Ableger der Terrororganisation Taliban, die ein islamistisches Regime nach dem Vorbild Afghanistans errichten wollen. Dort zwangen die Islamisten nach einer Überraschungsoffensive im Jahr 2021 die gewählte afghanische Regierung zum Rückzug. Seitdem haben die Terroristen auch die Regierungsgeschäfte in Afghanistan übernommen, auch wenn nur wenige Länder die Taliban als legitime Regierung des Landes anerkennen. Seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 nutzt die TTP afghanisches Gebiet als Rückzugsraum, von wo aus sie immer wieder Anschläge in Pakistan plant. Lange hatte es Pakistan in Zusammenarbeit mit der damaligen afghanischen Regierung geschafft, die Aktivitäten der TTP einzuschränken. Seit dem Machtwechsel in Kabul haben die pakistanischen Taliban allerdings wieder an Stärke gewonnen. Dies mündete ab 2022 in einer Offensive, die das Ziel hatte, die pakistanische Regierung zu destabilisieren. Laut einer Analyse des Council on Foreign Relations (CFR) verübte die TTP dazu in den vergangenen drei Jahren Hunderte Anschläge auf Sicherheitskräfte und Regierungseinrichtungen, insbesondere in der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan. Verhandlungen über eine Waffenruhe zwischen Islamabad und der TTP scheiterten im Jahr 2023, weil die Terroristen während der Gespräche mehrere Anschläge verübten. Das Ende der Verhandlungen markiert einen Wendepunkt im Konflikt, weil die TTP seitdem nicht nur Einrichtungen und Repräsentanten der pakistanischen Regierung, sondern verstärkt Zivilisten ins Visier nimmt. Das Verhältnis der TTP zur Taliban-Regierung in Afghanistan verstärkt die Dynamik deutlich. Beide Gruppen teilen ideologische Wurzeln, doch Kabul bestreitet, die TTP zu unterstützen. Man habe keine Zeit, einen Stellvertreterkrieg gegen den Nachbarn zu führen, weil sich die Regierung auf den Kampf gegen innere Bedrohungen, insbesondere den afghanischen IS-Ableger ISKP, konzentriere, zitiert die Konfliktforscherin Suparna Banerjee eine Mitteilung der afghanischen Taliban auf dem Blog des Leibniz-Instituts für Friedensforschung. Wie eskalierte der Konflikt über die Jahre? Bereits 2022 führte Pakistan erste Luftschläge gegen TTP-Ziele in Afghanistan durch, was Kabul als Verletzung der Souveränität kritisierte und zu anhaltenden Spannungen führte. Ab 2025 stieg die Anzahl der TTP-Anschläge in Pakistan deutlich an, was laut einer Analyse der emiratischen Zeitung "Khaleej Times" auch zu einer Intensivierung der pakistanischen Angriffe auf TTP-Stellungen in Afghanistan führte. Jeder neue Angriff einer der beiden Parteien löste eine Kette von Vergeltungsschlägen der jeweils anderen aus. Der schwelende Konflikt eskalierte vollends in der Nacht zum Freitag. Kurz nachdem Khawaja Muhammad Asif den "offenen Krieg" gegen die Taliban erklärt hatte, griffen pakistanische Kampfjets Taliban-Ziele in der afghanischen Hauptstadt Kabul und der Region Kandahar an. Welche internationale Dimension hat der Krieg? Verschiedene Staaten dürften den Konflikt zwischen Afghanistan und Pakistan genau beobachten und könnten eine vermittelnde Rolle einnehmen. China misst der Sicherheit des China-Pakistan Economic Corridor besondere Bedeutung bei. Dessen Erweiterung nach Afghanistan wurde 2025 vereinbart, da die Instabilität entlang der Grenze Investitionen und Handelsrouten bedroht. Peking hat Pakistan in den vergangenen Jahren wirtschaftlich gestützt und könnte nun verstärkt auf Stabilisierung drängen, um seine sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Ziele in der Region zu wahren. China zeigte sich "zutiefst besorgt" über die Kämpfe. Peking rufe "beide Seiten auf, ruhig zu bleiben und Zurückhaltung zu üben", sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, am Freitag bei einer regulären Pressekonferenz. Die Länder sollten "so bald wie möglich eine Waffenruhe erzielen und weiteres Blutvergießen vermeiden", fügte sie hinzu. Auch der Iran und Indien haben ein Interesse daran, dass der Krieg nicht weiter eskaliert. Teheran sieht sich mit Drohungen und einem beispiellosen Militäraufmarsch der USA konfrontiert, muss jetzt aber verstärkt die gemeinsame Grenze mit Afghanistan im Blick behalten. Denn die Taliban versuchen schon länger, Drogen über den Iran zu exportieren und so ihren Staat zu finanzieren. Auch Anschläge der ISKP in Grenznähe zum Iran spielen bei den sicherheitspolitischen Interessen von Teheran eine Rolle. Neu-Delhi und Islamabad sind seit Jahrzehnten verfeindet. Im vergangenen Jahr lieferten sich beide Länder einen kurzen, aber erbitterten Konflikt um Teile der Region Kaschmir. Pakistans Verteidigungsminister bezeichnete Afghanistan in seiner Kriegserklärung auf X als "indische Kolonie" und wirft seinem Rivalen vor, die Taliban zu unterstützen. Indien weist jeden Vorwurf der Unterstützung von sich. Welche Folgen hat der Krieg für Deutschland? Deutschland schloss kürzlich ein Abschiebeabkommen mit den Taliban ab, das die einfachere Rückführung von Straftätern ermöglichen soll. Am Donnerstag startete der erste Direktflug aus Berlin nach Kabul, 20 Menschen wurden abgeschoben. Für die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz stellt der Ausbruch des Krieges ein Problem dar, da er das allgemeine Gefährdungsniveau in Afghanistan deutlich erhöht. Charterflüge nach Kabul werden unsicherer, die Aufnahmebedingungen vor Ort unzuverlässiger und die Risiken für Abgeschobene steigen. Das könnte die deutschen Gerichte dazu veranlassen, einzelne oder generelle Abschiebungen zu blockieren. Auch innerhalb der Regierungskoalition könnte eine generelle Debatte über die Vereinbarkeit von Abschiebungen in ein Kriegsgebiet mit Deutschlands Schutzpflichten gegenüber Asylbewerbern entstehen. Somit ist Friedrich Merz' Abschiebe-Deal mit den Taliban in Gefahr – ein zentraler Bestandteil der Asylpolitik des Kanzlers.














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