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Landtagswahl BW: Özdemir wehrt sich gegen Vorwürfe zu Hagel-Video

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Seit knapp zwei Wochen steht CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel wegen unangemessener Äußerungen über eine Schülerin in der Kritik. Doch auch der grüne Konkurrent verteidigt sich gegen Vorwürfe. Der Wirbel um das alte Manuel-Hagel-Video reißt wenige Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg nicht ab: Im Zentrum der Debatte steht die Frage, wer wann was von der Veröffentlichung des Clips gewusst hat, in dem CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel über die "rehbraunen Augen" einer Schülerin schwärmt. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat nun neu erhobene Vorwürfe eines Parteikollegen zurückgewiesen, wonach es sich bei der Veröffentlichung des Videos um eine "Dreckskampagne" gehandelt habe. Am 23. Februar hatte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Zoe Mayer den acht Jahre alten Clip gepostet, der den CDU-Spitzenkandidaten Hagel in einem Interview zeigt. Hagel erzählte in dem Video, in der Klasse, die er besucht habe, hätten "80 Prozent Mädchen" gesessen. "Also da gibt's für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen." Über eine Schülerin äußert er sich mit den Worten: "Ich werd's nie vergessen, die erste Frage, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen." Die Aussage löste große Empörung aus. Der Grünen-Lokalpolitiker Masallah Dumlu aus Baden-Württemberg sagte nun der "Schwäbischen Zeitung", dass Özdemir und Mayer sich zwei Tage vor der Veröffentlichung getroffen hätten. "Ich will ihm nichts unterstellen, aber der zeitliche Zusammenhang ist zumindest fragwürdig", so Dumlu weiter. Er kündigte seinen Austritt aus der Partei an. Özdemirs Sprecherin: "Das Video war kein Thema" Eine Sprecherin Özdemirs reagierte auf Nachfrage von t-online auf die Äußerungen Dumlus. "Cem Özdemir war im Rahmen seiner Wahlkampftour am 21. Februar bei einer öffentlichen Wahlveranstaltung in Karlsruhe, an der auch Zoe Mayer teilgenommen hat." Es habe kein gesondertes persönliches Treffen der beiden gegeben. "Das Video war kein Thema", so die Sprecherin. Cem Özdemirs Wahlkampf: Er schlägt andere Töne an Mayer und Özdemir verteilten im Zuge einer Wahlkampfveranstaltung am 21. Februar gemeinsam Brezeln in der Innenstadt von Karlsruhe. Ein Video davon ist auch auf Özdemirs Instagram-Kanal zu sehen. Mayer kommt aus Karlsruhe. Sie sagte bereits kurz nach der Veröffentlichung des Clips, dass diese nicht abgesprochen gewesen sei. Vielmehr habe sie damit eine Debatte über Sexismus anstoßen wollen. Auf eine Anfrage von t-online zu den Äußerungen des Grünen-Politikers Dumlu reagierte ihr Büro nicht. Das Video hatte CDU-Politiker Hagel in der heißen Phase des Wahlkampfs in große Bedrängnis gebracht, eine Debatte über Sexismus entbrannte. Hagel bezeichnete die Äußerungen schließlich als "Mist". Özdemir nahm seinen Konkurrenten in Schutz. Er betonte mehrfach, nichts von der Veröffentlichung des Clips gewusst zu haben. Doch die hitzige Diskussion über Hagels Aussagen und die Veröffentlichung des Videos hält an. Union erhebt schwere Vorwürfe gegen Grüne Mittlerweile hat sich sogar Hagels Ehefrau zu den Aussagen ihres Mannes öffentlich im Magazin "Bunte" geäußert. "Na ja, dass dieser Satz mal solche Wellen schlägt, hätte ich, ganz ehrlich gesagt, nicht gedacht", sagte Franziska Hagel in einem gemeinsamen Interview mit ihrem Ehemann. "Ich fand ihn aber einfach nicht gut. Das hat irgendwie gar nicht zu ihm gepasst." Gleichzeitig wirft die Union den Grünen eine schmutzige Kampagne vor. CDU-Politiker Thomas Strobl sagte: "Das ist eine Kampagne wirklich aus der untersten Schublade." Noch kritischer als Strobl äußerte sich der Landesvorsitzende der Jungen Union, Florian Hummel. "Wer soll es bitte schön glauben, dass der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir, der sich so gerne bürgerlich geriert, von dieser Kampagne nichts wusste?" Knappes Rennen zwischen CDU und Grünen Neu ist nun die Kritik an Özdemir aus den eigenen Reihen. Allerdings ist der Grünen-Politiker Masallah Dumlu in Baden-Württemberg kein unbeschriebenes Blatt. Dumlu gehört dem Kreistag im Alb-Donau-Kreis an. Er war vor einigen Jahren bei der Bewerbung um ein Landtagsmandat parteiintern in einer Kampfkandidatur gescheitert. In seinem Kreisverband gibt es schon länger Ärger und Streitigkeiten. Seit einiger Zeit läuft ein Parteiausschlussverfahren gegen Dumlu. In dem Interview mit der "Schwäbischen Zeitung" sagte Dumlu weiter: "Der Post wurde in kürzester Zeit mehrere Hunderttausend Mal aufgerufen. Das kann kein Zufall sein." Belege für seine Vorwürfe nannte er nicht. Eine Sprecherin Özdemirs betonte mit Blick auf die Anschuldigung: "Herr Özdemir hat erst nach dem Post von Zoe Mayer Kenntnis von dem Video genommen. Frei zugänglich im Netz war es davor schon längst." Das Video sei wegen seines Inhalts, nicht wegen des Absenders viral gegangen. Bei der Landtagswahl am Sonntag läuft es auf ein knappes Rennen zwischen CDU und Grünen hinaus. Özdemirs Grüne haben in jüngsten Umfragen deutlich aufgeholt und liegen je nach Umfrage nur ein bis drei Prozentpunkte hinter der CDU. Der erste grüne Ministerpräsident Deutschlands, Winfried Kretschmann , geht nach der Wahl in Rente . Welche Folgen die Debatte für den Wahlkampf hat, ist offen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 47 Prozent der Befragten, die von dem Video gehört hatten, dass es ihr Bild von Hagel eher verschlechtert. Aber: Etwa jeder Zehnte (13 Prozent) hat demzufolge nun sogar ein positiveres Bild von Hagel. 38 Prozent erklärten, ihre Einschätzung habe sich dadurch kaum verändert. Viele Befragte haben der Umfrage zufolge von der Debatte gar nichts mitbekommen.














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