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Einsatz im Jubiläumsjahr: Früher Saisonstart: So läuft der Kampf gegen Stechmücken

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Der milde Februar beschleunigte die Larvenentwicklung. Jetzt rücken die Expertinnen und Experten den Brutstätten am Oberrhein zeitiger zu Leibe.

Im Kampf gegen piksende Quälgeister starten die Stechmückenjäger am Oberrhein in diesem Jahr früher als üblich in die Saison. "Der Februar war im Südwesten ungewöhnlich mild und regenreich, was die Entwicklung der Larven deutlich beschleunigt hat. Daher beginnen wir bereits Anfang März mit gezielten Überflutungs- und Larvenschöpfkontrollen, um die Brutstätten auszumachen", sagte eine Sprecherin der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (Kabs) in Speyer.

Welche Folgen der milde Februar hat

Schon bei niedrigen Wassertemperaturen könnten Larven schlüpfen. "Im Fokus stehen besonders Sumpfwaldstechmücken, deren Larven in wassergefüllten Gräben und Frühjahrstümpeln überwintert haben." Geprüft werde, wo Wasser stehe und in welchen Gebieten die Larven in großer Zahl vorkämen. "Nur, wenn in Ortsnähe ein hoher Larvenbesatz ermittelt wird, erfolgt ein Einsatz."

Das freundliche Wetter begünstigt der Kabs zufolge einen frühen Beginn der Bekämpfung. Zum Einsatz kommt dann der biologische Wirkstoff Bti, der gezielt Larven tötet. "Exakte Vorhersagen zum Startzeitpunkt sind schwierig, da die kühlen Nächte die warmen Tagestemperaturen weitgehend ausgleichen und das Wachstum der Larven verzögern", sagte die Sprecherin.

Wärme macht Larven hungrig

Expertinnen und Experten beobachten die Entwicklung der kleinen Blutsauger in den sumpfigen Bruchwäldern genau. "Die Arten der Sumpfwaldstechmücken befinden sich gerade in sehr unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Hier müssen wir den richtigen Zeitpunkt für die Bti-Behandlung abpassen." In den kommenden Wochen sollen regelmäßige Kontrollen helfen, die Einsatzgebiete exakt festzulegen. Die Larven müssen den Wirkstoff fressen – dafür braucht es warme Tagestemperaturen, um die Nahrungsaufnahme anzukurbeln.

"Unser rechtzeitiges Handeln soll den Menschen in der Region einen möglichst störungsfreien Frühling ermöglichen", sagte die Sprecherin. "Die genaue Entwicklung der Saison bleibt jedoch wetterabhängig."

Ein halbes Jahrhundert auf Stechmückenjagd

In der Kabs – einem als gemeinnützig anerkannten Verein – sind Kommunen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen. Die Arbeit ist aufwendig: Am Boden schlagen sich die Experten durch dichtes Unterholz, viele Brutstätten werden aber auch aus der Luft behandelt. Vom Helikopter aus verteilt die Kabs den Wirkstoff Bti gegen Larven. Der Verein feiert an diesem Mittwoch, den 11. März, den 50. Jahrestag seiner Gründung.















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