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Baden-Württemberg-Wahl: Wahlergebnis ist Debakel für CDU – auch für Merz

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Die Wahlniederlage von CDU-Kandidat Manuel Hagel ist auch eine Schlappe für Kanzler Friedrich Merz. Das Wahljahr sollte die Wende bringen. Nun könnte ihn eher das Schicksal eines Vorgängers ereilen. Die schnelle Lehre aus der Wahl in Baden-Württemberg: Schneide eine Torte erst an, wenn sie fertig gebacken ist. Monatelang hatten sich die CDU und ihr Kandidat Manuel Hagel als feststehende Sieger dieser Auftaktwahl ins Superwahljahr 2026 gesehen. Und am Ende fliegt Partei und Kandidat die Torte voll ins Gesicht. Cem Özdemir hat einen unglaublichen Wahlkampf hingelegt. Mehr als zehn Prozentpunkte auf den letzten Metern gutgemacht und noch einen Vorsprung draufgesetzt. Damit ist er einer der erfolgreichsten Abfangjäger eines Konkurrenten, den die Wahlkämpfe in Bund und Land in den vergangenen 20 Jahren gesehen haben. Wenn es nicht sogar ein einzigartiges Solo ist, das Özdemir in der Wahlgeschichte der Bundesrepublik hingelegt hat. Dem Grünen ist es gelungen, seinen Wettbewerber Hagel wie einen Polit-Lehrling aussehen zu lassen. Schon optisch war Özdemir auf jedem Foto, auf dem beide zu sehen waren, im Vordergrund. Bestimmte das Spiel. Dahinter saß stets – schon etwas unscharf – ein junger Mann und schaute interessiert zu, was der grüne Altmeister da abzog. Der CDU-Kandidat kam so in die Rolle des Verlierers. Als Langweiler hatte er sich bis dahin schon erwiesen. Jetzt darf er wahrscheinlich bei einem Ministerpräsidenten in einer gemeinsamen Koalition noch mal in die Lehre gehen. Wenn er nicht noch die Konsequenzen zieht und zurücktritt, was sich am Wahlabend andeutete. Die Schockwellen dieses Wahlergebnisses reichen über Stuttgart und das Ländle hinaus. Die CDU hatte sich das so schön vorgestellt: Mit einem sicher geglaubten Wahlsieg im Südwesten in die fünf Landtagswahlen dieses Jahr starten, dann zwei Wochen später in Rheinland-Pfalz nachlegen, einen SPD-Ministerpräsidenten ablösen, damit den Trend setzen und im Herbst dabei zuschauen, wie in Mecklenburg-Vorpommern eine weitere SPD-Ministerpräsidentin fällt. Der Traum ist ausgeträumt Zu breitbeinig und selbstgewiss, das geht selten gut. Dieses Gebaren ist symptomatisch für den Zustand der CDU unter ihrem Kanzlerparteichef Friedrich Merz . Man glaubte allen Ernstes, mit Baden-Württemberg (dort regierte die Partei bis zum ersten grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann fast 60 Jahre am Stück) wieder in einen Zustand zurückzukommen, wie ihn die Partei zuletzt bei Helmut Kohl erlebt hat: zehn Ministerpräsidenten und ein Kanzler, die CDU regiert, mehrheitlich in Bund und in den Ländern – und wenn es mal vorübergehend jemand anders tut, dann ist das ein Unfall, der beim nächsten Mal wieder behoben wird. In Baden-Württemberg hat dieser Unfall mit Kretschmann 15 Jahre gedauert und geht mit Cem Özdemir jetzt abermals in die Verlängerung. Mit diesem Auftakt sind die zehn Ministerpräsidenten ausgeträumt, und es ist schon so gut wie gelaufen, dass Merz am Ende dieses Jahres dasteht wie ein neuer Helmut Kohl. Vielmehr muss er fürchten, zur Hälfte seiner Amtszeit einem Schicksal als christdemokratischer Olaf Scholz entgegenzublicken. Die Union und ihr Kanzler haben schlicht nicht geliefert Auch der hatte wie Merz das Problem, dass sich zwischen seiner aufreizend selbstgewissen Art und dem, was hinten dabei rauskam, eine zu große Kluft auftat. Da mag sich Merz noch so gut schlagen bei Auftritten mit Donald Trump im Weißen Haus und dafür von diesem das Knie getätschelt bekommen. Der CDU-Kanzler hatte versprochen und zur Messlatte seiner Arbeit gemacht, dass alles Vorrang habe, was dieses Land wieder wirtschaftlich flottmacht. Das ist bisher nicht passiert, und deshalb haben er und seine CDU in einer, vielleicht sogar der Herzkammer der deutschen Wirtschaft einen vor den Latz bekommen. Dass die SPD , sein Koalitionspartner und oft genug Kontrahent in Grundsatzfragen, bei dieser Wahl bis ganz an die Wasserlinie der fünf Prozent getunkt wurde, könnte dem Kanzler etwas mehr Beinfreiheit verschaffen. Aber sicher ist nach bisherigen Eindrücken nicht mal das.














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