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Waffen im Iran-Krieg: Kontaktminen, Haftminen, Seebodenmine

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Der Iran macht die Straße von Hormus nach US-Angaben mit Seeminen dicht. Teheran verfügt über Tausende dieser Waffen. Und eine Strategie, die dahinter steckt. Donald Trump gab sich unbeirrt. "Ich denke, sie sollten das tun", sagte der US-Präsident in der Nacht zu Freitag. Trump ermunterte Ölfrachter dazu, die Straße von Hormus zu passieren. Ein Fünftel der Öl- und Gasexporte der Welt läuft durch diese Meerenge vor der Küste des Iran. Derzeit aber passiert kaum ein Schiff die Passage, selbst die US-Marine musste nun einräumen, dass sie den Schutz der Schiffe in der Meerenge nicht garantieren kann. Der Grund: Seeminen. Über mehr als sechstausend dieser Waffen verfügt der Iran nach Angaben des Washingtoner Institute for the Study of War (ISW). Sie machen die Passage der Straße von Hormus zum unkalkulierbaren Risiko. "Iran verlegt Seeminen in der Straße von Hormus", titelte die "New York Times". Überblick: Alle aktuellen Entwicklungen im Nahost-Newsblog Energiemarkt: Keine Chance auf Entspannung – Ölpreise klettern weiter Der neue iranische Religionsführer Modschtaba Chamenei ließ im Staatsfernsehen mit einer langen Blockade der Straße von Hormus drohen. Bereits einen Tag nach Beginn der US-Invasion wurde der erste Minentreffer eines Frachters im Persischen Golf gemeldet: betroffen war der Öltanker "Skylight". Nun geht der Krieg in Nahost in seine dritte Woche und westliche Fachleute zeigen sich über das Vorgehen des Iran sehr besorgt. "Wenn Seeminen verlegt werden, wird ihre Beseitigung lange dauern", warnte Cormac McCarry, Direktor des Instituts Control Risks, das sich auf maritime Aufklärungs- und Sicherheitsdienstleistungen spezialisiert hat. McCarry weiter: "Wir müssen mit monatelangen Störungen rechnen." t-online erklärt, wie Seeminen funktionieren und welche Strategie des Iran hinter ihrem Einsatz steckt. Der asymmetrische Krieg und Irans Moskito-Strategie Das Vorgehen des Iran im Krieg gegen die USA und Israel folgt einer einfachen Überlegung: den Preis für den technologisch und militärisch überlegenen Gegner hochzutreiben. Von einem "asymmetrischen Krieg" sprechen Fachleute. Die Seeminen sind Teil dieser Strategie. So beorderte die US-Navy etwa ihren Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" an den Golf. Die Straße von Hormus wird das Schiff aber vorerst nicht passieren, unter anderem wegen der Gefahr durch Seeminen. So vermelden die USA zwar militärische Erfolge auf See. Von mehr als zehn zerstörten Minenlegern sprach etwa US-Präsident Donald Trump in dieser Woche. Und US-Admiral Brad Cooper sprach von sechzig zerstörten iranischen Kriegsschiffen. Doch bleibt die Armee des Iran trotz ihrer bescheidenen Mittel weiter schlagkräftig. So können Seeminen selbst von kleinen Fischerbooten ausgebracht werden. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt unübersichtlich und der Ölpreis hoch. Neben seiner Marine verfügt der Iran zudem über eigene Seestreitkräfte der Revolutionsgarden. Dabei handelt es sich etwa um bewaffnete Schnellboote. Moskito-Flotte nennen westliche Beobachter diese Taktik der kleinen Stiche. Alain Servaes, vom Brüsseler Marine-Institut Army Recognition Group (ARG), analysierte: "Die Kombination aus Schnellbooten, Mini-U-Booten und unbemannten Systemen bildet den Kern der asymmetrischen Marine-Doktrin des Iran, die von westlichen Analysten auch als 'Verweigerungsmarine' bezeichnet wird." Das ist das iranische Seeminen-Arsenal Seeminen gibt es schon seit fast zweihundert Jahren. Die Technik ist vergleichsweise einfach. Es handelt sich um mit Sprengstoff gefüllte Metallkörper. Sie werden im Wasser ausgebracht – von kleinen Fischerbooten oder durch U-Boote –, orten ein Schiff durch Sonar oder explodieren durch den bloßen Kontakt. Nach westlichen Angaben verfügt der Iran über drei Klassen von Seeminen: Kontakt-Tauminen treiben knapp unter der Meeresoberfläche. Sie sind wie eine Boje mit Ketten oder einem Ankerseil am Meeresboden befestigt. Werden die Minen von einem Schiff berührt, detoniert die Sprengladung und reißt ein Loch in den Schiffsrumpf. Die iranischen Truppen verfügen unter anderem über die Maham 1, eine Entwicklung aus den 80er-Jahren mit fünf Kontaktsensoren. Ihre Sprengladung beträgt rund 120 Kilogramm. Die Minen können bis zu neun Monate scharf gestellt werden. Seeboden-Minen schlummern am Meeresgrund. Nähert sich ein Schiff, werden die Minen vom Geräusch der Schiffsschrauben oder durch magnetische Signale aktiviert. Die Sicherheitskräfte des Iran nutzen Seebodenminen vom Typ Maham 2 mit einer Länge von rund zwei Metern. Mit einer Sprengladung von rund 350 Kilogramm können sie auch große Öltanker schwer beschädigen. Einmal aktiviert, können die Seeminen vom Typ Maham 2 bis zu fünfzig Tage aktiv bleiben. Sie eignen sich besonders für die flachen Gewässer des Persischen Golfs. Haft-Minen vom Typ Maham 4 werden von Tauchtrupps direkt am Rumpf eines Schiffes angebracht und scharf gestellt. Sie haben einen Durchmesser von gut dreißig Zentimetern und können per Zeitzünder nach wenigen Minuten oder mehreren Stunden zur Detonation gebracht werden. Die iranischen Truppen verfügen über eine lange Erfahrung mit den vergleichsweise billigen und simplen Waffensystemen. Im Iran-Irak-Krieg in den 1980er-Jahren eskortierten US-Kriegsschiffe schon einmal Öltanker durch die Straße von Hormus. So wurde 1988 die US-Fregatte "Samuel B. Roberts" von einer Kontakt-Taumine getroffen. Es folgte eine der größten Seeschlachten der US-Navy nach dem Zweiten Weltkrieg . Name der Operation: "Praying Mantis" – Gottesanbeterin. USA denken über Besetzung iranischer Öl-Insel nach Mit den Seeminen in der Straße von Hormus treibt der Iran den Ölpreis – und die politischen Kosten des Kriegs für die USA und seine Partner am Golf in die Höhe. Die USA erwägen Gegenmaßnahmen, etwa Schiffseskorten in der Meerenge vor der Küste des Iran. Auch eine weitere Maßnahme wird erwogen: die Besetzung der Öl-Insel Charg in der Straße von Hormus, über die der Iran seine Ölexporte abwickelt. Seeminen im Persischen Golf erschweren aber auch eine militärische Landinvasion, so Militärexperten. Beobachter des Energiemarkts wie das Washingtoner Institut Rapidan Energy Group rechnen deshalb mit lang anhaltenden Folgen für den Ölpreis. Bob McNally, Chef der Energy Group, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Die USA konzentrieren sich darauf, iranische Munitionslager, Stützpunkte und Anlagen, die die Straße von Hormus bedrohen, anzugreifen. Doch der Iran muss lediglich zeigen, dass er ein paar Tanker treffen kann, und die Sorge wird den Rest erledigen – die Leute werden einfach nicht mehr durchfahren." McNallys Schlussfolgerung zur Seeminen-Strategie Teherans: "Der Iran wird nicht so leicht oder schnell nachgeben. Er hat die Mittel, den Warenverkehr durch die Straße von Hormus unsicher zu machen."














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