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Iran-Krieg: Trump wollte Charg schon 1988 angreifen – jetzt hat er es getan

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Einen Angriff auf die iranische Öl-Insel Charg kündigte Trump schon vor 40 Jahren an. Er sah darin eine Demonstration der Stärke. Jetzt hat der US-Präsident das Manöver tatsächlich befohlen. Doch heute wirkt es wie ein Zeichen von Schwäche. Bastian Brauns berichtet aus Washington Angekündigt hatte Donald Trump seinen jüngsten Militärschlag gegen den Iran schon im Jahr 1988. Damals, vor fast vier Jahrzehnten, war seine Präsidentschaft noch in weiter Ferne. Als New Yorker Immobilienunternehmer gab er dem britischen "Guardian" ein Interview. Darin skizzierte Trump, wie er mit dem Iran umgehen würde, wenn er eines Tages an der Macht wäre. "Ein einziger Schuss auf einen unserer Männer oder eines unserer Schiffe, und ich würde die Insel Charg erledigen. Ich würde reingehen und sie einnehmen", sagte Trump damals. "Es wäre gut für die Welt, es mit ihnen aufzunehmen." Jetzt hat er es getan. Als amerikanischer Präsident in seiner zweiten Amtszeit. In der Nacht zum Samstag haben amerikanische Streitkräfte auf seinen Befehl hin Anlagen auf der sogenannten Öl-Insel Charg angegriffen. Dort befindet sich das wichtigste Ölexportterminal des Iran. Insel mit Ölterminal: Trump meldet Angriff auf das "Kronjuwel" des Iran Die nächste Eskalationsstufe Trumps Attacke markiert eine der bisher deutlichsten Eskalationen in diesem Krieg, der am 28. Februar begann und inzwischen weite Teile des Nahen Ostens erfasst hat. Nach fast zwei Wochen weitet sich der Konflikt aus – militärisch, geografisch und wirtschaftlich. Der amerikanische Präsident und seine Regierung bemühen sich zu kommunizieren, dass alles gut laufen und man sogar vor dem eigenen Zeitplan liegen würde. Doch wie dieser Krieg nun enden soll, ist noch immer so unklar wie am ersten Tag. Was in Washington derzeit entschieden wird, wirkt nicht, als wäre bald Schluss im Nahen Osten. Im Gegenteil. Das Verlegen von 2.500 bis 5.000 Marines bedeutet im Grunde den Einsatz von Bodentruppen. Auch wenn mit diesen Spezialkräften noch nicht von einer echten Bodenoffensive gesprochen werden kann. Aber der Einsatz geht inzwischen deutlich über reine Luftschläge hinaus. Zudem sollen weitere Kriegsschiffe in die Region verlegt werden. Darunter das amphibische Angriffsschiff USS Tripoli, das sich inzwischen von Japan aus auf dem Weg in den Golf macht. Es ist noch ein Indiz dafür, dass der Krieg nicht schnell beendet wird. Denn das Schiff wird wohl erst in mehr als einer Woche ankommen. Mehrere Tausend Soldaten und Seeleute kommen also zu den rund 50.000 US-Soldaten, die bereits in dem erweiterten Einsatzgebiet stationiert sind, hinzu. Offiziell soll die Verlegung der zusätzlichen Einheiten nur "Optionen" schaffen, falls der Konflikt weiter eskaliert. Im Pentagon rechnet man aber offenkundig nicht mit einer Kapitulation, wie der Präsident sie vom iranischen Regime immer wieder einfordert. Ein Krieg ohne klares Ende Parallel dazu hat auch Israel seine Angriffe ausgeweitet. Die israelische Armee bombardiert erneut Ziele der Hisbollah rund um Beirut, während weiterhin iranische Raketen und Drohnen auf Israel abgefeuert werden. Der Krieg beschränkt sich längst nicht mehr auf den Iran selbst. Er breitet sich über den Irak , den Libanon , die Golfstaaten und die lebenswichtigen Handelsrouten dazwischen aus. Ein im Irak stationierter französischer Soldat kam bei einem Drohnenangriff ums Leben. Die US-Botschaft in Bagdad wurde angegriffen. Amerikanische Tankflugzeuge wurden auf saudischem Gebiet attackiert. Der Iran zeigt bislang keinerlei Anzeichen eines Einlenkens. Die Angriffe auf Handelsschiffe rund um die Straße von Hormus werden verstärkt. Der Schiffsverkehr in der wichtigen Handelsroute ist inzwischen von mehr als 150 Schiffen pro Tag auf nur noch wenige zusammengeschrumpft. Druck der Märkte und der Basis Für die globalen Märkte bedeutet das Chaos. Die Ölpreise sind weiter stark gestiegen und schwanken zugleich enorm. Schuld daran ist auch der Zickzackkurs des US-Präsidenten. Trumps verwirrende Rhetorik, die zwischen einem baldigen Ende und einer Totalzerstörung des Iran schwankt, beunruhigt den Handel extrem. Zwischenzeitlich näherten sich die Ölpreise der Marke von 120 Dollar pro Barrel, um kurz darauf wieder deutlich zu fallen – je nachdem, wie Händler die neuesten Aussagen aus dem Weißen Haus interpretieren. Niemand kann mehr einschätzen, was die Amerikaner vorhaben. Diese Unsicherheit der Weltwirtschaft spiegelt ein offenbar tieferes Problem im Weißen Haus wider. In den US-Medien häufen sich immer mehr Berichte, die auf Angaben von Personen beruhen, die mit den internen Beratungen vertraut sind. Demnach steht Trump unter Druck aus fast allen politischen Richtungen: Seine Wirtschaftsberater warnen, dass steigende Benzinpreise die Unterstützung für den Krieg in der amerikanischen Öffentlichkeit schnell untergraben könnten. Die politischen Strategen sorgen sich um die Auswirkungen auf die Zwischenwahlen im November. Gleichzeitig drängen republikanische Hardliner auf eine noch härtere militärische Linie gegen den Iran. Dem entgegen stehen die Stimmen von Trumps MAGA-Basis, die einen weiteren langen Krieg im Nahen Osten klar ablehnen. Als Ergebnis erlebt die Öffentlichkeit einen Präsidenten, der offenkundig versucht, mehrere Erzählungen gleichzeitig zu bedienen. Bei Auftritten vor seinen Anhängern erklärt Trump etwa, "wir haben den Krieg gewonnen". Im selben Atemzug sagt er, man müsse "die Arbeit zu Ende bringen". Einerseits beschreibt er den umfassenden Angriff als "begrenzte Operation" oder "kurzzeitige Exkursion", deren Ziele weitgehend erreicht seien. Die jüngsten Mobilmachungen des Pentagon zeigen eine andere Sprache. Teherans Strategie: Zeit gegen Trump Die Strategie des Regimes in Teheran scheint genau auf diesen Effekt abzuzielen. Obwohl man den Amerikanern und Israelis militärisch nichts entgegensetzen kann, lässt sich der Preis insbesondere für Donald Trump immer höher treiben. Mit jedem weiteren Kriegstag werden die tatsächlichen und die politischen Kosten immer gravierender. Trumps Frustration darüber, dass dieser Feldzug gegen den Iran nicht so schnell und einfach abläuft wie gedacht, ist greifbar. Seine öffentlichen Drohungen werden von Tag zu Tag drastischer. Der Präsident kündigte zuletzt immer weitere und noch zerstörerische Bombardements als ohnehin schon an. Der entscheidende Hebel des Iran bleibt die Straße von Hormus. Sollte die Blockade dort anhalten, droht den globalen Energiemärkten einer der größten Versorgungsschocks der modernen Geschichte. Am Samstag veröffentlichte Trump einen Beitrag auf Truth Social , in dem er versprach, dass damit die Straße von Hormus bald wieder frei sei. Allerdings forderte dazu auch die militärische Unterstützung von Verbündeten. Es wäre eine weitere Ausweitung des Konflikts. Trumps alte Idee vom schnellen Schlag gegen die Insel Charg trifft nun auf die heutige Realität. In seinem Interview von 1988 klang sein Plan einfach: den Iran hart treffen, indem die USA das Herzstück der Ölindustrie angreifen und einnehmen. Es sollte eine Demonstration von Stärke sein und den Iran in die Knie zwingen. 2026 wird klar: Die Gleichung ist viel komplizierter. Das Manöver wirkt wie ein Zeichen von Trumps Schwäche. Denn das um das eigene Überleben kämpfende iranische Regime scheint zu allem bereit, aber nicht zur Kapitulation. Um zu gewinnen, müsste Trump im Iran darum noch stärker intervenieren. Damit aber könnte er zu Hause verlieren. Denn das kostet Geld, Zeit und das Leben eigener Soldaten. Trumps Krieg wird nicht nur im Iran entschieden, sondern auch an den amerikanischen Zapfsäulen.














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