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Wärmepumpe oder Fernwärme: Tabelle liefert eine Antwort

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In diesen Tagen finalisieren die ersten deutschen Großstädte ihre Wärmepläne. Eine Studie zeigt jetzt schon, wo in Zukunft die Fernwärme die besten Chancen hat. In den nächsten Jahren werden in ganz Deutschland die Weichen für die Wärmewende gestellt. Bis zum 30. Juni müssen die ersten deutschen Großstädte ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben . Darin sollen sie festlegen, welche Heizungsarten in welchen Teilen der Stadt verfügbar sein werden. Dies soll Eigentümern und Eigentümerinnen einen Hinweis liefern, wie sie in Zukunft klimaneutral heizen können. Unterschieden wird in der Regel zwischen zwei Formen: der dezentralen und der zentralen Wärmeversorgung. Klimafreundliche dezentrale Heizsysteme sind Wärmepumpen oder auch Solarthermieanlagen oder Pelletheizungen; zentrale Wärmelösungen umfassen die Fern- und Nahwärme. Aber nicht überall kann die Fernwärme ausgebaut werden . In abgelegenen Regionen, in denen nur wenige Haushalte leben, oder in Regionen, die kaum Zugang zu klimafreundlichen Wärmequellen haben (etwa Flüssen, Seen oder auch Industriezentren, die Abwärme bereitstellen können), wird die Fernwärme nur schwer zu realisieren sein. Fernwärme kommt nicht überall Wo genau die Fernwärme eine Zukunft hat, hat nun das Forschungs- und Beratungsunternehmen Prognos veröffentlicht. Zuerst hatten das "Handelsblatt" und "Tagesspiegel Background" über den Fernwärmeatlas des Instituts berichtet. Demnach könnte die Fernwärme rein rechnerisch bis 2045 rund 48 Prozent der Wärmenachfrage in Deutschland abdecken. Vor allem wird sie in Großstädten vorhanden sein, grundsätzlich haben aber Nord- und Ostdeutschland die besten Voraussetzungen für die Fernwärme. Wer in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg , Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin , Sachsen-Anhalt oder Sachsen lebt, hat schon heute die höchsten Fernwärmeanteile am Wärmeverbrauch (über 15 Prozent). Dort können viele Eigentümer also auf eine dezentrale Heizungslösung hoffen. Im Süden und Westen hingegen ist Fernwärme heute eher eine Rarität – der Bau der Netze müsste also von vorn losgehen. Prognos hat aber insgesamt sieben "Hidden Champions" herausgefiltert, die heute kaum Fernwärme nutzen, aber teilweise die besten geografischen Voraussetzungen dafür haben: Frankenthal (Pfalz), Konstanz , Memmingen , Neustadt an der Weinstraße, Pirmasens , Straubing und Worms . Hier würde sich der Neubau der Netze nach Ansicht der Forschenden besonders lohnen. Die gesamte Analyse aller Landkreise gibt es in dieser durchsuchbaren Tabelle: Insgesamt weisen 19 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte sehr gute Voraussetzungen für die Fernwärme auf; weitere 49 Prozent haben gute bis durchschnittliche Voraussetzungen. Die übrigen 32 Prozent werden sich schwertun, eine zentrale Wärmelösung anzubieten. Besonders betroffene Regionen sind Westdeutschland außerhalb der großen Städte, das nördliche Bayern und Hessen, ländliche Gebiete in Sachsen und Thüringen sowie Baden-Württemberg außerhalb der Großstädte. Eigentümer in Regionen mit einer "herausfordernden" Gesamtbewertung sollten sich darauf einstellen, eher eigene Heizungslösungen finden zu müssen. In vielen Fällen dürfte das die Wärmepumpe sein, möglich sind aber auch Pelletheizungen oder Solarthermieanlagen sowie andere klimafreundliche Systeme.














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