Dreimal hintereinander hat die deutsche Nationalmannschaft ein WM-Achtelfinale verpasst. Nach dem jüngsten Aus steht Julian Nagelsmann im Fokus der Kritik. Ex-Nationalspieler Didi Hamann hat gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem WM-Aus gegen Paraguay (3:4 i.E.) ausgeteilt. Der ehemalige Mittelfeldspieler ist während der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko Experte des irischen Senders RTÉ Sport. Nach dem Spiel wurde er im TV deutlich. Der 52-Jährige wirft Nagelsmann vor, bei den Vereinsspielen der Profis zu wenig präsent gewesen zu sein. Zur Frage nach dem Schuldigen sagte er: "Offensichtlich ist es der Trainer. Es ist der Job eines Trainers, die Jungs zusammenzubekommen. Das ist ein Typ, der selten Spiele schaut. Er war nicht einmal in Mailand, um Bisseck zu sehen. Einen Spieler, den er mit zur WM hätte nehmen sollen." Heftige Kritik nach WM-Aus: "Zu jung, kein Format, sitzt nägelkauend am Spielfeldrand" "Frauen, Familien, alles war dabei": Lothar Matthäus berichtet von Streit im DFB-Team Im Anschluss daran listete der Vize-Weltmeister weitere Beispiele auf. In Brentford, um Kevin Schade zu beobachten, sei er in zweieinhalb Jahren nicht aufgetaucht. Auch bei Champions-League-Spielen von Real Madrid oder während des Afrika-Cups, wo er die Elfenbeinküste hätte beobachten können, sei er nicht gesichtet worden. "Er ist nicht hingefahren", stellte Hamann fest. "Bei der Klub-WM, wo in den Stadien gespielt wurde, hättest du die Umstände hier erfahren. Martínez (Belgiens Trainer, d. Red.), war hier, Tuchel (England-Trainer, d. Red.) war da, Deschamps (Frankreich-Trainer, d. Red), der Mitte 60 ist, war drei Wochen da. Wer ist nicht da? Unser Trainer?" Abschließend bilanzierte er: "Deswegen habe ich keine Sympathie für ihn. Ich glaube, er und das Team haben bekommen, was sie verdient haben." Schon vorher hatte Hamann erklärt, dass man das Herz einer Mannschaft auf dem Platz sehe, wenn Teamspirit, Zusammensein und Vertrauen in der Mannschaft vorhanden seien. "Ich habe das Gefühl, unter diesem Trainer war das nie der Fall."